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    Alles Bio

    Hand aufs Herz. Kennen Sie sich in dem Wirrwarr von verschiedenen Bio-Labels noch aus? Bio Suisse, Demeter oder Naturaplan sind Logos, die recht vertrauenswürdig sind, aber bei den vielen anderen Labels diverser Discounter und Supermärkte bin ich etwas skeptisch. Die Vielfalt überfordert mich und oft werde ich das Gefühl nicht los, dass die meisten Etiketten mehr versprechen, als sie tatsächlich halten und ich frage mich, ob man diese Produkte mit gutem Gewissen kaufen kann. Grundsätzlich finde ich es prima, wenn auf synthetische Düngemittel, Fungizide, Pestizide und Herbizide verzichtet wird. Was mich jedoch stört ist, dass oft Arbeitsbedingungen, Transportwege oder das Verschwenden von Ressourcen nicht in die Kriterien für die Zertifizierung mit einfliessen. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind mir sehr wichtig, jedoch lasse ich mich nicht von jedem «Pseudo-Label» in die Irre führen. Manchmal muss man mit gesundem Menschenverstand an die Sache heran gehen. Denn eine Peperoni aus Übersee, versehen mit einem Bio-Zeichen, ist für mich alles andere als umweltfreundlich, wenn man den langen Weg bedenkt, den sie zurückgelegt hat. Deshalb kaufe ich mein Obst und Gemüse gerne beim Bauern im Nachbarort. Dieser baut zwar nicht alles nach Bio-Richtlinien an, aber die kurzen Transportwege und die Tatsache, dass die Produkte aus der Region kommen und in unmittelbarer Nähe wachsen, ist für mich genauso viel wert.

    Zahlreiche Winzer arbeiten umweltschonend und biologisch oder praktizieren sogar bio-dynamischen Weinbau. Dies ist eine Methode, die auf den Grundsätzen des Philosophen Rudolf Steiner basiert und eine ganzheitliche, anthroposophisch orientierte Landwirtschaft beinhaltet. Manche Ansätze sind sehr spirituell und irrational und teilweise schwer zu begreifen, denn der Anbau wird zusätzlich zu den biologischen Richtlinien, nach kosmischen Kreisläufen und Mondphasen betrieben. So wird unter anderem in der Morgendämmerung Hornkiesel, das ist ein Gesteinsmehl aus Bergkristall, in Wasser eingerührt. Dies muss jedoch nach einem bestimmten «Ritual» erfolgen, nämlich abwechselnd nach links und rechts, gegen den entstehenden Strudel, um das Gemisch zu «dynamisieren». Die Flüssigkeit wird dann im Weinberg, noch vor Tagesanbruch versprüht, um die Reben zu stärken. Die Stärkung der Pflanzen und des Bodens ist essentiell, bei der Biodynamie. Dazu werden auch Präparate, die oft aus Efeu, Baldrian, Brennnessel oder Kamille hergestellt sind, ausgebracht. Die Wirkung wird dadurch intensiviert, dass spezielle Planeten-Konstellationen berücksichtigt werden, z. B. die Mond-Saturn-Opposition, um Kräfte zu bündeln. Zugegeben, da ist schon viel Idealismus von Nöten, wenn man diese Form von Weinbau betreibt. Erstaunlicherweise funktioniert dieser «Hokuspokus» jedoch, von dem ich mich selbst, bei Besuchen von diversen Betrieben, überzeugen konnte.

    Viele umweltbewusste Konsumenten gehen einen Schritt weiter und haben sich für eine vegane Lebensweise entschieden. Sie verzichten komplett auf tierische Produkte. Das ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, ich selbst habe auch schon mehrere Jahre vegan gelebt. Wobei ich das nur auf die Lebensmittel bezogen habe und nicht auf meine Kleidung oder Dinge des Alltags. Mittlerweile würde ich mich als «Flexitarier» bezeichnen. Ich esse was mir schmeckt, hin und wieder auch Fleisch und Fisch aber hauptsächlich koche ich vegetarisch. Die «vegane Welle» ist mittlerweile auch auf den Wein übergeschwappt. Viele Weinbaubetriebe weltweit machen diesen «Trend» mit. Auch die Siebe Dupf produziert ihre Weine vegan und verzichtet auf tierische Produkte bei der Weinbereitung. Dazu gehören z.B. Hühnereiweiss oder Gelatine, die dazu dienen, den Wein zu klären und Trübungen zu vermeiden. Aber jetzt mal ehrlich. Genau genommen, kann man gar keinen 100% igen veganen Wein herstellen, denn bei der Weinlese ist es kaum zu vermeiden, dass sich das eine oder andere Insekt oder kleine Tierchen in den Eimer und später in die Presse verirrt…

    Jedem Weingeniesser ist es selbst überlassen, ober er nun herkömmlich produzierten oder biologisch erzeugten Wein konsumiert. Die Siebe Dupf hat sehr viele Winzer und Weingüter im Sortiment, die biologischen oder sogar bio-dynamischen Weinbau betreiben. Die Domaine La Colombe aus dem Waadtland, das Weingut Terralsole aus der Toscana, Gruber-Röschitz aus dem österreichischen Weinviertel oder Franz-Josef Eifel von der Mosel, sind nur einige Beispiele.

    Egal für welchen Wein Sie sich entscheiden, ich wünsche Ihnen, dass beim Genuss alles im grünen Bereich liegt.

     

    Betty Bottle


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