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    Mordfälle          

    Zurzeit lese ich an einem sehr spannenden Thriller. Eine FBI Agentin ermittelt in einem Serienmord und wird dabei selbst entführt. Das Buch ist recht blutrünstig und furchteinflössend. Teilweise ist es so heftig, dass ich gar nicht mehr einschlafen kann und mich das kleinste Geräusch in der Wohnung aufschrecken lässt. Und wenn mich der Schlaf dann doch überkommt, werde ich von schlimmen Träumen heimgesucht. Kaum vorstellbar, dass manche Geschichten auf Tatsachen beruhen. Brrrrr da läuft es mir kalt den Rücken hinunter…

    Obwohl die Gefahr besteht, dass nach diesem Artikel die Polizei vor meiner Haustüre steht, möchte ich Ihnen ein dunkles Geheimnis anvertrauen. Auch ich wurde schon zum Mörder. Mehrmals. Zuletzt vor 2 Wochen. Ich bin zum Essen eingeladen gewesen und habe dem Gastgeber angeboten, die Weine zu den einzelnen Gängen mitzubringen. Zum Hauptgang, einem Rehpfeffer mit Haselnuss-Spätzle und Rotkraut, habe ich einen wunderbaren Rotwein aus Portugal aus dem Jahr 2009 kredenzt. Der Wein aus dem Douro-Tal passte hervorragend. Da ein Gast kein Fan von Rotwein war, habe ich einen 2011er Meursault aufgetischt. Ich liebe diese Art von Weinen und war der Meinung, dass dieser Tropfen ganz gut passen könnte. Ich stellte mir einen weichen, runden und cremigen Wein mit einer ausgewogenen Säure vor, der den Geschmack des Wildfleisches perfekt unterstreichen würde. Nach dem Öffnen und degustieren des Weines wurde mir sofort bewusst, dass ich gerade zum «Kinds-Mörder» geworden war. Ich war geschockt, perplex und am Boden zerstört und konnte es kaum fassen, dass ich mich schon wieder strafbar gemacht hatte.

    Ich hatte einen wundervollen Wein seines Lebens beraubt und nahm ihm die Chance, sich perfekt zu entwickeln. Ich war wieder einmal getrieben von den bösen Geistern der Ungeduld. Gewaltsam habe ich das Herz des Korkens mit dem Zapfenzieher durchstossen und habe ihn dann auf bestialische Art und Weise aus dem Rumpf der Flasche herausgerissen.  Diese Erkenntnis machte mich fertig und das Einschenken des Weines glich nun eher einem «Ausbluten» denn einem genussvollen Ereignis. Eigentlich hätte man mich in Handschellen abführen müssen in Anbetracht der Straftat, die ich begangen hatte. Aber ein paar weitere Gläser Wein und die tröstenden sowie aufbauenden Worte der anderen Gäste haben mir rasch geholfen, mich von dem anfänglichen Schock zu erholen.

    Lange habe ich mir überlegt, wie ich solchen Situationen in Zukunft aus dem Weg gehen kann. Zum einen könnte ich nur noch Weine kaufen, die trinkfertig sind und maximal 3 Jahre genussfähig sind. Dann brauche ich mir keine Gedanken mehr darüber zu machen, dass ich einen Wein zu früh und zu unreif öffnen könnte. Aber ich glaube, da würden mir jede Menge genussreiche Momente flöten gehen, wenn ich mich nur noch darauf beschränken würde. Ein guter Freund hat mir folgenden Tipp gegeben, den ich sehr gut finde. Er hat gesagt: «kauf dir einfach von einem Wein, der noch zu jung zum Trinken ist, einen ganzen Karton. Dann hast du die Möglichkeit, die Flaschen in Etappen und in einem Abstand von mehreren Jahren zu öffnen, zu degustieren und den Reifeprozess des Weines zu verfolgen!»

    Finden Sie nicht auch, dass das ein richtig genialer Tipp ist? Und es profitieren zwei Seiten davon. Zum einen ich selbst, denn wenn ich mal wieder einen Mord begehen sollte, ist es nicht ganz so schlimm und zum anderen freut sich der Weinhändler meines Vertrauens darüber, wenn ich von einem Wein einen ganzen Karton kaufe. Somit bleibt mir nur noch, Ihnen folgendes mit auf den Weg zu geben: Probieren geht über Studieren.

    Mordsmässigen Genuss wünscht
    Betty Bottle

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