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    Interview mit Irene Grünenfelder und Aline Beauné

    Zum zweiten Mal haben wir für unsere Gazette zwei spannende Wein-Persönlichkeiten interviewt. Dieses Mal offenbaren uns zwei der talentiertesten Winzerinnen Europas ein paar persönliche Gedanken zu Wein, Leidenschaft und Genuss.

     

    Irene Grünenfelder    Aline Beauné
    Irene Grünenfelder                                                      Aline Beauné


    Aline Beauné (AB) durften wir als Weinmacherin des Château de la Crée kennenlernen. Inzwischen ist sie für die Weine der Abbaye de Santenay im Burgund zuständig, welche uns Jahr für Jahr mit purer Eleganz und Vielschichtigkeit überzeugen. Die sinnlichen Weine von Irene Grünenfelder (IG) vom Weingut Eichholz in Jenins sind schlicht Kult und gehören zu den gefragtesten Raritäten auf dem Schweizer Weinmarkt.
    Es freut uns sehr, dass diese beiden Top-Winzerinnen sich Zeit genommen haben, uns ihre Weinwelt etwas näher zu bringen.


    1) WAS ZEICHNET DEINE WEINE AUS?

    IG: Meine Weine sind ehrlich, geradlinig und widerspiegeln eins zu eins das Terroir, den Jahrgang und schliesslich mich. Um dies zu erreichen, braucht es viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Reben. Jede Parzelle, jede Rebe hat ihre individuellen Bedürfnisse. Die grosse Kunst im Keller ist es, diese Einzigartigkeit der Trauben zu bewahren und zur Geltung zur bringen. Das Rezept dazu ist einfach: Möglichst nichts tun, keine Reinzuchthefen, keine Schönungen, nur eine Klärfiltration. Der Wein findet sich selbst.

    AB: Ich versuche den Weinen eine gewisse Persönlichkeit zu verleihen, Weine, welche die Herkunft offenbaren, denn ich will «auf sie hören». Ich versuche, nahe an der Rebe, am Terroir zu sein und deren Charakteristiken bei der Vinifikation zu respektieren.


    2) WELCHES IST IN DEINEN AUGEN DER GRÖSSTE TREND DER ZUKUNFT IN DER WEINBRANCHE IN DEINER REGION?

    IG: Bio. Im Moment ist der biologische Anbau in der Bündner Herrschaft steil im Aufwind. Ich behaupte, dass in 5 Jahren fast ganz Jenins nach biologischen Richtlinien bearbeitet wird.

    AB: Im Burgund versuchen wir den Weinen Frische, innere Spannung, Dynamik und Genussfreude zu verleihen. Das wird künftig die Tendenz sein und ich denke, dass die grosse Herausforderung weiterhin die Klimaveränderung bleibt. Wir müssen die Rebe intensiver beobachten und im Hinblick auf das Erntedatum noch präziser werden.


    3) WELCHE WEINREGION, AUSSER DER EIGENEN, ÜBT AUF DICH DIE GRÖSSTE FASZINATION AUS?

    IG: Ach – immer noch das Burgund. Aus meiner Sicht kommen die besten Pinot Noirs aus dem Burgund und der Bündner Herrschaft. Aufgrund des unterschiedlichen Terroirs sind sie jedoch nicht vergleichbar. Beim Chardonnay hingegen ist uns das Burgund definitiv überlegen, auch in preislicher Hinsicht.

    AB: Eine schwierige Frage, denn alle Weinregionen machen mich neugierig. Aber wenn ich wählen müsste, ich sage es ehrlich, ich habe eine Schwäche für das Piemont mit seinen wunderbaren Landschaften und dem Nebbiolo, der in der Reife oft Ähnlichkeiten mit dem Pinot Noir aufweist.


    4) WELCHEN WEIN WIRST DU FÜR IMMER IN ERINNERUNG BEHALTEN? WAS HAT DEN WEIN ZU EINEM SOLCH BESONDEREN ERLEBNIS FÜR DICH GEMACHT?

    IG: Der Morey St. Denis von Hubert Lignier. Das war der erste Pinot Noir, der so hervorragend war, dass mir die Worte fehlten und ich nur noch weinte. Dieser Wein war schliesslich auch der Grund, weshalb ich Pinot Noir Weinbäuerin geworden bin.

    AB: Mein erster Wein: ein Pouilly-Fumé mit meinem Vater in einem Restaurant, als ich 11 Jahre alt war. Der Wein war wirklich gut. Später ein Montagny 1er Cru 1964, der sich noch mit einer grossen Frische auszeichnete. Für mich bedeutet Wein: Reisen, Entdecken, Begegnungen, Austausch, Geselligkeit.


    5) VERRÄTST DU UNS DEINE LIEBSTE KOMBINATION VON ESSEN UND WEIN?

    IG: Ein Mousse von schwarzer Schokolade, wenig gesüsst, mit einem Confit von Zwetschgen. Und dazu ein Gläschen meines Dioli, ein Portwein ähnlicher Liqueurwein.

    AB: Ich gestehe ein, dass ich eine grosse Schwäche für den Pinot Noir mit seinem ganz speziellen Charakter habe. Ein Stück rotes Fleisch mit einem auserlesenen und gut strukturierten Pinot, in meinem Fall ein Volnay, eine Appellation die ich sehr gerne vinifiziert habe, finde ich einfach herrlich!


    6) MIT WELCHER BEKANNTEN PERSÖNLICHKEIT WÜRDEST DU GERNE MAL EINE FLASCHE WEIN TRINKEN?

    IG: Ehrlich gesagt, mit keiner. Guter Wein ist am besten zusammen mit guten Freunden.

    AB: Wenn es eine Persönlickeit aus der Weinwelt wäre, dann Aubert de Villaine (Mitbesitzer der Domaine de la Romanée Conti. Anm. d. Red.) Ich würde gerne von ihm wissen, was er zur Entwicklung der Burgunder meint und seine Gedanken zu gewissen Weinen, die sich zu reinen Spekulationsobjekten entwickelt haben. Es ist eine Frage, die mich oft beschäftigt und mit ihm, mit seiner grossen Erfahrung, würde ich mich gerne darüber austauschen. Denn das Weinmachen ist doch eigentlich am Anfang ein Beruf mit viel Demut und Bescheidenheit. Ich bin eine Bäuerin.


    7) AUF WAS KÖNNTEST DU IN DEINEM LEBEN NICHT VERZICHTEN?

    IG: Meine Kinder, mein Weingut und natürlich auf Wein.

    AB: Ich könnte nicht ohne den Kontakt mit der Natur leben, alles liegt bei mir in der Beobachtung, was uns umgibt. Das finde ich grossartig, es bereichert das Leben und man bleibt bescheiden.

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