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    Persönliche Handschrift

    Die persönliche Handschrift ist bei jedem Menschen individuell und soll tatsächlich etwas über den Charakter aussagen. Graphologie nennt man diese Lehre. Gut, dass ich meine Berichte immer auf dem Computer verfasse und somit nichts über meine Persönlichkeit zutage kommt…

    Auf weltweit 7.5 Millionen Hektaren werden jährlich ca. 267 Millionen Hektoliter Wein produziert. Das ist eine beachtliche Menge und es liegt nahe, dass es dabei grosse qualitative Unterschiede gibt. Abseits der uniformierten, jedes Jahr gleichschmeckenden, gemachten Weine, möchte ich den Focus auf die hochwertigen, Terroir geprägten, ausdrucksstarken Gewächse legen, die in besonderer Art und Weise eine Region, den Boden und die Rebsorte(n) widerspiegeln. Kurz gesagt, Weine mit Charakter. Dabei ist ein kleiner, bedeutender Teil im grossen Ganzen oft ausschlaggebend für die Qualität und bringt den letzten Feinschliff. Die «Handschrift» des Kellermeisters. Seine Erfahrung und sein Wissen machen die unterschiedlichen Gewächse zu dem, was sie letztendlich sind. (am Rande bemerkt zähle ich zu dem Begriff «Kellermeister» ebenso die vielen Damen, die in Weingütern und Kellereien tätig sind!)

    Oft zieren die Etiketten der Weine tatsächlich die Unterschrift oder der Fingerabdruck des «Winemakers», um dessen wichtigen Einfluss auf das Getränk zu symbolisieren. Fast alle, die Weine auf hohem Niveau erzeugen, sprechen liebevoll von ihren Babys und kommen regelrecht ins Schwärmen, wenn sie davon erzählen. Diese Leidenschaft und Passion finde ich grossartig. Manchmal sind die Weinmacher auch sehr selbstkritisch und sind mit so manchen Entscheidungen, die sie im Weinberg oder Keller getroffen haben nicht ganz zufrieden. Das ist dann jedoch eher Jammern auf hohem Niveau, wenn der Perfektionismus überhand nimmt.  

    Obwohl wir in der Siebe Dupf einen Engel im Keller haben, hat die Kreation unserer Weine nichts mit «göttlicher Fügung» zu tun, sondern mit Wissen, Erfahrung und Talent. Thomas Engel legt bei der Vinifikation grossen Wert auf die Sortentypizität. Seine Weine sind präzise mit einer klaren Frucht und sie haben eine gute Balance zwischen Säure und Süsse. Dass er sein Handwerk beherrscht, beweisen zahlreiche Medaillen und Auszeichnungen.

    Spannend wird es, wenn man Weine aus ein und derselben Rebsorte und einem Gebiet degustiert. Zum Beispiel Pinot Noir aus dem Burgund. Natürlich kommt die Typizität sowohl vom Boden als auch dem Klima, wo der Wein wächst, aber gerade bei solch einer Querverkostung kann man die verschiedenen Handschriften der einzelnen Kellermeister noch deutlicher erkennen und unterscheiden.

    David Duband von der Côte de Nuits zum Beispiel verwendet für den Ausbau seiner Weine nicht mehr als 30% neue Barriques und vergärt die Trauben mehr und mehr mit einem hohen Anteil an Stielen. Umwerfende, gradlinige und reine Weine sind das Ergebnis und gerade der Jahrgang 2018 besticht mit einer hohen Komplexität und der nötigen Frische.

    Die Weine von Charles Lachaux aus Vosne­ Romanée sind hoch elegant, filigran und gleichsam beeindruckend strukturiert. Der Ganztraubenanteil variiert zwischen 50% und 70%. Dabei ist das Fingerspitzengefühl des «Winemakers» gefragt, in welchem Masse der Anteil der Stiele eingesetzt werden soll.

    Die Burgunder von Christian Clerget bestechen durch ihre reintönige und schnörkellose Art. Obwohl sie in der Jugend oft noch etwas verhalten sind, zeigen die Weine nach einigen Jahren Reife ihre wahre Grösse. Und seit Tochter Justine in den Betrieb eingestiegen ist, haben die Gewächse zudem an Eleganz gewonnen. Manchmal zahlt sich ein femininer Einfluss eben aus.

    Es ist wahnsinnig spannend, die unterschiedlichen Handschriften und die Experimentierfreude der einzelnen Winzer kennen zu lernen, zu unterscheiden und zu analysieren. Diese neuen Stile und Kreationen sind es Wert entdeckt zu werden.

    Dazu haben Sie an unserer diesjährigen «Burgund Arrivage» die Möglichkeit. Am Freitag, den 19. Juni und Samstag, den 20. Juni öffnen wir in der Siebe Dupf in Liestal unsere Türen und ausgewählte Flaschen. --> zum Anlass

    Lassen Sie sich begeistern und verzaubern.

     

    Betty Bottle


    April, April

    Für gewöhnlich schickt man sich am 1. April mit lustigen Streichen in den Frühling. Zugegeben, im Moment sind die meisten von uns nicht zum scherzen aufgelegt. Wer hätte gedacht, dass die ganze Welt einmal, im wahrsten Sinne des Wortes, still stehen würde? Aussergewöhnliche Zeiten erfordern besondere Massnahmen. Noch nie in der Geschichte wurden weltweit die Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Metropolen, die eigentlich niemals schlafen, gleichen nun Geisterstädten. Da wo sich Leute für gewöhnlich tummeln, herrscht gähnende Leere. Flugzeuge bleiben am Boden, Züge fahren nur noch nach reduzierten Fahrplänen und auf den Autobahnen sind Staus kein Thema mehr. Die Welt läuft gerade auf Standby und die, die nicht zur Arbeit gehen oder das Home Office nutzen können müssen nun schauen, wie sie die freie Zeit verbringen.

    Da auch die Fitness-Studios schliessen mussten und mir die Motivation fehlt joggen zu gehen oder mich anderweitig sportlich zu betätigen ist die einzige Bewegung, die ich im Moment habe, der Gang von der Couch zum Kühlschrank. Der ist seit dem letzten Einkauf prall gefüllt. Das Gefrierfach habe ich mit kiloweise Glace bestückt und auch der Schokoladenvorrat ist riesig. Mein Weinkeller hat genug Flüssignahrung aufzuweisen und auch das Spirituosen-sortiment hat einiges zu bieten. Ich pfeife auf das Kalorienzählen und lasse es mir einfach gut gehen. Auch wenn die Waage im Moment für meinen Geschmack viel zu viel anzeigt, gönne ich mir täglich ein tolles Glas Wein und koche mir leckeres Essen. Meine Tante hat vor kurzem selber Bärlauchpesto hergestellt und mir einige Gläser davon geschenkt. Ich könnte mich in das Zeug reinlegen. Ich geniesse es entweder als Aufstrich auf einem frischen Baguette oder zu Spaghetti mit frischem Parmesan und Kirschtomaten. Einfach lecker. Es macht mir Spass, mich in meiner Küche auszutoben, die vielen Kochbücher nach tollen Gerichten zu durchstöbern und diese nach zu kochen. Schon einige Gaumenschmeichler, die sich in den hintersten Ecken meines Weinregales versteckt hatten, waren dazu die perfekten Begleiter und haben mein Gemüt gesteigert. Dazu gehörte der 2013er Barolo Bricco Boschis von der Tenuta Cavallotto. Der war der Hammer. Der Wein hatte die perfekte Balance zwischen Frucht, Säure und samtigen Tanninen. Als Fan von „Blubberwasser“, gebe ich mich im Moment auch nicht mit einem einfachen Prosecco zufrieden, sondern leiste mir gerade jetzt einen Champagner. Der Cuvée Victor von Mandois ist sagenhaft. Ich liebe seine Eleganz, die feine Perlage und die dezente Hefenote. Einem Gin Tonic bin ich ebenfalls nicht abgeneigt. Von klassisch mit intensiven Wacholdertönen, über fruchtbetont mit Anklängen von Zitrus und Orange, bis hin zu kräutrigen, an Thymian und Rosmarin erinnernden Vertretern reicht bei mir die Auswahl. Ich möchte Sie ermutigen, es mir gleich zu tun. Geniessen Sie in vollen Zügen und schaffen Sie sich schöne Momente bei sich zu Hause. Und falls Sie Verwandten, Freunden oder guten Bekannten eine kleine Freude bereiten möchten, dann verschenken Sie unsere „Care Pakete“, die wir für Sie auf unserer Homepage zusammengestellt haben. Das ist dann wie eine Umarmung aus der Ferne und Sie zaubern damit Ihren Liebsten ein Lächeln ins Gesicht. Alle Bestellungen, sei es Wein, Sekt oder Spirituosen werden derzeit gratis in der gesamten Schweiz versendet.

    Ein Sprichwort lautet: „nach Regen folgt Sonnenschein!“ Gemeinsam werden wir diese turbulenten Zeiten überstehen. Es sind gerade jetzt die kleinen Dinge im Leben, die uns fröhlich machen und auf die wir uns besinnen. Bleiben Sie zuversichtlich, verlieren Sie nicht den Mut und vor allem, bewahren Sie sich Ihren Humor, denn damit geht vieles leichter.

    Passen Sie auf sich auf.

    Betty Bottle

     

    Betty Bottle


    Katerstimmung

    Schon oft bin ich am Morgen nach einer feucht-fröhlichen Nacht mit einem schweren Kopf aufgewacht. Dann habe ich Ursachenforschung betrieben und mich gefragt, was ich denn alles getrunken habe. Ich bin dann meist zu dem Entschluss gekommen, dass das letzte Glas einfach zu viel war. Ich rege mich dann tierisch über mich selbst auf, denn schliesslich wurden mir die Getränke nicht von anderen eingeflösst, sondern ich bin ganz alleine schuld an der Misere. Eigentlich sollte man aus Erfahrung lernen, aber es hat bei mir den Anschein, dass ich diesem Thema gegenüber resistent bin.

    Neben dem «über den Durst trinken» gibt es tatsächlich Inhaltsstoffe im Wein, die schon in kleinen Mengen für Kopfschmerzen sorgen können. Je nachdem, wie anfällig man darauf reagiert. Seit 2005 muss auf jeder Weinflasche «Enthält Sulfite» stehen. Schwefel wird benötigt, um den Wein haltbar zu machen und tendenziell haben Weissweine mehr Sulfite als Rotweine. Auch Weine mit einem höheren Restzuckergehalt sind schwefelhaltiger. Sollten Sie also nach dem Genuss von Weisswein oder von restsüssen Weinen zu Kopfschmerzen tendieren, dann könnte es unter anderem an diesem Inhaltsstoff liegen. Wenn Sie nun aber meinen, dass Ihnen Rotwein besser bekommt, dann kann Ihnen die nächste Theorie auch einen Strich durch die Rechnung machen. Die Gerbstoffe wirken nämlich gefässerweiternd und können bei sensiblen Menschen durchaus eine Migräne hervorrufen. Das wurde in verschiedenen Studien bewiesen.

    Ein weiterer Übeltäter sind die so genannten biogenen Amine. Sie sind in vielen Lebensmitteln vorhanden und befinden sich in den reifen Trauben. Durch die Gärung werden sie intensiviert und sie entstehen auch beim biologischen Säureabbau, wobei durch Bakterien die intensive Apfelsäure in Milchsäure umgewandelt wird. Das bekannteste biogene Amin ist Histamin. Dieser Stoff ist an unzähligen Körperfunktionen beteiligt und es gibt sehr viele Menschen, die auf Histamin reagieren und eine Intoleranz besitzen. Die toxische Wirkung des Alkohols kann sich in Verbindung mit Histamin verstärken und Kopfschmerzen auslösen.

    Egal wie empfindlich Sie auf die diversen Stoffe reagieren, grundsätzlich ist die Menge, die Sie an Alkohol zu sich nehmen, entscheidend. Leider sind die Herren beim Weinkonsum uns Frauen überlegen. Männer können den Alkohol nämlich schneller abbauen als die weibliche Spezies. Das liegt daran, dass sie in der Leber mehr Aldehyd-Dehydrogenase produzieren können. Dieses Enzym zerlegt den Alkohol zuerst in Acetaldehyd und dann in Essigsäure. Diese wird vom Körper abgebaut und über den Darm ausgeschieden. Pro Stunde kann die Leber 8 bis 10 Gramm Alkohol abbauen, das entspricht in etwa einem Glas Wein. Was passiert, wenn man zu viel trinkt und das Acetaldehyd von der Leber nicht so schnell verarbeitet werden kann, brauche ich Ihnen nicht zu erzählen. Ich denke viele können ein Liedchen davon singen, wenn man nach einer durchzechten Nacht einfach nur sterben möchte…

    Grundsätzlich soll man die Feste feiern, wie sie fallen. Das macht das Leben ja irgendwie Lebenswert. Ich habe für mich jedoch eine Faustregel entdeckt, die die Katerstimmung am nächsten Morgen erträglicher macht. Trinken Sie immer die doppelte Menge an Wasser, wie Sie Alkohol zu sich nehmen. Zwei Gläser Wasser auf ein Glas Wein und schon haben Kopfschmerzen am nächsten Tag keine Chance. Und ein weiterer Tipp: trinken Sie bitte nicht durcheinander. Wein, Bier und Schnaps und dann alles noch einmal von vorne, ist keine gute Idee. Bleiben Sie einfach bei einer Art von Getränk und geniessen Sie moderat. Dann kann eigentlich nichts passieren. Hin und wieder werfe ich mir vorbeugend eine Kopfschmerztablette ein, um keine Nachwehen zu haben. Das funktioniert bei mir recht gut. Und vor Allem: Essen nicht vergessen. Denn eine solide Grundlage sorgt dafür, dass es Ihnen am nächsten Morgen gut geht. Und wenn es am nächsten Tag doch nicht ganz so rund läuft, dann wirkt ein Spaziergang an der frischen Luft oft Wunder.

    Betty Bottle


    Valentinstag

    Am 14. Februar ist es soweit. Der Tag der Liebenden wird gefeiert. Bei den Floristen, Chocolatiers und Juwelieren herrscht dann Hochbetrieb. Für mich ist es ein absolutes Rätsel, warum so viele Menschen und vor allem Frauen, so grossen Wert auf dieses Datum legen. Da hängt dann schon mal der Haussegen schief, wenn der Partner nicht mit einem Blumenstrauss oder einem kleinen Präsent in Form von Pralinen oder Schmuck auf der Matte steht. Kann man sich nicht «einfach so» was schenken oder einen gemütlichen Abend zusammen verbringen, ohne dass es einem der Kalender vorschreibt?

    Weltweit gibt es unzählige kuriose Feiertage. In Amerika wird anscheinend am 18. Februar der «Tag des Weintrinkens» gefeiert. Das finde ich spannend. Darf man sich dann offiziell betrinken und die Polizei drückt ein Auge zu, wenn man angeheitert Auto fährt? Wahrscheinlich nicht.

    So manche Beziehung beginnt mit einem alkoholischen Getränk. Man wird mutiger und hat weniger Hemmungen, den gutaussehenden Kerl in der Disco oder die attraktive Dame an der Party anzusprechen. Im schlimmsten Fall muss man sich das Gegenüber schön trinken, gerade wenn das Blind Date nicht das verspricht, was man sich erhofft hat.

    Über kaum ein anderes Thema wie die Liebe wurden so viele Lieder gesungen, Gedichte und Bücher geschrieben. Die Zuneigung zu einer Person geht bei manchen sogar so weit, dass Initialen oder Namen und sogar das Konterfei des geliebten Menschen auf die Haut tätowiert werden. Dumm nur, wenn diese Beziehung irgendwann in die Brüche geht. Es gibt Winzer, die die Liebe zu einer Rebsorte oder einer Weinbauregion auf dem Weinetikett verewigen. Die Flasche des «Touriga Nacional» vom Weingut Solar dos Lobos in Portugal, ziert ein verliebtes, sich küssendes und eng umschlungenes Pärchen als Comic Zeichnung. Die Frau stellt dabei die Rebsorte Touriga Nacional dar, der kaum jemand widerstehen kann. Der Wein strahlt in einem satten rubinrot und zeigt Aromen von Cassis, Himbeere und Pflaume sowie würzige Anklänge von Lakritze und Nelke. Am Gaumen ist der Wein feurig und vollmundig mit weichen Gerbstoffen. Er besticht durch viel Frucht und würzige Noten im Abgang. Schon beim ersten Schluck, werden Sie sich Hals über Kopf verlieben.  

    Falls Sie in diesem Jahr an Valentinstag auf den Restaurantbesuch oder auf die obligatorischen Geschenke für Ihren Partner verzichten möchten und etwas aussergewöhnliches erleben wollen, dann habe ich einen sehr guten Tipp für Sie. Kommen Sie in die Enothek Siebe Dupf in Basel. Unter dem Motto «Herzen» unterhalten Sie Myriam Wittlin und Urs Bosshardt, bekannt aus verschiedenen Inszenierungen unter anderem am Theater Fauteuil in Basel, mit Texten, Geschichten, Gedichten und Liedern über die Liebe. Skurril, tragisch, komisch und sinnlich wird dieser Abend für Verliebte, Paare, Singles und Freunde. Zwischen den Vorträgen werden Sie mit ausgewählten Weinen aus dem Siebe Dupf Sortiment verwöhnt. Geniessen Sie den Valentinstag mal anders und erleben Sie eine ganz spezielle Weindegustation. Ich verspreche Ihnen, dass all Ihre Sinne angeregt werden und Sie diesen Abend so schnell nicht vergessen werden. Informationen erhalten Sie wie immer auf der Homepage unter der Rubrik Anlässe.

    «Die Liebe ist ein seltsames Spiel, sie kommt und geht von einem zum andern.
    Sie nimmt uns alles, doch sie gibt auch viel zu viel, die Liebe ist ein seltsames Spiel.» Dieser Schlager von Connie Francis ist noch heute ein Ohrwurm und ich finde das Lied irgendwie herzig. Ich verliebe mich auch immer wieder aufs Neue. In die grossartigen Weine aus dem Siebe Dupf Sortiment und vor allem, in das Leben.

    In Love

    Betty Bottle


    Gute Vorsätze

    Willkommen im Jahr 2020. Ich hoffe, Sie haben es gut begonnen. Nicht überall feiert man am 31.12. Silvester. In China wird erst am 25. Januar 2020 das neue Jahr, im Zeichen der Ratte, begrüsst. Bei den Russen gibt es nicht an Weihnachten, sondern an Silvester die Geschenke und diese werden von «Väterchen Frost» gebracht. Der hat sogar eine hübsche Gehilfin namens «Snegurotschka» mit dabei, was so viel wie Schneemädchen heisst. Sie trägt einen bestickten Mantel und hat lange blonde Zöpfe. Daneben sieht unser «Samichlaus» mit seinem «Schmutzli» echt alt aus. Andere Länder, andere Sitten.

    Wie ist es bei Ihnen, haben Sie sich pünktlich zum neuen Jahr wieder einige gute Vorsätze auferlegt? Das obligatorische «mit dem Rauchen aufzuhören», «mehr Sport zu machen» und «endlich ein paar Kilos zu verlieren»? Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen, wobei ich sehr stark vermute, dass Sie auch in diesem Jahr daran scheitern werden. Wieso macht man sich eigentlich diesen Stress? Mein Tipp, lassen Sie es einfach. Geniessen Sie das Leben in vollen Zügen, es kann ganz schnell anders sein.

    Meine Devise für 2020 lautet: lächle mindestens ein Mal am Tag, auch wenn dir vielleicht nicht danach ist; trinke etwas weniger Wein, dafür einen richtig tollen; umgebe dich mit Leuten, die dir guttun; nimm dir immer wieder kleine Auszeiten und gönn dir was; Das sind doch gute Vorsätze die absolut machbar sind und das Gemüt steigern. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Nachahmen.

    Das Reisen steht für das kommende Jahr ebenfalls ganz weit oben auf meiner To-Do-Liste. Wenn auch Sie zu den Reiselustigen gehören, dann kommen Sie vom 17. – 19. April 2020 mit nach Mallorca. Die Siebe Dupf bietet eine ganz besondere Wein- und Genussreise an. Besuchen Sie zusammen mit unseren Sommeliers die Finca Binigrau und die Finca Biniagual. Wie man Meersalz gewinnt sehen Sie bei einem Besuch der Salinas de Es Trenc und in Palma können Sie sich entweder im 1 Sterne Restauraunt von Adrian Quetglas verwöhnen lassen oder auf eigene Faust die Hauptstadt der Baleareninsel erkunden. Die Plätze sind sehr begrenzt, eine Anmeldung ist bis zum 31. Januar 2020 möglich. Lassen Sie sich diesen Trip nach Mallorca nicht entgehen, er verspricht lustig und feucht-fröhlich zu werden.

    Liebhaber von Hochprozentigem kommen bereits im Januar voll auf Ihre Kosten. Packen Sie, wenn sie möchten, Kilt und Dudelsack aus und erleben Sie mit Jean-Pierre Muriset einen Abend im Zeichen des Schottischen Whiskeys. Die Insel Islay ist für ihre rauchigen Spirituosen bekannt, wartet aber auch mit einer Vielzahl von anderen Stilen auf. Wer weiss, vielleicht wird am Schluss sogar auf den Tischen getanzt und lauthals «Flower of Scotland» gesungen.

    Zahlreiche Events, Degustationen und Wine & Dines warten auch in 2020 auf Sie. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und wenn Sie noch einen guten Vorsatz suchen, dann den, mindestens 3 Veranstaltungen der Siebe Dupf zu besuchen. Sie können sofort damit beginnen und sich anmelden. Wir freuen uns auf Sie.

     

    Betty Bottle


    Advent, Advent, …

    …ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür. Und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast du Weihnachten verpennt…   So haben wir, zumindest als Kinder, den Spruch weitergeführt und uns fast kaputtgelacht.

    In diesem Jahr fällt der 1. Advent tatsächlich auf den 1. Dezember. Traditionell steht in fast jedem Haushalt ein Adventskranz, dessen leuchtende Kerzen die Ankunft vom «Licht der Welt», also die Geburt von Jesus Christus, symbolisieren. Ich selbst habe gar keinen Kranz. Bei mir thronen die Kerzen auf einem Stück eines alten, knorrigen Rebstockes.

    Der Adventskalender ist ein weiteres Utensil, um sich die Wartezeit bis Weihnachten zu verkürzen. Schon seit Ende Oktober stehen die bunt bebilderten Objekte in den Supermärkten und kaum ein Elternteil kommt daran vorbei. Vor allem nicht, wenn grosse flehende Kinderaugen zum Kauf animieren. Aber nicht nur Kinder freuen sich über die versteckten Süssigkeiten. Mein Papa geht stramm auf die siebzig zu und es macht ihn jedes Mal glücklich, wenn er zu seinem Geburtstag Ende November einen Adventskalender von uns geschenkt bekommt. Auch die Siebe Dupf hat bis zum Heiligen Abend die unterschiedlichsten Produkte im Adventskalender zusammengestellt. Lassen Sie sich täglich von neuen Spezialitäten und Aktionen auf unserer Homepage überraschen. Und für diejenigen, die noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken oder dem passenden Wein zum Fest-Essen sind, bieten wir Ihnen am 7. & 8. Dezember an der Advents-Degustation in Basel und am 14. & 15. Dezember am Advents-Genuss in Liestal die Möglichkeit, fündig zu werden. Die Informationen dazu finden sie in unseren Events.

    Was früher als heidnisch galt, ist heute aus den heimischen Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken: der Tannenbaum. Und nicht nur dort erhellt er die Gemüter, denn auf vielen öffentlichen Plätzen in Dörfern und Städten steht ein beleuchteter und oft geschmückter Vertreter. Die hart gesottenen unter uns können auf eigens dafür angelegten Tannenbaum-Plantagen den gewünschten Baum sogar selber fällen. Da wird der Bürohengst zum echten Kerl, wenn er sich mit der Hand- oder Motorsäge bewaffnet, an den Bäumchen zu schaffen macht. Und wenn Mann anschliessend vor der ganzen Familie mit dieser Aktion angeben kann, ist es zudem gut für das Ego. Da ich es extrem schade finde, wenn pünktlich zu Weihnachten Millionen von Nadelbäumen ihr Leben lassen müssen, habe ich mich in diesem Jahr für einen Miet-Baum entschieden. Der kommt im Topf zu mir nach Hause, darf die Festtage bei mir im Warmen verbringen und wird mit Lichterkette und bunten Kugeln aufgehübscht. Wenn er dann seinen Dienst getan hat kommt er nicht auf den Müll, sondern wird zurück ins Freie gepflanzt. Dort kann er dann erneut reichlich Sauerstoff produzieren, bis zum nächsten Einsatz. Ich finde das genial. Es gibt auch Deko-Objekte, die nicht pflanzlichen Ursprungs sind. Das Schaufenster der Enothek Siebe Dupf in Basel ziert zum Beispiel ein geschmückter Weihnachtsbaum aus leeren Weinflaschen. Das sieht wirklich toll aus. Schauen Sie doch mal im Laden vorbei und überzeugen Sie sich selbst. Und falls es ihnen richtig gut gefällt, dann geben Sie Ihre Stimme für das schönste Schaufenster ab, denn die Enothek macht bei der diesjährigen Wahl zur «Vitrine d’Or» mit. Wählen können Sie ab dem 6. Dezember 2019 vor Ort oder auch online.

    Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und ich bin jedes Mal erstaunt darüber, wie schnell 365 Tage vergehen können. Der Dezember ist zwar eine arbeitsintensive Zeit, vor allem im Verkauf, aber auch wir von der Siebe Dupf werden die besinnlichen Feiertage geniessen und etwas zur Ruhe kommen. Wir laden die Akkus wieder auf, damit wir Sie, liebe Kunden, Fans und Freunde auch im kommenden Jahr wieder mit viel Elan, Engagement und Leidenschaft begrüssen dürfen. Ich bedanke mich recht herzlich für Ihr Interesse und hoffe, dass Sie auch 2020 mit Freude meine Geschichten lesen. Gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünscht    

     

    Betty Bottle


    Frauenpower

    Die Schweizer haben gewählt und dafür gesorgt, dass 42% der Sitze im Nationalrat mit Frauen belegt sind. Auch im Ständerat wird die Zahl der weiblichen Akteure steigen. Ein Rekordergebnis, zu dem vermutlich der Frauenstreik im Juni und die Initiative «Helvetia ruft!» beigetragen haben. Falls Sie sich nun fragen, ob die Betty Bottle jetzt politisch wird oder ein Bericht über die Emanzipation der Frau folgt, dann kann ich Sie beruhigen. Mir gefällt schlicht und ergreifend diese Entwicklung, zumal erst seit dem 16. März 1971 das Frauenstimmrecht in der Schweiz wirksam ist und die Damen in Appenzell Innerrhoden sogar erst seit April 1990 an die Wahlurnen gehen dürfen. Dass heute, in Anbetracht dessen, fast die Hälfte der Frauen in der Schweiz selber Politik machen, ist ein gewaltiger Fortschritt.

    Es ist noch nicht lange her, dass zwei weibliche Astronautinnen alleine, ohne männliche Hilfe, an der Aussenwand der ISS rumschrauben durften und Meta Hiltebrand, Tanja Grandits und Vreni Giger sind beste Beispiele dafür, dass die Sterneküche in der Schweiz nicht mehr nur von Männern dominiert wird. Ich finde es grandios, dass es heute in vielen Berufszweigen Frauen gibt, die den Kerlen zeigen, wo der Hammer hängt.

    Auch vor dem Weinbusiness macht dieser Trend nicht halt. Die höchste Auszeichnung, die Experten in der Branche erwerben können, ist der «Master of Wine». Durch diese harte Prüfung kämpfen sich immer mehr Frauen und das mit Erfolg. In vielen Betrieben, deren Weine die Siebe Dupf im Sortiment führt, steht die nächste Generation bereit und das sind oft engagierte, junge Ladies, die in die Fussstapfen ihrer Eltern treten. Laura Paccot, von der Domaine La Colombe in Féchy am Genfer See, arbeitet bereits in der vierten Generation Vollzeit mit und bringt frischen Wind in das biodynamisch bewirtschaftete Weingut. Die Cousinen Laura und Elisabet Batle sind die neuen Gesichter bei Binigrau, dem Vorzeigeweingut auf Mallorca. Laura hat in Tarragona ihr Weinbaustudium absolviert und leitet in Zukunft den Keller. Sie hat es sich unter anderem zum Ziel gemacht, bald den besten Cava Mallorcas zu machen und Elisabet schmeisst mit Ihrer selbstbewussten Art bereits den Laden in Sachen Marketing. Valentina Tamborini, vom gleichnamigen Weingut im Tessin, stellt ihr Können mit der eigenen Weinlinie unter Beweis. Mit einem sexy anmutenden Etikett und unter dem Namen «La Rinascita», die Wiedergeburt, hat sie vor Kurzem ihre Eigenkreation auf den Markt gebracht.

    Als «les grandes Dames» können durchaus Sylvie Esmonin, Ghislaine Barthod und Caroline Morey betitelt werden. Sie sind Koryphäen wenn es um rote und weisse Burgunder geht. Wer aber meint, dass es sich deshalb um feminine und leichte Weine handelt, der irrt gewaltig. Gerade Sylvie hat einen schnörkel- und kompromisslosen Stil, teilweise sogar recht maskulin, mit viel Komplexität und Tiefgang. Kühl, delikat und präzise, mit einer mineralischen Art zeigen sich die Burgunder von Ghislane. Sie sind, im Gegensatz zu manchen Männern, keine Blender. Carolines Weine bestechen durch ihre Finesse, sie sind klar, brillant und strahlen genauso, wie ihr Lächeln.

    Geschichte schrieb auch Corinne Buttet aus Chardonne. Als erste Winzerin wurde sie an der Fête de Vignerons 2019 von der Confrérie des Vignerons de Vevey mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Sie wurde für ihre hervorragenden Leistungen geehrt und es macht mich sehr stolz, dass diese Anerkennung erstmals einer Frau Zuteil wurde.
    Alle erwähnten Damen punkten mit Können, Intelligenz, Selbstbewusstsein und Leidenschaft. Tagtäglich stehen sie Ihren «Mann», was ich sehr bewundere.

    Ich hoffe Sie sehen es mir nach, meine Herren, dass ich das weibliche Geschlecht in diesem Artikel etwas in den Vordergrund gerückt habe. Beim nächsten Mal werde ich wieder etwas «neutraler», versprochen. Ich kann es mir jedoch nicht verkneifen, Ihnen zum Schluss noch etwas mit auf den Weg zu geben: «Hinter fast jedem erfolgreichen Mann, steht eine starke Frau!»

    Apropos Frauenpower...
    Wir durften für unsere Gazette zwei spannende Wein-Persönlichkeiten interviewen. Irene Grünenfelder Und Aline Beauné, zwei der talentiertesten Winzerinnen Europas offenbaren uns ein paar persönliche Gedanken zu Wein, Leidenschaft und Genuss.
    Das ganze Interview findet ihr unter der Rubrik NEWS.

     

    Betty Bottle


    Kunterbunt

    Der Herbst gehört für mich zu den schönsten Jahreszeiten, weil jetzt die Natur die buntesten Kleider anzieht. Die Temperaturen werden moderater und ich finde es herrlich, wenn sich die Sonne am Morgen durch vereinzelte Nebelfelder schiebt und die kühle, frische Luft mit ihren Strahlen erwärmt. Im Weinberg herrscht eine ganz besondere Stimmung. Die reifen Trauben tragen die unterschiedlichsten Roben. Intensiv Gelb mit braunen Bäckchen hängt der Chasselas zwischen den Blättern der Reben, der Riesling-Sylvaner strotzt nur so von einem satten Hellgrün, der Pinot Gris zeigt sich als kompakte Traube in einem bräunlichen Violett und der Pinot Noir präsentiert sich mit intensiven Blautönen.

    Die Lese ist in vollem Gange, es ist die arbeitsreichste Zeit im Jahr eines Winzers. Das emsige Treiben im Weinberg wird untermalt von den Motorengeräuschen der Traktoren und dem Geplapper der Erntehelfer. Ich habe es immer geliebt, bei der Weinlese mit dabei zu sein. Schon von klein auf war ich mit von der Partie. Mit Kopftuch und Rebschere ausgestattet stand ich schon als Fünfjährige in den Reben und habe mit meinen Schwestern um die Wette geschnippelt, darum, wer als Erste den Eimer mit Trauben gefüllt hatte. Wir bewarfen uns gegenseitig mit faulen Beeren, haben Lieder gesungen und viel gelacht. Vor allem über die Witze, die man sich gegenseitig erzählt hat. Am besten war jedoch das Mitfahren auf dem kleinen Traktor, der gerade mal so breit war, dass er durch die Rebgasse passte. Auf der Motorhaube des selbigen haben wir uns, oft zu dritt, von unserem Vater chauffieren lassen. Das war ein Spass! Mit fortschreitendem Alter habe ich mich dann eher den Gesprächen untereinander gewidmet. Spannend dabei waren stets der neueste Klatsch und Tratsch, der vor allem von den Frauen verbreitet wurde. Ein Höhepunkt war jedoch immer das zünftige Vespern nach der Ernte, inmitten des Weinberges. Bierbänke- und Tische wurden aufgestellt und alle möglichen Wurst- und Käsesorten aufgetischt.  Dazu gab es ein leckeres Bauernbrot und zum Schluss selbstgebackenen Kuchen. Noch heute würde ich jedes Sterne-Menü für dieses urige Dinner stehen lassen. Als ich dann alt genug war, lies ich mir das eine oder andere Gläschen Wein dazu schmecken und ein kleines «Verrisserle» in Form eines selbstgebrannten Schnapses durfte ebenfalls nicht fehlen. Dementsprechend lustig verliefen dann der weitere Nachmittag und Abend. Teilweise waren wir so blau wie der Spätburgunder, den wir geerntet hatten…

    Wenn Sie einmal die Möglichkeit haben, dem Winzer Ihres Vertrauens bei der Ernte zu helfen, dann nutzen Sie die Gelegenheit. Es ist zwar ein anstrengendes und wenig rückenschonendes Unterfangen, aber Sie werden dieses Erlebnis ganz gewiss nicht vergessen. Und wenn man weiss, wieviel Mühe dahintersteckt, schmeckt der spätere Wein noch viel besser.

    Die Arbeit nach der Lese ist für den Weinbauern aber lange nicht zu Ende. Die Trauben werden in den Betrieb gefahren und durch die Abbeer-Maschine geschickt. Darin werden die Beeren von den Stielen getrennt und leicht gequetscht. Diese so genannte Maische wird dann in die Presse befördert, entweder mit der Pumpe oder je nach Bauweise des Kellergebäudes im «freien Fall». Hochmoderne Press-Systeme sorgen heute für eine schonende Saftgewinnung. Dem Most wird anschliessend Hefe zugefügt, damit die Vergärung zügig von statten gehen kann. Dies geschieht oft in temperaturgesteuerten Stahltanks. Nun wird der Winzer zum Kindergärtner, denn seine «Babys» wollen gehegt und gepflegt werden und stehen unter ständiger Kontrolle, damit aus dem Jungwein später eine stattliche Persönlichkeit wird. Das verlangt dem Kellermeister viel ab, denn viel Schlaf bekommt er in den kurzen Nächten nicht. Dunkle Ränder unter den Augen sind dann keine Seltenheit.

    Wenn Sie dem Team während der Lese über die Schulter schauen möchten, dann sind Sie herzlich in die Siebe Dupf eingeladen.

    Das farbenfrohe und facettenreiche Weinsortiment der Siebe Dupf können Sie an diversen Veranstaltungen kennen lernen. Die Basler Weinmesse öffnet vom 26. Oktober bis zum 3. November ihre Pforten. Lassen Sie sich dieses Event nicht entgehen und suchen Sie sich unter fachlicher Beratung Ihre Lieblingsweine aus. Bunt wird es auch an unseren Cocktail-Abenden, die ebenfalls im November in Liestal und Basel stattfinden. Dabei spielen Rum und Whisky die Hauptrolle.

    Verschiedene Wine & Dines, die wir zudem anbieten, werden Ihr Geniesser-Herz höherschlagen lassen. Vor allem die Burgunder aus Frankreich und die rassigen Weine aus Spanien stehen hier im Vordergrund. Alle Informationen finden Sie auf der Homepage unter der Rubrik «Anlässe».

    Pippi Langstrumpf war kulinarisch gesehen eher rustikal unterwegs. Spaghetti mit Würstchen ist nicht jedermanns Sache. In ihrer Villa Kunterbunt lebte sie nach dem Motto: «Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!»

    In diesem Sinne, leben Sie bunt

    Betty Bottle


    Pilz-Saison

    Der September läutet den Herbst ein und sorgt für zahlreiche kulinarische Genüsse. Neben Beeren, Kern- und Steinobst sind zu dieser Jahreszeit schmackhafte Vertreter aus der Fungi-Familie zu finden. Champignons, Steinpilze oder Pfifferlinge sind in jedem Laden und auf dem Markt zu haben und ehrlich gesagt auch die einzigen Sorten, die ich kenne. In Wald und Flur jedoch wachsen Exemplare, die exotische Namen wie z.B. Buckeltäubling, krause Glucke oder feinschuppiger Ritterling tragen und tatsächlich essbar sind. Liebend gerne würde ich einmal mit einem erfahrenen Sammler auf Tour gehen und die unterschiedlichen Arten kennen lernen. So eine Pilzwanderung ist bestimmt sehr spannend.

    Als Kind habe ich Pilze gehasst. Ich kann mich daran erinnern, dass meine Oma oft Champignons aus der Dose oder aus dem Glas verwendet hat. Bei dem Gedanken an die labberigen und weichen Dinger stellen sich mir noch heute die Nackenhaare. Einfach ekelhaft. Doch heute esse ich sehr gerne Pilzgerichte in unterschiedlichen Ausführungen. Ich liebe vor allem Semmelknödel mit Pilzragout. LECKER! Dazu lasse ich mir dann auch ein schönes Glas Wein schmecken, z.B. den Pinot Gris aus dem Jura von der Siebe Dupf Kellerei. Diese Kombination ist für mich genial. Selbstverständlich passen auch Rotweine zu Fungi & Co. Merlot und Pinot Noir sind für mich ganz hervorragende Begleiter. Diese Sorten unterstreichen den oft erdigen Geschmack der Pilze, vor allem, wenn die Weine im Holzfass ausgebaut wurden. Eine grosse Auswahl davon hat das Sortiment der Siebe Dupf ebenfalls zu bieten, vor allem die Monatsweine im September warten mit einem tollen Preis-Leistungsverhältnis auf Sie. Liebhaber von Rioja und Barolo kommen natürlich auch nicht zu kurz, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

    Es gibt jedoch Kombinationen, die Sie auf keinen Fall miteinander geniessen sollten. In einem Bericht habe ich vor Kurzem gelesen, dass es Pilze gibt, die in Verbindung mit Alkohol tatsächlich giftig werden und für unangenehme Beschwerden sorgen können. Der Graue Tintling und der Falten-Tintling sind solche Exemplare. Der Inhaltsstoff Coprin verursacht bei Alkoholgenuss vor oder nach der Mahlzeit vorübergehend Gesichtsröte, Hitzegefühl und kann zu Schwindel und Atemnot führen. Die Symptome können sogar dann auftreten, wenn man zwei oder drei Tage nach dem Verzehr Alkohol trinkt. Ich hoffe inständig, dass Sie diese Information nun nicht für ein nächstes Essen mit der unliebsamen Schwiegermutter oder dem verhassten Nachbarn nutzen…

    Vielleicht haben Sie schon einmal etwas von den so genannten Magic Mushrooms gehört. Das sind Psilocybinhaltige Pilze, die eine halluzinogene Wirkung haben. Verstehen Sie mich aber um Gottes Willen nicht falsch. Ich habe noch nie Erfahrungen mit dieser Spezies gemacht und werde es auch nie machen. Denn solch ein «Trip» kann ganz schön böse Folgen haben. Spätestens nach dem Lesen des Romans «die dunkle Seite des Mondes» von Martin Suter wissen Sie wovon ich spreche. Die Droge macht nämlich die Hauptfigur zum Mörder, weil sie zu Veränderungen der Persönlichkeit führt. (Das Buch wurde übrigens mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle verfilmt. Eine Information für alle, die nicht gerne Lesen und sich eher zu den Cineasten zählen.)

    Tun Sie mir den Gefallen und essen Sie nur Pilze, die Sie kennen oder die ein erfahrener Sammler für Sie gefunden hat. Und wie schon erwähnt, lassen Sie bitte die Finger von heimtückischen Tintlingen. Denn ein Glas Wein zu einem guten Pilzgericht gehört für mich einfach dazu. Aber geniessen Sie unbedingt in Massen, denn zu viel Alkohol kann auch zu Persönlichkeitsveränderungen führen, für peinliche Momente sorgen und im schlimmsten Fall einen Filmriss hervorrufen.

    Geben Sie dem «Kater» keine Chance

     

    Betty Bottle


    Hochprozentig

    Wandern gehört zu meinen Leidenschaften. Aus diesem Grund habe ich den Sommerurlaub auf Madeira verbracht. Die Insel des ewigen Frühlings bietet unzählige Wanderrouten mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen an. Man kann entlang der Levadas spazieren, das sind die schmalen Bewässerungskanäle, die sich über die ganze Insel ziehen. Dabei muss man hin und wieder durch die in den Felsen geschlagenen Tunnel gehen. Diese sind teilweise extrem dunkel und recht lang, was ziemlich gruselig sein kann. Vor allem, wenn sich der Begleiter einen Scherz erlaubt und es wahnsinnig lustig findet, den Höhlengeist zu spielen und einem furchtbar zu erschrecken!... Spektakuläre Aussichten gibt es an Wegen entlang der schroffen Küste und seine Kondition kann man im Gebirge testen, zum Beispiel bei einer Wanderung vom Pico do Arieiro (1818m) auf den Pico Ruivo (1862m). Madeira ist eine Reise wert und in nur wenigen Flugstunden zu erreichen. Jedoch kann die Landung auf der Insel recht ruppig werden, je nachdem wie die Windverhältnisse sind. Ich war extrem erleichtert, als der Pilot das Flugzeug unbeschadet auf der Piste absetzte. Mein Partner war es ebenfalls, jedoch eher aus dem Grund, dass ich endlich seine Hand losliess, die ich ihm vor lauter Angst fast zerdrückt hätte.

    Neben herrlichen Wanderrouten hat Madeira vor allem eines zu bieten: den aussergewöhnlichen Wein. Leider verwendet man Madeira-Wein oft nur zum Kochen und nimmt ihn zum Verfeinern von Saucen. Es gibt ihn aber auch in sehr hochwertigen Qualitäten die als Sercial, Verdelho, Terrantez, Bual, und Malmsey verkauft werden. In dieser Reihenfolge variiert auch der Restzuckergehalt von eher trocken zu üppig süss. Die typische Säure sorgt dafür, dass die Weine sehr frisch und alles andere als plump daherkommen.  Leider kann man nicht so viel von den eleganten Tropfen trinken, denn der Alkoholgehalt liegt mit 17-20 Vol.% recht hoch. Das liegt daran, dass die gärenden Moste mit Weinbrand gespritet werden und die Gärung dadurch gestoppt wird. Das sowie die sehr warme Lagerung bei Temperaturen bis zu 50 Grad Celsius sorgen dafür, dass Madeira extrem haltbar und lagerfähig ist. Bei einer Degustation durfte ich unter anderem einen Terrantez aus dem Jahr 1977 degustieren.  Das war ein grandioses Geschmackserlebnis.

    Wer nun aber glaubt, dass gespritete Weine nur etwas für den Winter und die kühleren Tage sind, der irrt sich gewaltig. Portwein, Vermouth und Co. kann man durchaus auch im Sommer geniessen. Und zwar in Form eines unkomplizierten Cocktails. Gerne verrate ich Ihnen meine Lieblingsrezepte. Für den Port Tonic brauchen Sie 5cl weissen Portwein (am besten den White Port von Butler Nephews & Co 10 Years) und 1 cl frischen Limettensaft. Beides geben Sie mit ein paar Eiswürfeln in ein grosses Weinglas. Dann füllen Sie je nach Geschmack mit Tonic Water auf, mein Favorit ist das dry Tonic von «Erasmus Bond». Um dem ganzen noch den gewissen Kick zu verleihen, gebe ich eine Limettenscheibe und einen Zweig frische Minze ins Glas, die ich zuvor mit der flachen Hand etwas «angeklatscht» habe.  Das öffnet die Poren der Blättchen und das volle Aroma kann sich entfalten. Port Tonic ist so simpel wie genial. Ich liebe es.

    Das zweite Rezept, worauf ich total abfahre, ergibt einen fruchtigen, leicht herben Longdrink. 5cl Vermouth de Belda werden mit 1cl Campari gemischt. Dazu kommen ein paar Eiswürfel, sowie ein Spritzer Orange Bitters. Aufgefüllt wird das Ganze nach Belieben mit Prosecco. Dieser prickelnde Gaumenschmeichler mit der leicht bitteren Note, ist sowas von spritzig und schmeckt sensationell.

    Alle Zutaten für diese kühlen Erfrischungen bekommen Sie selbstverständlich in der Siebe Dupf. Die Zubereitung ist wirklich ganz einfach, probieren Sie es aus, es lohnt sich. Und falls Sie auf den Geschmack gekommen sind, dann besuchen Sie unseren Cocktail-Workshop am 13. November 2019 in Basel und am Tag darauf in Liestal. Unter fachkundiger Anleitung mixen Sie, mit zur Verfügung gestelltem Equipment, die tollsten Kreationen aus Rum und Whisky. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung.

    Für mich ist es erstaunlich welche tollen Produkte, neben dem Wein, aus Trauben erzeugt werden können. Diese Vielfalt ist der Hammer und die hochprozentigen Trouvaillen haben mich zu 100% überzeugt.

    Betty Bottle


    Wenn einer eine Reise tut

    Vor kurzem habe ich mit Freunden einen Trip nach Italien gemacht. Das war ein Abenteuer. Die Reise begann verspätet, denn der Flieger konnte wegen eines Unwetters nicht starten. Nach einer zweistündigen Wartezeit hob die Maschine endlich ab. Die Vorfreude darauf, bald in Italien zu sein, wurde jedoch jäh geschmälert, denn aufgrund von starken Turbulenzen landete der auf Flughöhe servierte Kaffee auf meiner Hose und bald stellte sich heraus, dass das dazu gereichte Gipfeli leider nicht in meinem Magen bleiben wollte.  Ich musste Gebrauch von der kleinen Tüte machen, die sich in jedem Flieger in der Tasche des Vordersitzes befindet. Alle weiteren Details dazu erspare ich Ihnen. Lustigerweise stand auf der Tasche: „eine kleine Spende für wohltätige Zwecke“. Ich bezweifle, dass sich jemand über diesen Inhalt freut. Die Flugbegleiterin schaute mich nur mitleidig an, als sie mir das «Säckli» abnahm.

    Endlich in Florenz angekommen, ging es mit der Pechsträhne weiter. Der gemietete SUV entpuppte sich aufgrund eines Buchungsfehlers als Fiat 500. Leider stand kein anderes Fahrzeug mehr zur Verfügung. Wir bekamen zwar einen sehr guten Preisnachlass, der etwas entschädigte, aber sind Sie schon einmal zu fünft in einem Kleinwagen unterwegs gewesen? Das ist alles andere als lustig.

    Zum Glück war unsere erste Station nicht allzu weit von Florenz entfernt. Das über tausend Jahre alte Schloss Vicchiomaggio in Greve, ist einer der schönsten Landsitze der Toskana. Es thront auf einem Hügel, umgeben von Weinbergen. Hier genossen wir die wunderbare Aussicht und selbstverständlich die herrlichen Chiantis, die aus der Rebsorte Sangiovese gekeltert werden. Nach einem wunderbaren Essen und nicht mehr ganz nüchtern, fielen wir abends todmüde in unsere Betten. Gut, dass das Anwesen über ein Hotel verfügt.

    Am nächsten Morgen wurden  wir von einem Mitarbeiter der Autovermietung überrascht, der uns den SUV brachte, den wir eigentlich gebucht hatten. So stand einer bequemen Weiterreise nichts mehr im Wege, die uns nach Montalcino führte. Mit grosser Begeisterung probierten wir die Weine von Mario Bollag, einem gebürtigen Basler, der das Weingut Terralsole führt. Wir fühlten uns auf dem romantisch gelegenen Anwesen sehr wohl. Zum Schluss unserer Expedition fuhren wir weiter in den Süden, in die Maremma. Dort degustierten wir auf dem Weingut Poggio Cagnano, bei Alessandro Gobbetti, unter anderem die autochthone Rebsorte Ciliegiolo, die im Blend mit Sangiovese einen hervorragenden Wein namens Selvoso ergibt. Das hofeigene Olivenöl rundete die hervorragende Melanzane ab, die wir geniessen durften.

    Auch wenn zu Beginn unserer Reise nicht alles ganz glatt lief, verbrachten wir schlussendlich unvergessliche Tage in einer der schönsten Weinregionen Italiens. Wenn sie jedoch nicht selber so eine Exkursion planen möchten, dann gebe ich Ihnen folgenden Tipp: schliessen Sie sich einer organisierten Gruppe an. Auch die Siebe Dupf unternimmt spezielle Fahrten für ihre Kunden, letztes Jahr führte der Weg ins Piemont. Neben den fachlichen Themen kommt auch der Spassfaktor nicht zu kurz, dafür sorgen die kompetenten und humorvollen Reiseleiter.

    Und was das Tolle ist: im Gegensatz zu einem Flugzeug fährt ein Reisebus in jedem Fall pünktlich los, auch wenn ein Unwetter droht. Falls Ihnen bei den gereichten Snacks im Car übel werden sollte, dann können Sie jederzeit aufstehen und ganz diskret die Toilette benutzen.

    Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele unvergessliche Momente.

    Betty Bottle

    Betty Bottle


    Alles Bio

    Hand aufs Herz. Kennen Sie sich in dem Wirrwarr von verschiedenen Bio-Labels noch aus? Bio Suisse, Demeter oder Naturaplan sind Logos, die recht vertrauenswürdig sind, aber bei den vielen anderen Labels diverser Discounter und Supermärkte bin ich etwas skeptisch. Die Vielfalt überfordert mich und oft werde ich das Gefühl nicht los, dass die meisten Etiketten mehr versprechen, als sie tatsächlich halten und ich frage mich, ob man diese Produkte mit gutem Gewissen kaufen kann. Grundsätzlich finde ich es prima, wenn auf synthetische Düngemittel, Fungizide, Pestizide und Herbizide verzichtet wird. Was mich jedoch stört ist, dass oft Arbeitsbedingungen, Transportwege oder das Verschwenden von Ressourcen nicht in die Kriterien für die Zertifizierung mit einfliessen. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind mir sehr wichtig, jedoch lasse ich mich nicht von jedem «Pseudo-Label» in die Irre führen. Manchmal muss man mit gesundem Menschenverstand an die Sache heran gehen. Denn eine Peperoni aus Übersee, versehen mit einem Bio-Zeichen, ist für mich alles andere als umweltfreundlich, wenn man den langen Weg bedenkt, den sie zurückgelegt hat. Deshalb kaufe ich mein Obst und Gemüse gerne beim Bauern im Nachbarort. Dieser baut zwar nicht alles nach Bio-Richtlinien an, aber die kurzen Transportwege und die Tatsache, dass die Produkte aus der Region kommen und in unmittelbarer Nähe wachsen, ist für mich genauso viel wert.

    Zahlreiche Winzer arbeiten umweltschonend und biologisch oder praktizieren sogar bio-dynamischen Weinbau. Dies ist eine Methode, die auf den Grundsätzen des Philosophen Rudolf Steiner basiert und eine ganzheitliche, anthroposophisch orientierte Landwirtschaft beinhaltet. Manche Ansätze sind sehr spirituell und irrational und teilweise schwer zu begreifen, denn der Anbau wird zusätzlich zu den biologischen Richtlinien, nach kosmischen Kreisläufen und Mondphasen betrieben. So wird unter anderem in der Morgendämmerung Hornkiesel, das ist ein Gesteinsmehl aus Bergkristall, in Wasser eingerührt. Dies muss jedoch nach einem bestimmten «Ritual» erfolgen, nämlich abwechselnd nach links und rechts, gegen den entstehenden Strudel, um das Gemisch zu «dynamisieren». Die Flüssigkeit wird dann im Weinberg, noch vor Tagesanbruch versprüht, um die Reben zu stärken. Die Stärkung der Pflanzen und des Bodens ist essentiell, bei der Biodynamie. Dazu werden auch Präparate, die oft aus Efeu, Baldrian, Brennnessel oder Kamille hergestellt sind, ausgebracht. Die Wirkung wird dadurch intensiviert, dass spezielle Planeten-Konstellationen berücksichtigt werden, z. B. die Mond-Saturn-Opposition, um Kräfte zu bündeln. Zugegeben, da ist schon viel Idealismus von Nöten, wenn man diese Form von Weinbau betreibt. Erstaunlicherweise funktioniert dieser «Hokuspokus» jedoch, von dem ich mich selbst, bei Besuchen von diversen Betrieben, überzeugen konnte.

    Viele umweltbewusste Konsumenten gehen einen Schritt weiter und haben sich für eine vegane Lebensweise entschieden. Sie verzichten komplett auf tierische Produkte. Das ist ja grundsätzlich nicht verkehrt, ich selbst habe auch schon mehrere Jahre vegan gelebt. Wobei ich das nur auf die Lebensmittel bezogen habe und nicht auf meine Kleidung oder Dinge des Alltags. Mittlerweile würde ich mich als «Flexitarier» bezeichnen. Ich esse was mir schmeckt, hin und wieder auch Fleisch und Fisch aber hauptsächlich koche ich vegetarisch. Die «vegane Welle» ist mittlerweile auch auf den Wein übergeschwappt. Viele Weinbaubetriebe weltweit machen diesen «Trend» mit. Auch die Siebe Dupf produziert ihre Weine vegan und verzichtet auf tierische Produkte bei der Weinbereitung. Dazu gehören z.B. Hühnereiweiss oder Gelatine, die dazu dienen, den Wein zu klären und Trübungen zu vermeiden. Aber jetzt mal ehrlich. Genau genommen, kann man gar keinen 100% igen veganen Wein herstellen, denn bei der Weinlese ist es kaum zu vermeiden, dass sich das eine oder andere Insekt oder kleine Tierchen in den Eimer und später in die Presse verirrt…

    Jedem Weingeniesser ist es selbst überlassen, ober er nun herkömmlich produzierten oder biologisch erzeugten Wein konsumiert. Die Siebe Dupf hat sehr viele Winzer und Weingüter im Sortiment, die biologischen oder sogar bio-dynamischen Weinbau betreiben. Die Domaine La Colombe aus dem Waadtland, das Weingut Terralsole aus der Toscana, Gruber-Röschitz aus dem österreichischen Weinviertel oder Franz-Josef Eifel von der Mosel, sind nur einige Beispiele.

    Egal für welchen Wein Sie sich entscheiden, ich wünsche Ihnen, dass beim Genuss alles im grünen Bereich liegt.

     

    Betty Bottle


    Blaue und Rosa Periode

    Wie viele andere Arbeitnehmer auch, nutze ich täglich die öffentlichen Verkehrsmittel, um zur Arbeit zu kommen. Dabei verzichte ich immer öfter auf das Tram und gehe die paar Stationen vom Bahnhof bis zum Geschäft zu Fuss. Ungefähr 15 Minuten brauche ich dafür und es tut gut, sich wenigstens morgens und abends etwas zu bewegen.

    Jetzt im Frühling ist dieser Spaziergang besonders schön, denn fast überall blühen Sträucher, Bäume und Blumen. Mir ist aufgefallen, dass zwei Farben bei den Frühlingsblühern dominieren. Blau- und Rosa. Von Violett bis zu sattem Pink ist alles dabei. Und neben den Farben spricht vor allem der betörende Duft der unterschiedlichen Pflanzen die Sinne an. Wer weiss, vielleicht hat sich Picasso von dieser Farbenpracht ebenfalls inspirieren lassen, als Anfang des 19. Jahrhunderts in Frankreich und Spanien seine Werke der Blauen und Rosa Periode entstanden sind.

    Rosé-Weine aus selbigen Ländern hat auch die Siebe Dupf im Sortiment. Im Frühling und Sommer bin ich ein absoluter Fan von dieser «Wein-Art». Eine Kunst im wahrsten Sinne des Wortes, die aus blauen Trauben entsteht. Pinot Noir, Syrah, Grenache und Cinsault werden hauptsächlich in Frankreich dafür verwendet; Garnacha, Merlot oder Mantonegro sind in Spanien und Mallorca sehr beliebt. Mischt man die Farben Rot und Blau, so entsteht Violett. Beim Rosé Wein ist das etwas komplizierter. Hier kann man nicht einfach Weisswein mit Rotwein vermählen, um zu einem Ergebnis zu kommen.  Eine weit verbreitete Methode ist die so genannte «Hülsenmaischung». Die Trauben werden abgebeert und die so entstandene Maische wird über einen längeren Zeitraum gekühlt stehen gelassen. Dabei wird ein Teil der Farbstoffe aus den Schalen extrahiert. Nach dieser Standzeit wird die Maische abgepresst und der Jungwein wird vergoren und ausgebaut. Wird ein Rosé nach dem Saignée-Verfahren hergestellt, bleiben die ganzen Trauben gekühlt im Maischegärtank, der für die Rotweinbereitung verwendet wird, für ca. 24 Stunden liegen.  Alleine durch ihr Eigengewicht beginnen die Trauben zu «bluten», was in Französisch «saigner» bedeutet. Der so entstehende, meist hell rosarote Saft wird abgezogen und ebenfalls wie ein Weisswein vinifiziert. Et Voilà, in beiden Fällen ist der Rosé-Wein geboren.

    Probieren Sie unbedingt den «Triennes Rosé» aus der Provence und den «Rosat» von der Frühlingsinsel Mallorca. Das jüngste Mitglied im «Pink-Lady-Clan» ist der «Latido de Sara» Rosé aus Navarra. Latido bedeutet so viel wie Herzschlag. Das klingt doch vielversprechend und wird Ihren Puls sicher in die Höhe treiben. Alle drei Weine machen richtig viel Spass und stehen für unkomplizierten Trinkgenuss. Selbstverständlich gibt es auch im Baselbiet pinkfarbenen Wein. Der Cuvée d’Or Rosé oder der Pinot Noir Rosé sind zwei weitere süffige Vertreter ihrer Gattung. Und wer es gerne prickelnd mag, kommt mit dem Daldin Prosecco Rosé oder dem Mandois Champagne Rosé Brut ganz auf seine Kosten.

    Egal für welche Sorte Sie sich entscheiden, alle haben eines gemeinsam: Im Vordergrund stehen herrliche Aromen von Erd- und Himbeeren und der Alkohol ist eher moderat. Aber Vorsicht, auch Rosé kann im Übermass «Blau» machen!

    Lassen Sie Ihrer Kreativität und Ihrem Geschmack freien Lauf und bringen Sie farbenfrohe Kreationen ins Glas, anstatt auf die Leinwand. Hierzu müssen Sie einfach den Pinsel gegen einen Zapfenzieher austauschen. Wobei Sie diesen heutzutage gar nicht mehr brauchen, weil die meisten Flaschen mit einem Schraubdeckel verschlossen sind.  Entwerfen Sie Ihre persönliche «Rosa Periode», die weit weniger kostspielig ist, als ein Gemälde von Picasso und zudem nicht nur für die Augen, sondern auch für Nase und Zunge gemacht ist.

    Ich finde, in dieser Hinsicht darf man alles durch die rosarote Brille sehen

    Betty Bottle


    Schlaraffenland

    Jedes Jahr im März triff sich die Weinbranche auf der weltgrössten Weinmesse, der Prowein in Düsseldorf. Weinproduzenten und Winzergenossenschaften stellen die aktuellen Jahrgänge, Produktlinien und Neuheiten vor. Weinhändler und Gastronomen besuchen ihre Lieferanten um bestehende Geschäftsbeziehungen zu pflegen oder neue zu knüpfen. An unzähligen Rahmenveranstaltungen und Verkostungen kann man probieren, Aussergewöhnliches entdecken und sich weiterbilden. Es gibt zudem Anbieter von Geschenk- und Versandverpackungen, Gläser und Weinzubehör sowie Spirituosen. Ein Schlaraffenland für jeden, der in der Branche arbeitet oder sich intensiv mit Wein beschäftigt. Doch in den 3 Tagen, in denen die Messe stattfindet, ist es schier unmöglich, alles zu sehen und kennen zu lernen.

    Es bedarf einiger Vorbereitungen, wenn man die Messe besuchen will. Zuerst muss man sich als Fachbesucher registrieren lassen und vorab online einen Anmeldebogen ausfüllen, damit man überhaupt Eintrittskarten bekommt. Es hat etwas Elitäres und ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig, als ich dieses Jahr die Möglichkeit bekommen habe, die Messe mit einer kleinen Gruppe von weinbegeisterten Leuten zu besuchen.  Aber wer nun meint, dass das voll «easy» und «supercool» ist, der hat sich getäuscht.  Sie glauben gar nicht wie anstrengend es sein kann, bereits um 9 Uhr morgens vergorenen Traubensaft zu degustieren. Zuerst muss man den Gaumen mehrmals spülen um den Zahnpasta-Geschmack zu eliminieren.  Dann trinkt man sich von Anbieter zu Anbieter, durch verschiedene Länder und Regionen und durch sämtliche Weinstile. Das ist nur etwas für den geübten Gaumen und auch das Ausspucken der unterschiedlichen Getränke will gelernt sein. Zugegeben es sieht nicht immer «elegant» aus, wenn man die zur Verfügung stehenden Spucknäpfe benutzt, aber es ist absolut sinnvoll, wenn man abends die Hallen einigermassen nüchtern verlassen möchte. Zum kleinen Einmaleins gehört es auch, genug Wasser zu trinken und zwischendurch etwas zu essen und vor allem bequeme Schuhe zu tragen. Denn am Ende eines Degustations-Marathons hat man gefühlt 42 Kilometer zurückgelegt.

    Für mich war es interessant zu sehen, was alles angeboten wird und welche Weinbauländer mittlerweile auf dem hart umkämpften Markt mitmischen. Aserbaidschan, Brasilien und Südengland sind mittlerweile keine Exoten mehr. Ich habe leider festgestellt, dass glitzernde Flaschen, ausgefallene Verpackungen und bunte Etiketten oft über die minderwertige Qualität des Inhalts hinwegtäuschen. Für mich ist ausserdem eine Welt zusammen-gebrochen, als ich gesüssten Weisswein mit zugesetztem Vanille-Aroma und in der gleichen Linie süssen Rotwein mit Kaffee- oder Schokolade-Geschmack entdeckt habe. Aus reiner Neugier habe ich das «Gesöff» probiert und habe meine Tat sofort bereut. Stellen sie sich das schlimmste vor, was sie je getrunken haben und multiplizieren sie es mal hundert. Dann können Sie ansatzweise nachvollziehen, wie das Zeug geschmeckt hat. Der Slogan des Anbieters: «verführt die Sinne gleich doppelt!» war für mich blanker Hohn. Das einzige was bei mir angeregt wurde war der Brechreiz.

    Ich habe nichts dagegen, wenn man kleine «Schönheits-Korrekturen» an einem Wein mit Hilfe von kellertechnischen Verfahren oder Ähnlichem durchführt. Aber das Aromatisieren von Wein gleicht für mich eher der Geschichte von Frankenstein, der einen künstlichen Menschen erschaffen hat.

    Für all diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben nach Düsseldorf an die Prowein zu reisen, gibt es tolle Alternativen. Kommen Sie Mitte April zum «Basler Wymärt» in die alte Markthalle beim SBB oder besuchen Sie am ersten Maiwochenende das «Weinfestival» in der Siebe Dupf Kellerei in Liestal. Auf kleinem Raum können Sie Weine von der ganzen Welt degustieren und sich im tollen Ambiente wie im Schlaraffenland fühlen.

    Lassen Sie sich verführen

     

    Betty Bottle


    Alles verkehrt!

    Das Jahr 2019 ist gerade mal ein paar Wochen alt und ich stelle fest, dass schon ziemlich viel verkehrt läuft. Im Januar hat man bereits Störche gesehen, die eigentlich noch gar nicht aus dem Winterurlaub aus Afrika zurück sein sollten. Der Februar hat sich passend zur Fasnacht als Frühling verkleidet und bescherte uns knappe 20 Grad plus. Eisdielen öffneten bereits vor Saisonstart, weil die Nachfrage abrupt anstieg und alle ganz heiss auf kühles Glace waren. Das ist doch konfus!

    Im März sind alle im Fasnachts-Fieber. Innerhalb weniger Tage darf man ganz offiziell durchdrehen, verrücktspielen und närrisch sein. Die Basler feiern «die drey schenschte Dääg», wo es statt Konfetti «Räppli» regnet und man sich nicht die Maske, sondern die «Larve» aufsetzt. In Liestal wird beim «Chienbäse» so richtig eingeheizt und auch in vielen anderen Gemeinden werden spezielle Bräuche gepflegt. Ich liebe das besondere Flair zwischen all den verkleideten Menschen. Zudem bringen mich die Rhythmen der Guggen-Musiken und Cliquen so richtig in Schwung. Leider kommt es auch vor, dass man sich das eine oder andere Gläschen über den Durst genehmigt. Dann merke ich, dass ich nicht mehr so alkoholresistent bin wie früher. Ich bin schon oft am Morgen nach einer durchzechten Nacht aufgrund meines Spiegelbildes erschrocken und da hatte ich keine Hexen-Maske mehr auf… 

    Auch beim Wein läuft es hin und wieder verkehrt. Soll mal einer verstehen, warum der Gutedel nur im Markgräflerland und im Baselbiet so heisst und er in anderen Regionen als Fendant oder Chasselas verkauft wird. Und um alles noch verwirrender zu gestalten, handelt es sich bei einem Epesses, St. Saphorin oder Dézaley auch um selbige Rebsorte. Der Zinfandel heisst in Apulien Primitivo und der Syrah wird in Übersee Shiraz genannt. Ich könnte noch hunderte solcher Beispiele nennen. Ich dachte immer, die Beziehung zwischen Mann und Frau wäre kompliziert, aber die Weinwelt ist da noch viel schlimmer. Ich versuche schon seit Jahren Licht ins Dunkel der Weinbranche zu bringen und bilde mich ständig weiter, durch Seminare und das Lesen von Fachzeitschriften. Es ist ein ständiger Lernprozess. Aber im Gegensatz zu meiner Schulzeit, fällt mir das Recherchieren und Lernen viel leichter, weil es mir einfach riesigen Spass macht. Kaum ein anderes Metier ist so vielschichtig und facettenreich wie Wein.

    Am liebsten vertiefe ich meine Kenntnisse in der Weinansprache. Die Vokabeln sind die differenzierten Aromen und am besten übt man, indem man ganz viel trinkt, probiert und degustiert. Ist das nicht klasse? Für mich die genussreichste Fremdsprache auf Erden. Zugegeben, es ist nicht ganz einfach, die Düfte im Wein in Worte zu fassen, denn der Teil des Gehirns, der für das Riechen zuständig ist, ist schlecht verknüpft mit dem Teil, der das Sprachzentrum beherbergt. Aber wie gesagt, das kann man alles lernen. Auch die Siebe Dupf bietet Seminare auf diesem Gebiet an und die Basis Weinkurse, die von geschulten Sommeliers durchgeführt werden, bieten ebenfalls eine tolle Plattform, um sich die Welt des Weines zu verinnerlichen. Schauen Sie sich die Angebote auf der Siebe Dupf Homepage an und melden Sie sich bei Interesse an. Es wird auch Ihnen bestimmt viel Spass machen.

    Den «Fasnächtlern» unter Ihnen wünsche ich eine tolle Fasnacht und viel Zeit zum Regenerieren nach dem «wilden Treiben». Denjenigen unter Ihnen, die der fünften Jahreszeit bewusst entfliehen, wünsche ich ruhige, entspannte Tage. Grundsätzlich möchte ich aber allen folgendes mit auf den Weg geben: Bewahren Sie ein Stück Ihrer Verrücktheit und seien Sie hin und wieder etwas «verkehrt».

    Ihre Betty Bottle



    Betty Bottle

    Das höchste der Gefühle

    Die 5 Sinne des Menschen sind: SEHEN, HÖREN, RIECHEN, SCHMECKEN, FÜHLEN. Es gibt viele Situationen, wo alle zusammenspielen. Einige davon sind vielleicht nicht ganz jugendfrei, also verkneife ich mir eine detaillierte Beschreibung. Aber an diesem für mich schönsten Moment, lasse ich Sie gerne teilhaben: das Degustieren und Geniessen von Wein!

    Wenn ich genug Zeit habe und es mir zu Hause gemütlich mache, zelebriere ich das regelrecht.
    Es beginnt mit dem Aussuchen der Flasche im Keller. Ich stehe total auf schöne Etiketten. Dann fahre ich zuerst mit den Fingern über das Label und finde es toll, wenn die Schrift darauf erhaben ist, Rillen oder Furchen vorhanden sind und sich das Papier gut anfühlt. So manche Bouteille hat sogar ein Siegel oder Ornament in den Flaschenhals eingebrannt, was wiederum mein «Haptiker-Herz» höherschlagen lässt.  Im Weinkeller akzeptiere ich sogar Staub und es macht mir nichts aus, wenn die Hände etwas schmutzig werden. Ehrfürchtig trage ich dann die Flasche in die Wohnung und dort geht das Prozedere weiter. Das Ohr ist jedes Mal entzückt, wenn der Korken mit einem «PLOPP» aus der Flasche gleitet oder der Schraubdeckel mit einem Knacken geöffnet wird. Die Pupillen weiten sich, wenn ein leuchtendes Rot beim Einschenken erscheint oder sich, je nach Alkoholgehalt, zähflüssige Kirchenfenster am Glasrand bilden.

    Man schätzt, dass 70% aller Informationen über das Auge wahrgenommen werden und bei einer ersten Begegnung ist der Blickkontakt entscheidend. bereits in den ersten Sekunden weiss man, ob man das Gegenüber sympathisch findet oder nicht. Beim Genuss von Wein verliebe ich mich ständig. Egal welche Farbe oder Nation, ich bin sehr schnell begeistert.
    Rund 30 Millionen Riechzellen sorgen dafür, dass wir all die wunderbaren Aromen wahrnehmen können, die im Wein vorhanden sind. Diese reichen von fruchtig über würzig, bis hin zu vegetal und herbal. Leider kann ein Wein auch übel riechen, z.B. wenn das «Trichloranisol» zuschlägt. Auch bekannt als «Korkfehler». Aber in den meisten Fällen erfreut man sich am Duft eines Weines. Wenn mich ein guter Tropfen in seinen Bann gezogen hat, kann ich eine gefühlte Ewigkeit an ihm schnüffeln, bevor das Verlangen dann doch zu gross wird und ich unbedingt den ersten Schluck probieren muss. Die Zunge ist im Gegensatz zur Nase eine echte Lachnummer. Sie kann nämlich nur 5 unterschiedliche Geschmäcker wahrnehmen. SÜSS, SAUER, SALZIG, BITTER und UMAMI (fleischig). Erst das Zusammenspiel von Geschmack und Duft macht den Genuss von Wein zu einem Erlebnis. Wenn das Getränk den Gaumen küsst und sanft die Kehle herunterläuft bin ich Feuer und Flamme. Dann schwebe ich im siebten Himmel. Es sei denn, man ist furchtbar erkältet oder man hat eine Nasenscheidewand-OP hinter sich gebracht. Beides ist wirklich nicht angenehm und es ist absolut schrecklich, wenn man weder riechen noch schmecken kann.

    Ich musste diese Erfahrung vor Kurzem selber machen und ich hatte wirklich extreme Angst, dass mein Riechkolben nach der Operation nicht mehr funktionstüchtig ist. Es wäre undenkbar gewesen, wenn ich meiner Passion nicht mehr hätte nachgehen können. Ich hatte ernsthaft überlegt, welche Alternativen es für mich beruflich geben würde und es ist mir nichts eingefallen.  Aber Gott sei Dank ist meine Nase nun wieder 100% einsatzfähig und heimliches «Pupsen» in meiner Umgebung ist nun nicht mehr möglich. Auch der kleinste Weinfehler wird in Zukunft keine Chance mehr haben, denn ich werde ihn in Sherlock Holmes-Manier olfaktorisch aufdecken.

    Das höchste der Gefühle ist und bleibt für mich ein gutes Glas Wein, welches ich mit allen Sinnen geniessen kann. Sei es alleine oder in schöner Gesellschaft. Es macht mich glücklich und ist ein Teil meiner Lebensqualität. Und ich trinke immer nach dem Motto: «Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.»

    Bleiben Sie lebensfroh

     
    Betty Bottle

    Neues Spiel, neues Glück

    Es ist erstaunlich, dass die meisten von uns an Silvester mit einem Schaumwein anstossen, sogar diejenigen, die sonst nie einen Tropfen Prosecco und Co anrühren. Vermutlich gibt es zwei Theorien dafür: Die einen wollen mit den tanzenden Perlen im Glas schwungvoll ins neue Jahr starten und die anderen trinken den «Chlöpfmoscht» aus dem Grund, weil das zurückliegende Jahr alles andere als prickelnd war. Ich wünsche mir von Herzen, dass Sie sich zu den Erstgenannten zählen.

    Verrückt, wie schnell so ein Jahr vorbei ist und was in 365 Tagen alles passieren kann. Ich habe 2018 Revue passieren lassen und stelle fest, dass es für mich ein tolles Jahr gewesen ist, beruflich wie privat. Es sind so viele schöne Dinge passiert, unter anderem wurde der «Bottle Clan» um ein neues Familienmitglied reicher.

    Wir Winzer mischen die Karten Anfang des Jahres wieder neu und das Glücksspiel kann beginnen. Wie wird die Vegetation 2019 verlaufen? Auf welche Wetterkapriolen und «Plagegeister» im Weinberg müssen wir uns gefasst machen und wie vielen Herausforderungen müssen wir uns erneut stellen? Der Beruf des Winzers gleicht oft einem «Russisch Roulette». Monate können ohne grosse Komplikationen vergehen, und dann «BUMM!!!!» können ein Unwetter oder sonstige Ereignisse die ganze harte Arbeit zunichtemachen. Aber ich möchte den Teufel mal nicht an die Wand malen.

    Fakt ist, dass schon im Januar die Reben auf eine Fruchtrute zurückgeschnitten werden müssen. Das geschieht heutzutage meist mit elektrischen oder pneumatischen Scheren, was eine enorme Arbeitserleichterung darstellt. Aber Vorsicht! Solch ein Werkzeug macht keinen Unterschied, ob es sich um Holz oder die Finger des Winzers handelt. Etliche Horrorgeschichten kursieren zu diesem Thema und in meiner Ausbildung haben wir sogar von einer abgeschnittenen Nase gehört. Ich halte das jedoch für ein Gerücht. Obwohl, wenn der Winzer aufgrund der Kälte den einen oder anderen Schnaps zum Aufwärmen zu viel getrunken hat, dann wäre es durchaus möglich. Der Rebschnitt ist bereits die erste Ertragsregulierung und dabei wird der Grundstein für die Ernte im Herbst gelegt. Denn Wein zu erzeugen bedeutet viel mehr, als nur einfach darauf zu warten bis man die reifen Trauben Ende September lesen darf. Vielen ist das leider nicht bewusst. Und eine gute Flasche Wein darf, aufgrund der Arbeit die darin steckt, auch etwas kosten. Es versteht sich von selbst, dass man nicht viel Qualität erwarten darf, wenn der «Siebendezi» weniger als 5 Franken kostet. Dann frage ich mich was davon für den Winzer übrigbleibt, wenn man die Kosten für Glas, Etikett und Verschluss auch noch abzieht. Und dass man teilweise Wein im Tetra-Pack kaufen kann, macht mich wirklich wütend. Ich interessiere mich sehr dafür, wie Lebens- und Genussmittel produziert werden und achte beim Kauf auf saisonale und regionale Produkte. Natürlich weiss ich, dass auf der ganzen Welt Wein hergestellt wird und jedes Gebiet seine ganz eigenen Spezialitäten hat, die ich hin und wieder auch sehr gerne trinke. Aber gerade die Weine aus der Schweiz und im Besonderen die Baselbieter Tropfen, sind wahnsinnig vielschichtig und facettenreich und ich finde, dass man hier ruhig ein wenig mehr Patriotismus zeigen kann.

    2019 werden wir Sie wieder mit zahlreichen Veranstaltungen und Seminaren rund um das Thema Wein verwöhnen. Kommen Sie vorbei, wir freuen uns schon heute riesig auf Sie.

     
    Betty Bottle

    Oh du fröhliche          


    Weihnachtszeit. Jedes Jahr aufs Neue frage ich mich, warum die Adventszeit und vor allem Weihnachten immer so furchtbar kalorienreich sein muss. Das ganze Jahr über verzichtet man auf die meisten Köstlichkeiten, macht LOW CARB und LOW FAT, verkneift sich Zucker und Süsses, nur um sich dann im Dezember wie ein Drogensüchtiger auf all die feinen Leckereien zu stürzen, die man 11 Monate zuvor vermieden hat. Das ist doch paradox.

    Ich bin mir sicher, dass die Lebensmittelindustrie und die Fitness-Branche ein abgekartetes Spiel mit uns allen treiben. Zuerst futtern wir uns zum Ende des Jahres die üppige     «Rubens-Figur» an, die wir dann aufgrund von guten Vorsätzen im «Gym» wieder abtrainieren müssen. Dieser DEAL ist doch wirklich unverschämt und wir alle sind die Leidtragenden…

    ABER es schmeckt einfach zu gut und das Leben ist zu kurz, um das alles zu boykottieren.  Ich werde auch in diesem Jahr «Tonnen» von Weihnachtsgebäck zu mir nehmen, mir den Bauch mit Fondue und Raclette vollschlagen und an den vielen Weihnachtsmärkten die eine oder andere Tasse Glühwein trinken. Ich stehe total auf heissen, gewürzten Wein. Mittlerweile kann man diesen schon fixfertig kaufen. Vor allem der «Hypokras» von der Siebe Dupf Kellerei ist der Hammer. Gerade für faule Leute wie mich ist das sehr praktisch, denn man muss ihn nur erwärmen und kann sofort geniessen. Probieren Sie es am besten gleich selber aus.

    Was für mich ein absolutes MUSS ist, ist der Adventskalender. Obwohl ich in der Kindheit einmal schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Das lag aber nicht am Kalender selber, sondern an meiner Ungeduld. Ich dachte es geht viel zu lange, wenn ich jeden Tag nur ein Türchen öffnen darf und ich hatte wirklich Angst, dass die Schokolade hinter selbigen schlecht werden könnte. So erfreute ich mich innerhalb 24 Stunden an den Glocken, Schneemännern, Sternen, Schafen und allerlei anderem Getier aus «braunem Gold». 
    Mir war nach dieser «Fressattacke» sowas von schlecht und meine Mutter wusste aufgrund meines Schoki verschmierten Gesichts sofort, was Sache war. Ich konnte gefühlt eine Woche nicht mehr auf Toilette, weil die Unmengen an Kakao und Zucker für eine üble Verstopfung gesorgt hatten!

    Ab dem 1. Dezember öffnet auch die Siebe Dupf jeden Tag ein Türchen im üppig gefüllten Adventskalender. Lassen Sie sich von tollen Geschenken und Angeboten überraschen und besuchen Sie täglich unsere Homepage oder kommen Sie in den Läden in Liestal und Basel vorbei. Ganz bestimmt ist irgendwo etwas versteckt, was Ihrem Geschmack entspricht.

    Bis zum Ende des Jahres werde ich mich in einen kleinen Winterschlaf begeben, um neue Energie und viele Ideen für weitere Geschichten zu sammeln. Ich wünsche Ihnen ein tolles Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich freue mich darauf, Sie mit viel Schwung und Elan im 2019 wieder begrüssen zu dürfen.

    Allzeit ein gutes Glas Wein wünscht

    Betty Bottle

    Mordfälle          

    Zurzeit lese ich an einem sehr spannenden Thriller. Eine FBI Agentin ermittelt in einem Serienmord und wird dabei selbst entführt. Das Buch ist recht blutrünstig und furchteinflössend. Teilweise ist es so heftig, dass ich gar nicht mehr einschlafen kann und mich das kleinste Geräusch in der Wohnung aufschrecken lässt. Und wenn mich der Schlaf dann doch überkommt, werde ich von schlimmen Träumen heimgesucht. Kaum vorstellbar, dass manche Geschichten auf Tatsachen beruhen. Brrrrr da läuft es mir kalt den Rücken hinunter…

    Obwohl die Gefahr besteht, dass nach diesem Artikel die Polizei vor meiner Haustüre steht, möchte ich Ihnen ein dunkles Geheimnis anvertrauen. Auch ich wurde schon zum Mörder. Mehrmals. Zuletzt vor 2 Wochen. Ich bin zum Essen eingeladen gewesen und habe dem Gastgeber angeboten, die Weine zu den einzelnen Gängen mitzubringen. Zum Hauptgang, einem Rehpfeffer mit Haselnuss-Spätzle und Rotkraut, habe ich einen wunderbaren Rotwein aus Portugal aus dem Jahr 2009 kredenzt. Der Wein aus dem Douro-Tal passte hervorragend. Da ein Gast kein Fan von Rotwein war, habe ich einen 2011er Meursault aufgetischt. Ich liebe diese Art von Weinen und war der Meinung, dass dieser Tropfen ganz gut passen könnte. Ich stellte mir einen weichen, runden und cremigen Wein mit einer ausgewogenen Säure vor, der den Geschmack des Wildfleisches perfekt unterstreichen würde. Nach dem Öffnen und degustieren des Weines wurde mir sofort bewusst, dass ich gerade zum «Kinds-Mörder» geworden war. Ich war geschockt, perplex und am Boden zerstört und konnte es kaum fassen, dass ich mich schon wieder strafbar gemacht hatte.

    Ich hatte einen wundervollen Wein seines Lebens beraubt und nahm ihm die Chance, sich perfekt zu entwickeln. Ich war wieder einmal getrieben von den bösen Geistern der Ungeduld. Gewaltsam habe ich das Herz des Korkens mit dem Zapfenzieher durchstossen und habe ihn dann auf bestialische Art und Weise aus dem Rumpf der Flasche herausgerissen.  Diese Erkenntnis machte mich fertig und das Einschenken des Weines glich nun eher einem «Ausbluten» denn einem genussvollen Ereignis. Eigentlich hätte man mich in Handschellen abführen müssen in Anbetracht der Straftat, die ich begangen hatte. Aber ein paar weitere Gläser Wein und die tröstenden sowie aufbauenden Worte der anderen Gäste haben mir rasch geholfen, mich von dem anfänglichen Schock zu erholen.

    Lange habe ich mir überlegt, wie ich solchen Situationen in Zukunft aus dem Weg gehen kann. Zum einen könnte ich nur noch Weine kaufen, die trinkfertig sind und maximal 3 Jahre genussfähig sind. Dann brauche ich mir keine Gedanken mehr darüber zu machen, dass ich einen Wein zu früh und zu unreif öffnen könnte. Aber ich glaube, da würden mir jede Menge genussreiche Momente flöten gehen, wenn ich mich nur noch darauf beschränken würde. Ein guter Freund hat mir folgenden Tipp gegeben, den ich sehr gut finde. Er hat gesagt: «kauf dir einfach von einem Wein, der noch zu jung zum Trinken ist, einen ganzen Karton. Dann hast du die Möglichkeit, die Flaschen in Etappen und in einem Abstand von mehreren Jahren zu öffnen, zu degustieren und den Reifeprozess des Weines zu verfolgen!»

    Finden Sie nicht auch, dass das ein richtig genialer Tipp ist? Und es profitieren zwei Seiten davon. Zum einen ich selbst, denn wenn ich mal wieder einen Mord begehen sollte, ist es nicht ganz so schlimm und zum anderen freut sich der Weinhändler meines Vertrauens darüber, wenn ich von einem Wein einen ganzen Karton kaufe. Somit bleibt mir nur noch, Ihnen folgendes mit auf den Weg zu geben: Probieren geht über Studieren.

    Mordsmässigen Genuss wünscht
    Betty Bottle

    Jung und ungestüm            

    Federweisser, Suser, Sauser, Rauscher, Sturm… es gibt viele Bezeichnungen für den neuen Wein. Es handelt sich um den Traubenmost, der sich im Übergansprozess zu einem Weisswein oder Rotwein befindet. Die Hefe im Most verwandelt den vorhandenen Zucker in Alkohol, wobei als Nebenprodukt Kohlensäure entsteht. Die Siebe Dupf Kellerei bietet seit ein paar Jahren keinen Sauser aus Eigenproduktion mehr an, da sämtliche Trauben für die Weinproduktion benötigt werden. Bei einem Besuch der Kellerei bietet unser Kellermeister, wenn er Zeit hat, den Gästen aber gerne einen Probierschluck des gärenden Elixiers an.

    Primär werden früh reifende weisse Rebsorten wie Solaris, Riesling-Sylvaner oder Gutedel zur Herstellung des Saisongetränks verwendet. Abhängig davon, in welchem Stadium sich die Gärung befindet, schmeckt der durch die Hefe trübe Federweisser mal mehr, mal weniger süss und hat dementsprechend mehr oder weniger Alkohol. Während der Weinlese, also normalerweise von Anfang September bis Anfang November, ist das äusserst süffige Getränk beim Winzer oder in ausgesuchten Supermärkten erhältlich. Beim Kauf sollten Sie jedoch darauf achten, dass Sie die Flaschen oder den Kanister nicht legen.
    Diese sind nämlich aufgrund der Kohlensäureentwicklung nur mit einer luftdurchlässigen Kapsel versehen und nicht dicht verschlossen, denn das Gefäss würde ansonsten platzen.

    Vor Jahren habe ich in einem Kanister neuen Wein in meinem Auto transportiert. Sie können sich bestimmt denken was passiert ist, denn das blöde Ding ist in einer Kurve umgekippt. Zugegeben, ich bin relativ schnittig in selbige eingefahren… Kurzum, der Deckel hat sich gelöst und ein Teil der Flüssigkeit ergoss sich in meinem Wagen. Ich hatte noch Jahre später mit den Folgen zu kämpfen. Der furchtbare Gestank, der sich mit der Zeit entwickelte und hundert Mal schlimmer war als der Duft eines reifen Münsterkäses, habe ich trotz verschiedener Aroma-Bäumchen nie wieder ganz aus meinem Gefährt herausbekommen.
    Traditionell isst man zum Sauser Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln, Baumnüsse oder Maroni. Aber übertreiben Sie den Genuss bitte nicht. Das süsse Getränk ist heimtückisch, denn es täuscht häufig über den Alkoholgehalt hinweg. Und als «lebendiges Naturprodukt» wirkt der Rauscher abführend und die Zwiebeln des Flammkuchens tun ein Übriges. Hier also mein Tipp: wenn Sie nach dem Verzehr von obigen Köstlichkeiten nicht stundenlang auf dem WC verbringen wollen, dann geniessen Sie massvoll.

    Selber bin ich kein grosser Fan mehr von neuem Wein. Ich trinke in der Saison 2-3 Gläser, dann habe ich wieder ein Jahr lang genug vom «jungen Wilden». Beim Wein halte ich es wie bei den Männern, ich bevorzugte die reifen, charaktervollen Exemplare. Um diese kennen zu lernen nutze ich gerne die Gelegenheit, diverse Weinmessen und Verkostungen zu besuchen. Auf kleinstem Raum kann man Trouvaillen von der ganzen Welt degustieren, neue Rebsorten kennen lernen und aussergewöhnliche Weinstile entdecken.

    Ein Highlight ist für mich die Basler Weinmesse. Ab dem letzten Wochenende im Oktober bis Anfang November steht alles im Zeichen von degustieren, probieren, fachsimpeln und geniessen. Ich liebe die Atmosphäre in der Halle und das Zusammentreffen von weinbegeisterten Menschen.
    Die Siebe Dupf ist selbstverständlich mit der ganzen Crew vertreten und berät Sie kompetent an verschiedenen Ständen. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen und verkosten Sie Altbewährtes oder lernen Sie neue Charaktere aus unserer Weinfamilie kennen.

    Mannigfaltigen Genuss wünscht

    Betty Bottle

    Ohne Fleiss kein Preis                  

    Der Beruf des Winzers ist ein sehr alter und traditioneller Beruf. Die Wenigsten wissen, wieviel Arbeit in einer Flasche Wein steckt und was getan werden muss, um im Herbst gesunde Trauben lesen zu können.

    Wie Sie bereits wissen, bin ich auf einem Weingut gross geworden. Meine Schwestern und ich mussten schon früh mit anpacken und als pubertierender Teenager habe ich öfters überlegt, ob und wie ich meine Eltern vor Gericht wegen Kinderarbeit belangen könnte. Ich habe es gehasst, wenn ich im Sommer bei tropischen Temperaturen im Weinberg stehen musste, während sich meine Freundinnen im Freibad amüsierten. Ich kann mich daran erinnern, dass ich öfters Übelkeit und Unwohlsein vorgetäuscht habe, um ja nicht mit in die Reben gehen zu müssen. Die Arbeit im Weinberg, vor allem im Sommer, war mir ein Graus und ich habe mir geschworen, niemals in die Fussstapfen meines Vaters zu treten. Nun, die Leidenschaft für Wein hat mich dann mit knapp 18 Jahren doch gepackt. Mein Papa ist aus allen Wolken gefallen als ich ihm mitteilte, dass ich eine Lehre zur Winzerin absolvieren möchte.

    Ein Rebstock ist wie ein kleines Kind. Er will gehegt und gepflegt werden. Um die 15-20 Mal im Jahr will er Besuch vom Winzer bekommen. Mit dem Rebschnitt im Januar beginnt das Winzerjahr. Überschüssiges Holz wird entfernt und meist nur ein Trieb am Rebstock belassen. Danach erfolgt das Biegen und Anbinden dieser so genannten Fruchtrute, an den untersten Draht der Unterstützungsvorrichtung. Dies geschieht im Februar/März.

    Reben

    Wenn es wärmer wird und der Rebstock aus dem Winterschlaf erwacht, fängt er wie ein kleines Kind an zu «weinen». An der Schnittstelle des Triebs kann man Tropfen erkennen die dem Weinbauern signalisieren, dass der Rebstock in den Saft kommt und das Knospenschwellen beginnt. Im April sind dann schon kleine Blättchen zu sehen, die sich im Mai zu saftig grünen Trieben entwickeln.  Doppeltriebe an der Fruchtrute sowie Auswüchse am Stamm des Rebstockes müssen entfernt werden. Dies geschieht meist von Hand. Da die Rebe ein Lianengewächs ist und gebändigt werden muss, folgt in den Monaten Juni/Juli das Einfädeln der Triebe in den Drahtrahmen, damit das Grün geordnet und senkrecht nach oben wächst. Auch das ist in den meisten Fällen Handarbeit, die dazu dient, alle anderen Prozesse im Weinberg zu erleichtern. Dazu zählt vor allem der Pflanzenschutz, der mehrmals im Jahr betrieben werden muss, um den grössten Feinden Einhalt zu gebieten: dem echten sowie dem falschen Mehltau und seit einigen Jahren leider auch der Kirsch-Essigfliege. Und zwischen all diesen Schritten muss auch noch das Gras in den Rebzeilen gemäht, der Boden bearbeitet und je nach Bedarf gedüngt werden.  Im August werden Blätter in der Traubenzone entfernt, damit eine bessere Durchlüftung stattfinden kann. Aber Vorsicht! Das darf nicht zu intensiv erfolgen, denn die Trauben können tatsächlich einen Sonnenbrand bekommen. Und da der Winzer keine Sonnencreme auftragen kann, muss eine gewisse Beschattung zur Vorbeugung vorhanden sein. Die Grünlese, dabei werden unreife Trauben zur Ertragsregulierung abgeschnitten, ist vor der eigentlichen Ernte der letzte Arbeitsgang. Und dann endlich, je nach Vegetationsverlauf, wird der Winzer für seine harte Arbeit im Weinberg belohnt. Im September/Oktober findet die Ernte statt.  Die Trauben werden eingefahren und gekeltert. Der Most vergärt in Stahltanks oder Holzfässer und die mit Wasser gefüllten Gärkappen auf den Gärbehältern glucksen fröhlich vor sich hin. Und schliesslich folgt nach dem Ausbau der Jungweine die Abfüllung.

    Trauben  Kellermeister

    Nicht jeder hat einen Engel im Keller, WIR bei der Siebe Dupf aber schon. Und dieser «Himmelsbote» versteht sein Handwerk so prächtig, dass wir vor Kurzem für unsere Weine mit zahlreichen Auszeichnungen in Gold und Silber geehrt wurden. Diese Anerkennung, für die geleistete Arbeit, macht uns sehr stolz.

    Geniessen Sie mit Respekt und Bedacht

    Betty Bottle

    Oh là là Chasselas                     

    In diesem Sommer hat man folgende Möglichkeiten, um der Hitze aus dem Weg zu gehen: Entweder man verbringt die Zeit in den Bergen, im Wald oder am Wasser. Ich habe mich für letzteres entschieden und ein paar Tage am Genfer See verbracht.

    Reben  Genfer See

    Der Kanton Waadt hat extrem viel zu bieten und ich muss gestehen, ich habe mich sofort in diese Region verliebt. Eingebettet zwischen hohen Bergen und steilen Rebhängen liegt der Lac Léman glitzernd vor einem und man ist sofort berührt von dieser aussergewöhnlichen Landschaft.  Das Waadtland ist mit 3784 ha die zweitgrösste Weinregion der Schweiz und setzt sich aus den Regionen La Côte, Lauvaux, Chablais, Côte de l’Orbe, Bonvillars und Vully zusammen.  Hier ist die Heimat des Chasselas, der mit einem Anteil von 61% dominiert. (Je nach Region nennt man die Rebsorte auch Gutedel oder Fendant.) Wie kaum eine andere weisse Traubensorte ist der Chasselas in der Lage, das «Terroir» widerzuspiegeln. Als «Terroir» bezeichnet man das Klima und den Boden eines Weinberges sowie den Einfluss des Winzers durch seine Arbeit im Weinberg und im Keller.

    Ein Gutedel ist zwar kein «lauter» Wein, er besticht eher durch dezente und zarte Aromen, aber er hat eine ganz besondere Ausdruckskraft und strotzt vor Eleganz und Finesse. Zudem begeistert er mich durch eine grandiose Mineralität, die er mit einer leicht salzigen Note im Abgang zum Ausdruck bringt. Und was die wenigsten wissen: der Chasselas besitzt eine ausgesprochen lange Lagerfähigkeit und genau DAS, fasziniert mich am meisten. 20 Jahre und mehr sind für ihn kein Problem. Besonders die Weine aus der Grand Cru Lage Dézaley im Lavaux sind ein Gedicht. Ich durfte Abfüllungen aus den 90er Jahren degustieren und bin förmlich dahin geschmolzen. Intensive Aromen von getrockneten Aprikosen, Honig und gebrannten Mandeln kamen zur Geltung und im Gaumen bestachen die Weine durch eine ansprechende Säure. EINFACH GRANDIOS!

    Die Region Lavaux ist besonders erwähnenswert, denn sie gehört seit 2007 zum UNESCO Weltkulturerbe und bringt grossartige Weine hervor. Wie im ganzen Waadtland profitieren die Weinberge auch hier von den sogenannten «drei Sonnen». von der Sonne selbst, der Reflektion ihrer Strahlen durch den Genfer See sowie von den Steinmauern in den terrassierten Lagen, die die Wärme tagsüber speichern und in der Nacht an die Reben abgeben, wie kleine Heizkörper.
    Der Gutedel ist für mich ein wunderbarer Wein, der nicht nur als Durstlöscher dient, sondern auch ein toller Essensbegleiter sein kann, auch wenn die Kombinationen im ersten Moment etwas ungewöhnlich erscheinen mögen.

    In der Nähe von Féchy habe ich mich an einem Abend mit einem Winzerkollegen zum Nachtessen getroffen. Er sagte mir, dass das Restaurant berühmt sei für Steak Tartar und ich das unbedingt probieren müsse. Unsere Vorfahren aus der Steinzeit haben sich bekanntlich fast ausschliesslich von rohem Fleisch ernährt, aber ICH bin absolut kein Fan davon. Allein der Gedanke daran, so etwas essen zu müssen, löste einen Würgereiz bei mir aus. Mir kam sofort die Episode von Mr. Bean in den Sinn, in der er versucht, das bestellte rohe Hackfleisch verschwinden zu lassen und hierfür unter anderem die Blumenvase auf dem Tisch oder die Handtasche der Tischnachbarin zweckentfremdet. Meine Begleitung hat sich wohl Sorgen um mich gemacht, da mein Teint immer grüner wurde und mir vorgeschlagen, erst einmal nur eine Portion zu bestellen, damit ich probieren könne. Kurz darauf bereitete der Kellner fachmännisch und direkt am Tisch eine Vinaigrette aus hochwertigen Zutaten zu und verfeinerte diese mit einem Schluck Cognac, um dann alles mit dem Hackfleisch zu vermengen. Mutig wie ich bin, habe ich gekostet und wurde auch prompt eines Besseren belehrt. Es schmeckte vorzüglich und es war für mich ein Erlebnis, zumal der Chasselas hervorragend dazu gepasst hat.

    Viele berühmte Personen wie Charlie Chaplin, Coco Chanel oder Freddy Mercury, um nur einige Namen zu nennen, waren begeistert von der Region rund um den Genfer See und auch ich habe nur schweren Herzens diese wunderschöne Gegend wieder verlassen. Jedoch mit tollen Bildern, wunderschönen Eindrücken und selbstverständlich mit einigen Flaschen Gutedel im Gepäck. Viele tolle Chasselas von namhaften Winzern sind auch bei der Siebe Dupf erhältlich. Zögern Sie nicht und probieren Sie diese hervorragenden Tropfen.

    Unkomplizierten und trinkfreudigen Genuss wünscht Ihre

    Betty Bottle

    Hoch hinaus                        

    Weinbau gibt es auf der ganzen Welt. Immer mehr Regionen werden als Anbaugebiete erschlossen und man staunt, wo im Zuge des Klimawandels schon Reben wachsen.

    In meiner Ausbildung zur Winzerin, die übrigens schon ein paar Jahre her ist, habe ich gelernt, dass Weinbau nur zwischen dem 30. und 50. nördlichen Breitengrad betrieben werden kann. Heute kommen schon trinkbare Tropfen aus Südschweden, genauer gesagt von der Insel Gotland und diese liegt auf dem 57. nördlichen Breitengrad.

    Ein spannendes neues Kapitel der Weingeschichte wird seit ein paar Jahren im Himalaya geschrieben. Weine vom Dach der Welt erzielen Höchstpreise und werden von einem Unternehmen für Luxusgüter unter dem Namen „fliegen über den Wolken“ vermarktet. Beflügeln wird der Wein ganz bestimmt, besonders wenn man zu tief ins Glas geschaut hat. Im entlegenen nordwestlichen Winkel der Provinz Yunnan liegt der Bezirk Deqin, ein verborgenes Paradies im Himalaya-Gebirge. Hier sind auf bis zu 2600 m Höhe Rebstöcke angepflanzt worden. Man kann hier von Extremweinbau sprechen, denn die Schluchten des Mekong sind sehr steil. Im Winter wird es so kalt, dass die Reben unter Erdhügeln vergraben werden müssen, um sie vor Frost, Eis und Schnee zu schützen. Vor den Leuten, die in dieser Region arbeiten, habe ich grossen Respekt. Ich müsste in dieser Höhe wahrscheinlich mit  Sauerstoffmaske arbeiten und hätte im Winter mit  Erfrierungserscheinungen zu kämpfen. Und garantiert würde ich dem Yeti begegnen und vor Schreck in Ohnmacht fallen oder einen Herzinfarkt erleiden. Die Menschen in Tibet sind sehr spirituell und sie praktizieren unter anderem die tibetische Meditation „Gom“. Die Harmonie zwischen Körper und Geist wird durch völlige Entspannung wieder hergestellt und die Energien fangen  an zu fliessen.  „Gom“ praktiziere ich mehrmals die Woche. Am liebsten auf der Couch mit einem guten Glas Wein in der Hand. Das entspannt ungemein und macht den Geist sowas von frei!

    Die höchst gelegenen Weinberge der Welt liegen jedoch im äussersten Nordwesten Argentiniens. Genauer gesagt, in der Weinbauregion Salta.  Auf über 3100 Metern stehen hier Reben.  Die intensive Sonnenbestrahlung und das tolle Licht lassen die Trauben optimal ausreifen. Kühle Nächte sorgen für eine stabile Säure. Haben Sie gewusst, dass pro hundert Höhenmeter die Temperatur um 1 Grad Celcius sinkt? Die sandigen Böden sind ebenfalls ideale Voraussetzungen für das Gedeihen der Rebstöcke. Die Reblaus, dieses Terminator-Killer-Tierchen, welches Mitte des 19. Jahrhunderts dem europäischen Weinbau fast den Garaus gemacht hat, spielt in dieser Region übrigens keine Rolle. Denn sandige Böden hasst sie wie die Pest. So ist es nicht verwunderlich, dass es in Argentinien noch sehr alte wurzelechte Rebenbestände gibt, die elegante und vollmundige Weine hervorbringen.

    Wenn sie das Spiel zwischen Wolken, Licht und Schatten erleben wollen oder ganz romantisch einen wundervollen nächtlichen Sternenhimmel betrachten möchten, dann sollten Sie Ihren nächsten Urlaub in die Valles Calchaquies in Argentinien planen. Und bis es soweit ist, begeben Sie sich vorher zur Siebe Dupf und probieren Sie die Weine von Amalaya und Colomé. Denn bei einem frischen und fruchtigen Torrontés oder einem würzigen und vollmundigen Malbec machen die Urlaubsvorbereitungen umso mehr Spass.

    Ich bin sehr gespannt, aus welchen Ländern und Regionen wir in Zukunft Weine kaufen und geniessen können. Das es Veränderungen im Klima gibt, ist Fakt. Wer weiss, vielleicht trinken wir in hundert Jahren den Grand Cru Classé vom Mount Everest oder sogar den Resérva vom Mond.

    Bis wir das jedoch erleben, wünsche ich schon heute höchsten Genuss


    Betty Bottle

    Weinwanderung                              

    Ich liebe den Wein und ich liebe das Wandern. Umso schöner, wenn man beides miteinander verbinden kann. Viele Rebbau-Gemeinden und Weinregionen bieten, oft in Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden, geführte Wanderungen oder kulinarische Touren an. An eine Veranstaltung vor Jahren erinnere ich mich besonders gerne. Unter dem Motto „Weinbau zum Anfassen“, habe ich mit meiner Mädels-Clique eine geführte Tour im Wallis miterlebt. Bei der Wanderung durch den Weinberg haben wir einige kleinere Arbeiten an den Reben durchgeführt, Kräuter und Blumen gesammelt und im Keller unsere eigene Cuvée kreiert. Das war ein Spass. Eine meiner Freundinnen war ganz begeistert von dem sehr attraktiven Winzer und hat heftig mit ihm geflirtet. Sie hätte das Motto der Veranstaltung am liebsten an ihm umgesetzt und wäre gern auf Tuchfühlung gegangen.

    Ein weiteres Erlebnis war eine kleine Exkursion, die ich zusammen mit einem Winzer an der Mosel gemacht habe. Er hat mir die Weinberge seines Betriebes gezeigt und beim Fachsimpeln haben wir völlig übersehen, dass der Weg auf dem wir uns befanden abrupt endete. Da wir nicht den gleichen Pfad zurück nehmen wollten, sind wir kurzerhand querfeldein gegangen. Ich gebe Ihnen einen Rat. Gehen Sie NIEMALS  an der Mosel an den steilen Schieferhängen hinab. Neben dem Weinbauer, der elegant wie eine Gams den Hang hinuntergehüpft ist, schliesslich steht dieser tagtäglich in seinen Reben, habe ich gewirkt wie eine Kuh auf dem Eis. Es war tierisch glatt. Schlussendlich habe ich den Abstieg auf meinem Allerwertesten gemacht und für viel Gelächter bei meinem Winzer gesorgt.  Nach diesem „Höllentrip“, der zu einigen blauen Flecken führte, wurde ich jedoch mit einem guten Essen und einem hervorragenden trockenen Riesling entschädigt. Und schlussendlich konnte ich herzhaft über mich selber lachen.

    Die Erfahrung zeigt, dass man an Weinveranstaltungen tolle Leute kennen lernen kann. Der Wein verbindet Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Da wird gelacht, getanzt und oft auch gesungen. Glauben Sie mir, ich habe schon viele (be)rauschende  Events miterlebt und es sind daraus tatsächlich wunderbare Bekanntschaften und sogar Freundschaften entstanden. Erstaunlich ist auch, dass das Wetter auf einmal keine Rolle mehr spielt, wenn man mit einem Glas Wein durch die Gegend spaziert. Erst vor kurzem habe ich im  Markgräflerland am Gutedel-Wandertag teilgenommen  und es hat ununterbrochen geregnet.  Wir haben Petrus den Kampf angesagt und uns mit Schirm, wasserfester Jacke und guten Schuhen auf den Weg gemacht.  Und wissen Sie was? Es war ein richtig genialer Tag.  Ich habe Leute getroffen, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe und es herrschte eine ausgelassene Stimmung, die von Stand zu Stand besser wurde. Aus den eher schüchternen Kollegen wurden plötzlich richtige Kerle und manch einer Diva war es irgendwann völlig egal, wie die Frisur sass oder das Make-Up aussah. Leider hat sich zum Schluss einer meiner Freunde doch wieder als Weichei entpuppt und sich das letzte Gläschen Wein noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Ob sich der Winzer am anderen Tag über den zusätzlichen Dünger in seinen Reben gefreut hat, bleibt fraglich…  

    Ich kann Ihnen nur raten, sich über diverse Veranstaltungen zu diesem Thema zu informieren und selbst daran teilzunehmen. Sie werden begeistert sein. Das „Wy- Erläbnis“ in den Gemeinden Buus, Maisprach und Wintersinger oder der „Räbesunntig“ in Aesch sind zwei tolle Beispiele in der Region wo man die hervorragenden Weine aus dem Baselbiet geniessen kann. Lassen Sie sich von der Wanderlust packen.

    Betty Bottle

    Weine und Speisen                                 

    Der Homo erectus lebte bereits vor 1.8 bis 1.3 Millionen Jahren in Afrika, Asien und Europa und existierte bis 40 Tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung. Arten dieses Frühmenschen waren bereits Jäger und Sammler. Sie nutzten schon Feuer zum Kochen.

    Sie glauben gar nicht wie froh ich bin, in der heutigen Zeit geboren worden zu sein. Das Sammeln von Beeren, Pilzen und Kräutern hätte ich vielleicht noch hinbekommen, aber ich bin froh, dass ich mein Essen nicht selbst jagen muss. Ich wüsste nicht mal wo Pizzen leben…
    Kochen zählt nicht zu meinen Stärken. Ich habe schon etliche Kurse besucht und mich wirklich bemüht, aber die Seminarleiter haben stets die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen und mir bescheinigt, dass ich absolut talentfrei bin. Das Einzige was ich hin bekomme ist Tee und Kaffee. Aber ich bin super im Essen und im Trinken. Da schlage ich leider öfters über die Stränge. Meine Waage schreit mich dann förmlich an, wenn ich nach übermässigem Genuss auf sie steige. Sofort hebt sie ermahnend den Zeigefinger und sagt mir, endlich mal wieder Sport zu treiben und mich gesünder zu ernähren!...

    Eine grosse Leidenschaft von mir ist das Kombinieren von Speisen und Wein. Wenn man einige Grundregeln dabei beachtet, verspricht das höchsten Genuss, vor allem wenn sich die Geschmacks- und Aromastoffe positiv ergänzen. Als erstes müssen Sie sich merken, dass die Speise IMMER das Sagen hat. Auf die Zubereitung kommt es an. Gerne zeige ich Ihnen einige  Beispiele, die ich persönlich grandios finde.
    Zu scharfen Curries mit etwas Kokosmilch liebe ich  Weissweine aus dem Barrique, wie z.B. den Chardonnay Select von Hess aus Kalifornien. Der Wein hat durch die Holzfasslagerung schöne würzige Noten und einen eleganten Schmelz, was die Schärfe im Essen wunderbar ausbalanciert. Ebenfalls ein Gedicht zur asiatischen Küche ist ein deutscher Riesling mit Restsüsse. Die Riesling Spätlese von Bischel ist hier unschlagbar. Wenn die Süsse des Weines auf die Schärfe und Würzigkeit der Speise trifft, dann ist das  für mich Gaumensex mit Höhepunkt!
    Käsevariationen harmonieren für meinen Geschmack perfekt mit Weinen, die eher weniger Säure und eine schöne Frucht haben. Ich schmelze förmlich dahin, wenn Fondue und Raclette auf Chasselas aus dem Wallis oder Pinot Gris aus dem Jura treffen.
    Probieren sie unbedingt zum geräucherten Forellenfilet oder zu Rauchlachs einen duftigen Sauvignon Blanc aus Südtirol oder einen  trockenen Gewürztraminer aus dem Elsass. Auch Serrano-Schinken oder Rauchwürste gehen damit eine perfekte Verbindung ein.

    Auf Wolke sieben schwebe ich, wenn ich ein deftiges Rindersteak oder ein Lammfilet in Kräuterkruste zu einem kräftigen, gerbstoffbetonten Rotwein geniessen darf. Sei es ein Tempranillo aus Spanien, ein Touriga Nacional aus Portugal oder ein Barolo aus Italien…
    Einfach Wahnsinn!

    Eine Faustregel möchte ich Ihnen noch auf den Weg geben: zu süssen Desserts sollte der Wein immer süsser sein als die Speise. Ein trockener oder halbtrockener Wein würde auf der Zunge in Verbindung mit der Nachspeise bitter wirken. Und das möchten Sie ganz bestimmt nicht.
    Wenn Sie sich unsicher sind, was nun am besten miteinander harmoniert, dann melden Sie sich umgehend für ein genussreiches Wine & Dine an. Das ganze Jahr hindurch bietet die Siebe Dupf in Zusammenarbeit mit verschiedenen Gastronomen kulinarische Highlights an. Lernen Sie in geselliger Runde die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten kennen und lassen Sie sich verwöhnen.

    „Geniessen was gefällt“ ist mein Credo. Lassen Sie sich also nicht vorschreiben, was Sie miteinander kombinieren sollten, sondern verlassen Sie sich ganz einfach auf Ihren persönlichen Gaumen. Denn Gott sei Dank, sind die Geschmäcker verschieden.

    Bleiben Sie experimentierfreudig
    Ihre Betty Bottle
    Betty Bottle

    Frühlingsgefühle                                                                    

    „Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen tralala;  die ganze Welt ist wie verhext, Veronika, der Spargel wächst!“ Dieses Lied von den Comedian Harmonists ist sicher vielen ein Begriff.

    Ich liebe den Frühling. Die Sonne gewinnt den Kampf gegen das winterliche Grau und die Kälte. Licht und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen steigern mein Gemüt und das eigene Wohlbefinden und ich merke, dass der Vitamin D Haushalt wieder ins Gleichgewicht kommt. Die ersten Blumen blühen, die Bäume fangen an zu spriessen, ein sattes Grün ist die dominierende Farbe in der Natur und zwischenmenschliche Beziehungen kommen wieder in Schwung…

    So manche Liaison lässt jedoch sehr zu wünschen übrig. Es ist mir unerklärlich, warum sich ausgerechnet zum Frühlingsanfang Väterchen Frost und Frau Holle auf einen Flirt eingelassen haben und die Erde erneut mit Kälte, Frost und Schnee heimsuchten. Gott sei Dank hat dieses Techtelmechtel nicht lange gedauert, denn sonst hätten wir Ostern mit dicken Jacken, Schals, Handschuhen, Mützen und Angora Unterwäsche feiern müssen. Ich hatte schon Panik, dass die Grillparty bei meinem Cousin nicht ins Wasser sondern in den Schnee fällt und die ganze „Bottle-Sippschaft“ das Osterlamm nicht mit Bier und Wein, sondern mit Grog und heissem Tee geniessen muss. Es wäre nicht auszudenken gewesen, wenn sich aufgrund des schneereichen und frostigen Wetters der Nikolaus in der Jahreszeit geirrt hätte und auf den Osterhasen gestossen wäre.  Dieses Liebesabenteuer hätte schwerwiegende Folgen gehabt und wir wären in Erklärungsnot bei unseren Kindern gekommen, warum es in diesem Jahr bärtige Schokoladenskulpturen mit langen Ohren in den Supermarktregalen gibt. Der „Osterklaus“ hätte bestimmt für Furore gesorgt.                                                                                       
    In der Siebe Dupf lieben alle den Frühling. Das ist die Jahreszeit, wo die Winzer bereits den neuen Jahrgang abgefüllt haben und schon einige 2017er in den Verkauf kommen. Frisch, spritzig und fruchtig präsentieren sich vor allem die Weissweine. Riesling, Sauvignon Blanc, Verdejo oder auch Torrontés machen im Moment so richtig viel Spass.
    Besonders die Weine von der wunderschönen Insel Mallorca haben es mir angetan. Die Insel wird auch „die Frühlingsinsel“ genannt und ist bekannt für die blühenden Mandelbäume. Wenn es bei uns noch kalt und frostig ist, kann man es sich auf Mallorca bei frühlingshaften Temperaturen so richtig gut gehen lassen. Sollte Ihnen jedoch das nötige Kleingeld oder die Zeit fehlen, um Urlaub auf den Balearen zu machen, dann haben wir die Lösung. Holen Sie sich die Sonne in Form eines mallorquinischen Weines zu sich nach Hause.
    Einer meiner Lieblinge ist  der 2017er Memòries Blanc vom Weingut Biniagual. Zwischen Binissalem und Sencelles liegt die Bodega. Die Familie Graf, die in den 60er Jahren von Deutschland auf die Balearen auswanderte, pflanzte 2002 die ersten Reben.  Von Anfang an hatten die Eigentümer den Ehrgeiz, die besten Weine Mallorcas zu produzieren, was ihnen mit grossem Erfolg gelungen ist. Der „Memòries“  ist eine Assemblage aus Prensal Blanc, Chardonnay und Muskat. Erstgenannte ist eine autochthone weisse Rebsorte, die am häufigsten auf der Insel angebaut wird. Der Wein ist süffig, leicht, frisch und fruchtig. Ich habe mich auf den ersten Schluck in ihn verliebt!

    Rosé

    Ein weiterer Urlaubsflirt ist der 2017er Binigrau Rosat. Allein durch die Farbe gerate ich ins Schwärmen, denn der Wein leuchtet pinkfarben. Er duftet nach Erd-und Himbeeren und im Geschmack wird man von einer leichten Süsse geküsst. Ein Träumchen. Das Weingut Binigrau  arbeitet nach biodynamischen Richtlinien und bringt qualitativ hochwertige Weine hervor.
    Sollten Sie jedoch zu den Menschen gehören, die weder auf Weiss noch Rosé stehen, dann gibt es auch für die Verfechter von Rotweinen ein tolles Angebot. Beide Weingüter verstehen es prächtig, vollmundige und samtige Rote zu produzieren, bei denen sich ein Rendezvous in jedem Fall lohnt.  Ihre Leidenschaft und die Frühlingsgefühle werden beim Geniessen ganz bestimmt geweckt werden.

    Lassen Sie sich verführen!
    Betty Bottle

    Im tiefen Keller                                                                     

    Ich kann mich daran erinnern, dass mein Grossvater seinen „Haustrunk“ in einem Holzfass im Keller lagerte. Eine steile, hölzerne Treppe führte nach unten und es gab keinen gefliesten Boden. Das Fass stand auf Holzpflöcken auf purem Lehm. An der Decke hingen riesige Spinnweben mit achtbeinigen schwarzen Tierchen darin, (bestimmt kommt daher meine anhaltende Spinnen-Phobie), das Licht war schummrig und zudem war es recht kühl und feucht dort unten. Ich machte mir als Kind fast in die Hosen, wenn ich an der Reihe war, die abendliche Ration Fasswein zu holen. Ich fand den Keller immer extrem unheimlich und ich war der festen Überzeugung, dass dort böse Hexen und grässliche Geister hausten. Meine kleine, fiese Schwester hat mich einmal so furchtbar erschreckt, dass ich den Krug mit dem Wein habe fallen lassen und kreischend das Weite suchte. Meine Mutter hat Stunden damit zugebracht, mich zu beruhigen und mich davon zu überzeugen, dass das „Ungeheuer“ meine garstige Schwester gewesen war. Gott sei Dank habe ich keine bleibenden psychischen Schäden davongetragen…

    Zugegeben sind dunkle, feuchte Räume nicht meine Lieblingsorte aber heute würde ich viel dafür geben, den Keller von damals mein Eigen nennen zu können. Denn Wein lagert am liebsten bei konstanten Temperaturen um die 12 Grad Celsius und bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 75%. Er mag es dunkel und ruhig, so wie wir, wenn wir erholsamen Schlaf suchen und Erschütterungen kann er schon gar nicht leiden. Hätten Sie Freude an einem täglichen Erdbeben?

    Nun müssen Sie aber nicht Lotto spielen oder eine Bank ausrauben, um ein bescheidenes Heim mit Keller bauen zu können. Auch in einer kleineren Wohnung, kann man korrekt Wein lagern. Der Kühlschrank ist die einfachste Variante um frische spritzige Weiss- oder Schaumweine zu lagern. Eine Wochenration passt da locker rein und der Weinhändler Ihres Vertrauens freut sich, wenn Sie regelmässig bei ihm vorbei schauen. Grundsätzlich gilt: lagern Sie Wein immer im kühlsten Raum in Ihrer Wohnung, ohne dass ihre Lieblinge grösseren Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Ihrem Körper würde es ebenfalls nicht gut tun, mehrere Male im Monat von der Wüste in die Arktis, von dort an den Äquator und zurück zum Südpol geschickt zu werden. Lachen Sie mich nun nicht aus, aber ein geeigneter Ort für die Weinlagerung ist das Schlafzimmer. Das ist bei den meisten Leuten das ganze Jahr nicht, bis wenig geheizt. Im Kleiderschrank oder in einer Kiste unter dem Bett, kann das Lieblingsgetränk in Ruhe auf den grossen Moment des Geniessens warten.

    Wenn Sie etwas mehr Geld übrig haben, legen Sie sich einen schicken Weinklimaschrank zu. Da können Sie nicht nur vorbildlich ihre edlen Gewächse lagern, sondern auch noch Eindruck bei Ihren Freunden schinden.
    Fühlt sich Wein denn nun liegend oder stehend am wohlsten? Beides hat seine Berechtigung. Bitte liegend lagern, wenn die Flasche mit einem Korken verschlossen ist, damit dieser immer mit Flüssigkeit umspielt wird und nicht austrocknet. Das Schrumpfen des Naturkorkens wird somit unterbunden und die Durchlässigkeit von Sauerstoff wird minimiert. Sind Ihre Schätzchen mit einem Schraub- oder Glasverschluss versehen, so können die Flaschen getrost stehen.

    Egal welche Art der Weinlagerung Sie in Anspruch nehmen. Viel wichtiger ist die Frage, welche Sorte von Wein man überhaupt lagern sollte. Kurzum: Schaumweine und leichte Weissweine sind für den sofortigen bzw. baldigen Genuss hergestellt worden. Kaufen und geniessen ist hier die Devise. Genauso bei Rosés und leichten fruchtigen Rotweinen. Mein Vater hat mir erst vor kurzem erzählt, dass er den grässlichsten Sekt seines Lebens bei einem Freund getrunken hat. Der Schaumwein war schon deutlich über dem Zenit und floss goldgelb und hochfarbig ins Glas. Das Getränk erinnerte ihn an seinen letzten Arztbesuch… Nur mit einem Schuss Orangensaft, konnte er die Plörre hinunterspülen. KEIN Genussfaktor also. Frisch abgefüllt, hätte der Sekt sicher mehr Spass gemacht.  

    Als Faustregel können Sie sich folgendes merken: Je mehr Gerbstoff, Süsse, Säure oder Alkohol ein Wein hat, desto länger können sie ihn reifen und liegen lassen. Schwere Bordeaux, elegante hochwertige Burgunder, Nebbiolo und Barolo, Eisweine und Sauternes, all das sind gute Beispiele für lagerfähige Tropfen. Auch Portwein oder Sherry.
    Schlussendlich entscheiden Sie selbst, was Ihnen am besten gefällt und in welchem Reifestadium Ihnen ein Wein am meisten Genuss bereitet. Auch die Siebe Dupf hat ein umfangreiches Portfolio an lagerfähigen Gewächsen. Reinschauen lohnt sich!  

    Traumhaften Trinkspass wünscht
    Betty Bottle

    Das Weinglas

    Vor kurzem habe ich mich mit ein paar Freunden getroffen und selbstverständlich das eine oder andere Glas Wein getrunken.
    Irgendwann kam die Frage auf,  worauf man beim Weinglas achten muss und ob es überhaupt nötig ist, für jeden Weinstil und für jede Weinsorte das entsprechende Glas zu besitzen.

    Ich selbst bin in Gedanken meinen eigenen Gläserschrank durchgegangen und musste zu meinem Entsetzen feststellen, dass dort ein ziemliches „Sammelsurium“ herrscht. Spezielle Riesling-Gläser mit „Rollrand“, Burgunder und Chardonnay Gläser, Champagner Gläser… und blöderweise sind die Serien gar nicht mehr komplett, da ich Schussel beim Abwaschen das eine oder andere schwungvoll „geköpft“ habe. Das passiert, wenn man die Gläser beim Abtrocknen am Stiel bzw. am Fuss anfasst und nicht oben am Kelch. Diesen sollte man nämlich in der Handfläche drehen und den Stiel zwischen Zeige-und Mittelfinger nehmen. Dann klappt das Abtrocknen, im besten Fall mit einem Mikrofaser-Tuch, bruchfrei und ohne Verletzungen… meistens!

    Ausserdem habe ich es mir abgewöhnt, die Gläser in die Spülmaschine zu geben. Zu oft habe ich mich nach dem Waschgang darüber aufgeregt, dass hässliche Kalkränder zurück bleiben und dass das Spülmittel furchtbare, chemische Düfte freisetzen kann, sobald man den nächsten Wein ins Glas eingiesst. Und das kommt gar nicht gut, wenn mich meine Gäste bei der nächsten Weindegustation schief anschauen und meinen, ich hätte einen billigen Fusel aus dem Discounter eingeschenkt…

    Ich möchte hier keine Werbung für diverse Firmen machen, jedoch habe ich mich in ein spezielles Wein-Glas verliebt, das meinen kompletten Gläserschrank überflüssig macht. Daraus trinke ich wirklich jede Art von Wein. Vom leichten Weisswein über Rosé bis hin zum kräftigen Rotwein. Sogar Schaumwein. Mein Favorit ist das „Burgunder-Glas“der Firma Zalto. Es hat ein grosses Schwenkvolumen, ist tulpenförmig und verjüngt sich nach oben. Das ist wichtig, um die Aromen intensiver wahrnehmen zu können. Das Glas ist leicht, dünnwandig und mundgeblasen. Weitere Vorteile, die den Weingenuss zu einem Erlebnis machen, denn Geschmack und Duft kommen hervorragend zur Geltung. UND es sieht auch noch super aus!(fast schon sexy!)Leider ist es nicht gerade günstig und ein einzelnes Glas kostet wahrscheinlich genau so viel wie 10 Stück von IKEA, aber schliesslich brauchen meine „Schätzchen“ die richtige Bühne für ihren Auftritt.
    Springen Sie jetzt aber bloss nicht in Panik auf und werfen Ihre gesamte Gläser-Kollektion in den nächsten Recycling-Container. Höchstens die, die sowieso in Ihren Schränken verstauben… Und zerbrechen Sie sich bitte nicht den Kopf darüber, wie Sie diese edlen Gefässe finanzieren können.

    Es geht auch einfacher und kostengünstiger. Die Firma Rastal produziert ordentliche Gläser für den täglichen Gebrauch, die alle Eigenschaften eines guten Weinglases zum kleinen Preis erfüllen. Hier empfehle ich Ihnen das Glas mit dem wohlklingenden Namen „Harmony 53“, denn nicht nur Wein kommt darin wunderbar zur Geltung sondern auch Gin Tonic und alle Arten von Cocktails. Es ist, welch eine Überraschung, bei Siebe Dupf erhältlich. Grundsätzlich ist es Ihnen selbst überlassen, wie viel Sie in Weingläser investieren möchten. Achten Sie beim Kauf einfach auf die erwähnten Eigenschaften, dann steht dem perfekten Trinkspass nichts mehr im Wege.
    Viel Freude beim Geniessen wünscht

    Betty Bottle

    Die alkoholische Gärung                                                                        

    Seit mehr als 8000 Jahren wissen die Menschen um die Kunst des „Wein-Machens“. Wie so vieles in der Geschichte entstand der erste weinähnliche Trunk durch  Zufall. Alten Schriften zufolge sollen in Körben geerntete Trauben in einer Höhle gelagert worden sein. Die Lager-Bedingungen waren wohl nicht optimal, so dass die Trauben und der ausfliessende Saft nach einigen Tagen anfingen zu gären. Bald stellten die Menschen fest, dass Trauben und Saft eine berauschende Wirkung hatten….
    In den berauschenden Genuss von alkoholischen Getränken bin ich schon als Teenager gekommen. So manche Teeny Party ist feucht-fröhlich von statten gegangen. (Erheben Sie nun bitte nicht ermahnend den Zeigefinger oder schreien entsetzt auf. Bei Ihnen ist es bestimmt nicht anders gewesen!)

    Die „alkoholische Gärung“ haben wir dann auch in der Schule im Chemie Unterricht durchgenommen. Eines der wenigen Themen was mich einigermassen interessierte, denn endlich konnte ich mitreden, zumindest was die Wirkung des Alkohols auf den menschlichen Körper betrifft. Von Hefen hatte ich auch schon mal was gehört, schliesslich habe ich als kleines Mädchen oft meiner Mutter beim Backen zugesehen und auch tatkräftig mitgeholfen.

    Die Darstellung der alkoholischen Gärung in einer chemischen Formel habe ich nie wirklich verstanden. Heute bin ich nur dank des Internets in der Lage, diese  aufzuschreiben.

    C6H12O6 2 C2H5OH + 2 CO2 + 2 H2O
    Glucose  Ethanol + Kohlenstoffdioxid + Wasser

    Wieso muss immer alles so kompliziert dargestellt werden.  Sie sollten diese Formel vergessen und sich Folgendes merken: Die Hefe frisst den Zucker, beim Stuhlgang entlädt sie Alkohol und bei dem ganzen Festmahl „pupst“ sie Kohlendioxid. Ganz einfach!! Ohne die Hefen könnten wir keinen Wein geniessen. Diese befinden sich von Natur aus im Weinberg und im Keller und können den Traubensaft ohne jegliches Zutun in Wein „verwandeln“. Man spricht dann von „wilden Hefen“ und von „Spontangärung“. Diese kleinen Racker sind oft sehr ungestüm und nicht leicht zu bändigen. Im schlimmsten Fall vergären sie den Most nicht richtig und verursachen schlechte Gerüche im späteren Wein. Der Gärungsprozess kann zur Gratwanderung werden. Es bedarf einiger Erfahrung von Seiten des Kellermeisters, die Rasselbande im Zaum zu halten und ein gutes Endprodukt zu erzielen. In den meisten Fällen wird heute „Reinzuchthefe“ zur Herstellung von Wein verwendet. Sie ist in grossen Packungen im Weinfachhandel erhältlich und sieht aus wie die Trockenhefe, die man zu Hause beim Backen verwendet. Diese Hefen sind wahre „Kraftpakete“ und extrem zuverlässig. Sie lassen den Gärungsprozess ohne Umschweife in wenigen Tagen und mit einwandfreien Aromen von Statten gehen.

    Hefezellen sind Diven. (Man spricht übrigens von Hefen oder Hefezellen. Sagen Sie niemals Hefebakterien. Das kränkt sie. Schliesslich gibt es auch keine Krokofanten oder eierlegende Wollmilch-Säue.) Diven aus dem Grund, denn sie mögen es nicht zu kalt und nicht zu heiss. Das Milieu um sie herum muss stimmen. Sie haben es gerne kuschelig warm. Bei 20-25 Grad Celsius arbeiten sie am besten. Natürlich gibt es auch hart gesottene unter ihnen, die noch bei 15 Grad ihren Dienst leisten, denen die „Kälte“ nichts ausmacht. Aber wenn es richtig kalt ist, dann hat die Hefe keine Lust mehr zu arbeiten und sie stirbt ab. (traurig aber wahr…)
    Hefen sind sehr „gefrässig“. Wenn sie den gesamten Zucker im Most in Alkohol umgewandelt haben, entstehen trockene Weine. Will der Kellermeister einen halbtrockenen oder sogar süssen Wein produzieren, dann kann er die Gärung mittels Kühlung in dem Stadium, wo noch Zucker im Most vorhanden ist, stoppen. Der „restsüsse“ Wein wird dann filtriert und abgefüllt.
    Eine weitere Spezies in der Weinbereitung sind die „Oenococcus Oeni“. (Schaffen sie es, diesen Begriff 10 Mal ganz schnell hintereinander fehlerfrei aufzusagen?)
    Diese Bakterien haben die Fähigkeit, die im Wein befindliche recht „schroffe“ Apfelsäure in die milder schmeckende Milchsäure umzuwandeln. Ein Prozess, der nach der alkoholischen Gärung meist von selbst stattfindet und die Weine sanfter und geschmeidiger im Geschmack werden lässt.

    Den hier vorgestellten „Weingeistern“, unseren kleinen wichtigen Helfern im Weinberg und im Keller, hat das Weingut Gruber-Röschitz aus dem Weinviertel in Österreich seine Weinetiketten gewidmet. Knuffig und verspielt präsentieren sie sich auf dem Grünen Veltliner, Zweigelt, Sauvignon Blanc und dem Gelben Muskateller.
    Wenn Sie ein bisschen Spass im Weinregal oder Kühlschrank haben möchten, dann sollten Sie rasch zu Siebe Dupf gehen und  sich die „Weingeister“nach Hause holen. Aber Obacht, nicht dass Ihnen diese zu sehr in den Kopf steigen…

    Massvollen Genuss wünscht
    Betty Bottle

    Festlicher Genuss

    Die Tage werden kürzer, die Luft kühler, Kerzen werden angezündet, Tannen geschmückt und glitzernde Beleuchtungen aufgehängt. Zeichen, dass das Jahr langsam zu Ende geht.
    Wir blicken auf ein ereignisreiches 2017 mit vielen Hochs und leider auch einigen wenigen Tiefs zurück.

    Unsere regionalen Weine sind hoch im Kurs. So durften wir unter anderem an den Decanter-World-Wine-Awards in London Bestnoten abholen und unser Baselbieter Riesling-Sylvaner 2016 wurde am Grand Prix du Vin Suisse zum drittbesten Riesling-Sylvaner der Schweiz gekürt. Auch unsere internationalen Partner sorgen in ihren Ländern für Furore. So wurden im Frühjahr siebzehn unserer Partner-Weingüter an die renommierte Veranstaltung Matter of Taste von Robert Parker in Zürich eingeladen. Franz-Josef Eifel aus der Mosel gewann soeben den Riesling-Cup der Zeitschrift Feinschmecker, der Malbec von Colomé wurde vom WineSpectator unter die 100 besten Weine des Jahres gewählt, der Grüne Veltliner 2016 von Gruber-Röschitz kommt beim WineEnthusiast unter die 100 besten Preis-Leistungs-Weine des Jahres und der Pesus 2012 von Sastre wird vom Guia Proensa mit sagenhaften 99/100 Punkten bewertet. Dies ist nur ein kleiner Auszug der beachtlichen Erfolge, welche Weine aus unserem Sortiment dieses Jahr feiern durften.

    Als Tiefpunkt des Jahres müssen wir definitiv den Frühjahresfrost betrachten, welcher in unserer Region einen riesigen Ernteverlust verursachte und uns auch noch weit über die Jahreswende beschäftigen wird. Dank unserer treuen Partnern und Kunden, überwiegt das Positive aber bei weitem. So darf unser Team jeden Tag aufs Neue mit einem Lächeln in den Tag starten. Spannende und humorvolle Begegnungen, kulinarische Erlebnisse und die Liebe zu gutem Wein erfüllen unseren abwechslungsreichen Alltag.

    Gemeinsam mit unseren europäischen Winzerpartnern haben wir Ihnen daher als kleines Dankeschön eine tolle Festtags-Promotion zusammengestellt. Edle Weine, welche die kommenden Feiertage ideal begleiten und bestimmt auch Ihre Gäste begeistern werden. Ob ein Champagner zum Anstossen, ein eleganter Regio-Wein oder ein gehaltvoller Rotwein aus dem Süden – die in unserer Aktion angebotenen Weine gehören zu den beliebtesten Tropfen im Siebe Dupf Sortiment.

    Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen für Ihr Vertrauen im vergangenen Jahr bedanken
    Wir schätzen Ihre Treue sehr und freuen uns, auch im kommenden Jahr wieder für Sie da zu sein. Von Herzen wünschen wir Ihnen und Ihren Nächsten wunderschöne Festtage und einen guten Start ins Neue Jahr.

    Und falls Sie noch nicht wissen, was Sie über die Weihnachtstage für kulinarische Leckerbissen zubereiten möchten, gibt Ihnen unser Spitzenkoch und Mitarbeiter Jan Frey hier gerne ein paar Ideen weiter. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Nachkochen und natürlich –  BON APPETIT, ZUM WOHL und FROHE FESTTAGE!!!


    Festtage



     Seezunge Müllerin Art

    Zutaten: Für 4 Personen

    4 Stück  Seezungen, gehäutet und ohne Kopf und Schwanz, à je ca. 700 g
                  Erdnussöl Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
    ca. 50g  Weissmehl
    80 g      feinste Speisebutter
    Saft       von einer Zitrone
    1 EL       mittelfein geschnittener Peterli
    16         hühnereigrosse Kartoffeln, festkochend, geschält


    Zubereitung:

    • Die  geschälten Kartoffeln in kaltes Wasser legen. Es soll sie nicht ganz bedecken. Mit etwa einem halben Esslöffel Salz würzen. Zum Kochen bringen. Zudecken und langsam bei mittlerer Hitze etwa 12 bis 15 Minuten garen. Abschütten und in der noch warmen Pfanne etwas trocknen lassen.
    • Zwei backofenfeste Bratpfannen auf dem Herd erhitzen. Backofen auf 190 Grad vorwärmen
    • Die Fische leicht salzen und pfeffern. Das Mehl in ein feines Sieb geben und damit die Fische grosszügig bepudern. Mit den Handflächen leicht anklopfen und den Rest des Mehls abschütteln.
    • So viel Erdnussöl in die Bratpfannen geben, dass es etwa 2 mm hoch steht. Die vorbereiteten Fische hineinlegen. 1 Esslöffel Butter zufügen. Nicht zu heiss anbraten. Dabei die Pfanne am Stiel packen und immer wieder sanft rütteln, damit der Fisch nicht ansitzt. Ist er nach etwa 4 Minuten auf der einen Seite goldbraun, wird er mit Hilfe von einer Spatel umgedreht und in den heissen Backofen geschoben. Für 5 Minuten dort lassen.
    • Die Fische aus den Pfannen heben und auf heisse Teller betten. Im leicht geöffneten, zirka 60 Grad warmen Backofen einige Minuten durchziehen lassen.
    • Das Bratöl aus der Pfanne giessen. Die Pfanne mit etwas Küchenpapier reinigen, die restliche Butter hineingeben, aufschäumen lassen und unter genauer Beobachtung dunkelgelb werden lassen. Saft der Zitrone über die heissen Seezungen träufeln, mit der Butter übergiessen, Peterli darüberstreuen.
    • Kartoffeln auf dem Teller anrichten und servieren

    Weinempfehlung: Champagne Mandois Blanc de Blancs 1 er Cru

     

     

     

    Rindsfilet Wellington


    Zutaten: Für 4 Personen

    Fleisch  
    800 gr.  Rindsfilet
                Salz
                Pfeffer aus der Mühle
                Paprika Pulver
                Mildes Currypulver        
                Bratbutter zum Anbraten

    Füllung   
    1 El.      Butter
    250 gr.  fein gehackte Champignons

    Teig    
    1 El.     Zitronensaft
    1 Tl.     Thymian Blätter gehackt oder andere provenzalische Kräuter
    100 gr. Kalbsbrät
    1         Rechteckiger Blätterteig ausgewallt (ca. 25x40cm)
    1         Eigelb
               wenig Rahm

    Zubereitung:

    Fleisch
    • Gewürze mischen und Rindsfilet damit würzen
    • Bratbutter in einer Bratpfanne heiss werden lassen. Fleisch ca. 3 Min. anbraten, erst wenden, wenn sich eine Kruste gebildet hat, herausnehmen, auskühlen. Bratfett mit Haushaltpapier auftupfen

    Füllung & Teig:
    • Butter in der ausgetupften Fleischpfanne erhitzen. Champignons beigeben und dämpfen.Champignons mit dem Zitronensaft ablöschen und ein reduzieren
    • gehackte Provence-Kräuter beigeben, mit Salz und Pfeffer würzen und auskühlen lassen.
    • Kalbsbrät mit Champignons Mischen   
    • ¾ der Füllmasse in der Mitte des Blätterteigs verteilen (Grösse des Filets) und anschliessend Filet drauflegen. Anschliessend das restliche Viertel der Masse übers Rindsfilet verteilen.
    • Blätterteig zuschlagen und an den Rändern sorgfältig einfalten.
    • Eigelb mit etwas Rahm verdünnen und den Teig damit bestreichen. Mit der Gabel etwas einstechen         
    Backen:
    • 20 bis 25 Min. in der unteren Hälfte des auf 220 Grad vorgeheizten Ofens. Evtl. mit Sonde arbeiten. Die Kerntemperatur soll ca. 56°C betragen. Filet gegen Ende der Backzeit evtl. mit Alufolie vor zu starker Bräunung schützen. Herausnehmen, vor dem Tranchieren ca. 10 Min. stehen lassen.

    Dazu marktfrisches Gemüse und eine Stärkebeilage nach Wunsch servieren.
    Natürlich kann auch noch ein dunkler Jus dazu gereicht werden.
     

    Barbaresco versus Barolo – die Klassiker aus dem Piemont

    Der "kleine Bruder vom Barolo", der "weibliche Stil" eines Nebbiolo oder "David gegen Goliath". Viel durfte man in den letzten Jahrzehnten über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Barolo und Barbaresco lesen.

    Der Barbaresco galt lange Zeit bezüglich Kraft, Prestige und früherer Zugänglichkeit als der minderwertigere Wein  als der Barolo. Doch bereits in den 1960er Jahren ist er aus dem Schatten des „Königs des Nebbiolo“ hervorgetreten und hat seine Eigenständigkeit bewiesen. Er überzeugt mit würziger Intensität, grosser Eleganz und raffinierter Fruchtigkeit. Aus heutiger Sicht gibt es keinen Verlierer und keinen Gewinner. In beiden Appellationen werden zwei der wohl spannendsten Rotweine Italiens gekeltert. Es lohnt sich, die beiden ambitionierten und viel gerühmten Weinbauzonen etwas näher zu betrachten.

    Gilt die Stadt Alba als geographisches Epizentrum für kulinarische Höhenflüge im Piemont, so ist die DOCG-Region Barolo südwestlich und die DOCG-Region Barbaresco nordöstlich von Alba gelegen. Barolo umfasst mit ca. 1‘200 ha ungefähr die doppelte Anbaufläche von der DOCG-Region Barbaresco und produziert somit in etwa auch die zweifache Menge an Wein. In beiden Anbaugebieten wird auf mergel- u. kalkhaltigen, trockenen Böden mehrheitlich die spätreife und kapriziöse Nebbiolo-Traube kultiviert. Die Nebbiolo-Traube widerspiegelt die Eigenheiten eines Terroirs, ähnlich wie der Pinot Noir. So kann ein Nebbiolo aus einer direkt nebeneinanderliegenden Lage komplett unterschiedlich schmecken. Diese Tatsache erklärt unter anderem die riesige und weltweite Fangemeinde für den Nebbiolo.

    Die Unterschiede zwischen Barolo und Barbaresco liegen einerseits im Terroir – so liegt das Barbaresco-Gebiet  etwas tiefer als das Anbaugebiet des Barolo, das Klima ist wärmer und trockener und die mineralische Bodenzusammensetzung ist anders. Diese Voraussetzungen ergeben sanftere Gerbstoffe und eine mildere Säure als beim Barolo. Dadurch ist beim Barbaresco der Ausbau im Keller weniger lang um die Strenge des Nebbiolo zu mildern. (Barbaresco mindestens 2 Jahre, wovon 1 Jahr im Holz, Barolo ein Jahr länger).
    In der Jugend ist auch ein Barbaresco kaum ein gefälliger Wein. Er reift jedoch etwas schneller heran als ein Barolo, verfügt aber ebenso über ein grosses Lager- und Genusspotential.

    Bis in die 1960er Jahre wurden die meisten Barolo und Barbarescho durch grosse Handelshäuser abgefüllt und vertrieben. Die meisten Weingüter besassen selten mehr als 1 Hektar Rebfläche und somit war der Aufwand einer Erzeugerabfüllung nicht rentabel.
    Ab Mitte der 80er Jahre stieg der Trend zu früher zugänglichen Weinen. Die tannin-betonten Weine aus dem Piemont bekamen Absatzschwierigkeiten und viele Produzenten fingen an, der Marktnachfrage zu fruchtigeren und zugänglicheren Weinen zu entsprechen. Traditionell  wurde der Wein während zwei Monaten mit Schalenkontakt vergoren um anschliessend jahrelang in grossen Eichen- oder Kastanienfässern gelagert zu werden; durch diesen oxidativen Ausbau wurden die harten Gerbstoffe gemildert. Solche Weine brauchten oft mindestens ein Jahrzehnt um ihre optimale Trinkreife zu erreichen.

    Um die Weine früher zugänglich zu machen, wurde der Schalenkontakt verringert, die Temperaturkontrolle eingeführt und in Barriques, statt in den grossen Holzfässern ausgebaut. Kürzere Lagerzeiten im Fass und kleinere Erträge im Rebberg dienten zusätzlich zur Zähmung der strengen Tanninstruktur des Nebbiolo bei.
    Man sprach vom „modernen“ oder „traditionellen“ Stil – je nach welcher Methode der Winzer seine Weine kelterte. Und so gab es plötzlich „Modernisten“ oder „Traditionalisten“ und so manche „Schlacht“ über die nun wohl „wahre Identität“ eines Barolo oder Barbaresco wurde unter den Produzenten wie deren Anhänger ausgefochten.
    Heute macht diese Unterscheidung jedoch keinen grossen Sinn mehr. Denn auch bei den immer noch traditionell gekelterten Weinen, wird mit moderneren Methoden gearbeitet und auf kleinere Erträge geachtet. Im Gegenzug setzen die Modernisten vermehrt wieder grosse traditionelle Holzfässer ein und in gewissen Terroirs benötigen die Trauben eine längere Reife. Heutzutage werden mit beiden oder auch mit gemischten Methoden grossartige und majestätische Weine gekeltert, welche ohne Zweifel zu  den grössten Weinerlebnissen der Welt gehören.

    Unser Mitarbeiter und Spitzenkoch Jan Frey hat Ihnen wiederum ein paar Rezepte zusammengestellt, welche wunderbar zu unseren Monatsweinen passen:


     

    Tagliatelle con Tartufi bianco

    Zutaten: Für 4 Personen als Vorspeise

    320 gr Frische Tagliatelle
    80 gr Butter
    60 gr geriebener Parmesan
    1 kleiner weisser Trüffel
    Salz, Pfeffer


    Zubereitung:

    1. Tagliatelle al dente kochen und abgiessen
    2. Butter dazugeben und den frisch geriebenen Parmesankäse darunter mischen
    3. Mit Salz und Pfeffer würzen
    4. Die Tagliatelle auf Tellern verteilen und den Trüffel darüber reiben

     

     

     

     

    Risotto ai funghi Porcini

     

    Zutaten:

    300 gr Frische Steinpilze
    300 gr Rundkornreis (Risottoreis)
    1 Stk Zwiebel (gehackt)
    140 gr Butter
    1 dl Weisswein
    6.5 dl Rindsbouillon
    80 gr Parmesan
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung:

    1. Steinpilze mit Messer u. Pinsel putzen (nicht mit Wasser) und schneiden
    2. Pilze mit Butter (50gr.) andünsten und mit Pfeffer und Salz abschmecken anschliessend zur Seite legen
    3. Reis mit Butter und den gehackten Zwiebeln glasig dünsten, mit Weisswein ablöschen und ein reduzieren lassen. Anschliessend mehrmals mit Bouillon nachgiessen.
    4. Nach ca. 10 Minuten Steinpilze dazu und leicht mit köcheln bis der Reis gar ist
    5. Vor dem servieren den Parmesan dazu geben und mischen

     

     

     

    Brasato al Barolo

     

    Zutaten:

    1.2 kg Rindsbraten, z.B. Schulter
    200 gr Sellerie, gerüstet, in Würfeln
    200 gr Lauch, gerüstet, in Scheiben
    1 Zwiebel, mit 1 Lorbeerblatt und 2 Nelken besteckt
    3 Stk Knoblauchzehen, halbiert
    je 2-3 Italienische Blattpetersilie-, Rosmarin- und Thymianzweige, mit Küchenschnur zusammenbinden
    6 dl Barolo
    Salz, Pfeffer
    Bratbutter
    2 El Tomatenpüree
    1 Tl Rohzucker

    Zubereitung:

    1. Brasato: Braten und Zutaten bis und mit Kräutersträusschen in eine grosse Schüssel geben. Barolo dazu giessen, bis das Fleisch bedeckt ist. Zugedeckt im Kühlschrank 12 Stunden marinieren, Fleisch mindestens einmal wenden. Fleisch herausheben, trocken tupfen, Flüssigkeit ab sieben, Flüssigkeit, Gemüse und Kräuter aufheben.
    2. Braten mit Salz und Pfeffer würzen. In der heissen Bratbutter bei mittlerer Hitze rundum ca.8-10 Minuten anbraten, herausnehmen. Gemüse und Kräuter im gleichen Bräter andünsten, Tomatenpüree und Zucker mitdünsten. Mit Hälfte vom ab gesiebten Wein ablöschen, aufkochen, 10 Minuten einkochen. Braten dazugeben, 13/4-2 Stunden zugedeckt bei kleiner Hitze schmoren. Bei Bedarf mit Wein ergänzen.
    3. Braten herausnehmen, in Alufolie eingewickelt 10 Minuten ruhen lassen. Kräutersträusschen und besteckte Zwiebel entfernen. Sauce nach Belieben mit einem Teil des Gemüses etwas einkochen, abschmecken.
    4. Braten tranchieren, Gemüse und Sauce anrichten, garnieren.

    Weinregion Veneto

    Das Veneto, dt. Venetien war historisch stets eine wichtige Weinbauregion Nordostitaliens. Gegenwärtig wächst deren Bedeutung schwindelerregend durch trendbedingte Weine wie dem Amarone, dem Valpolicella Classico und Superiore und dessen Produktionsmethode Ripasso.

    Infolge des italienischen Wirtschaftswunders, dem miracolo economico, entwickelte sich Venetien in den 1960er und 1970er Jahren von einer armen und kleinbäuerlich geprägten Region zu einer der industrialisiertesten und wirtschaftlich fortgeschrittensten Italiens.

    Die zweitgrösste Stadt im Veneto ist Verona. Weltbekannt als die Opera ist das gut erhaltene und in das heutige Stadtbild miteinbezogene Amphitheater. Jedes Jahr strömen tausende Kulturinteressierte in das Innere der Arena und geniessen auf den 22.000 Sitzplätzen zahlreiche Aufführungen und Konzerte vom musikalischen Schaffen des Abendlandes der letzten 500 Jahre. Die Aufführungen von Aïda, Carmen, Don Giovanni, La Traviata, Nabucco, Tosca etc. sind oft lange Zeit im Voraus restlos ausverkauft und bieten einen unvergesslichen und einzigartigen Hochgenuss der kulturellen Sonderklasse.

    Venetien, ist eine der beliebtesten Weinregionen Italiens. Es wird im Osten vom Friaul, im Nordwesten vom Südtirol-Trentino, im Westen von der Lombardei und dem Gardasee sowie im Süden von der Emilia-Romagna begrenzt. Mit seiner knapp 75.000 ha Rebfläche gehört es zu den drei grössten Weinregionen des Landes. Auf dieser Fläche werden vor allem die weissen Sorten Garganega, Glera, Pinot Grigio, Pinot Bianco, Trebbiano und mit steigendem Anteil Chardonnay sowie für Rotweine, Rondinella, Corvina Veronese, Molinara und zunehmend Merlot und Cabernet Sauvignon angebaut. Etwa ein Viertel aller in Italien erzeugten DOC- und DOCG-Weine werden hier in über 50, teils dicht nebeneinander liegenden Gebieten produziert. Damit liefert Venetien mehr von diesen Weinen als alle anderen Regionen Italiens.

    Die Voraussetzungen für den Weinanbau sind hier auch besonders günstig. Ein steiniger und kalkhaltiger Boden, der mit roter und brauner Erde bedeckt ist, bietet den Reben gute Wachstumsbedingungen und auch das Klima ist rebenfreundlich. Denn die Alpen, deren Ausläufer das weitläufige Gebiet im Norden begrenzen, schützen das Gebiet vor dem etwas raueren nordeuropäischen Wetter und sorgen für ein ausgewogenes Klima. Die kühleren Zonen eignen sich bestens für weisse Rebsorten, während in den wärmeren Ebenen der adriatischen Küste vorwiegend Rotweine angebaut werden.

    Der wohl bekannteste Rotwein ist der Amarone aus rosinierten Trauben. Dieser wuchtig-dichte Wein kommt oft etwas ungestüm und wild daher, seine Aromen sind stets konzentriert, herb, voller Würze und Kraft – kurz, die oenophile Krönung aller Feste in und um Verona. Etwas fruchtbetonter und dezenter aber nicht minder anspruchsvoll ist der Valpolicella Classico Superiore Ripasso; oft wird er der „kleine“ Bruder des grossen Amarone genannt: die gleichen Trauben werden zu Wein vergoren und im Frühjahr erneut auf ungepressten Traubenschalen aus der Amarone-Erzeugung vergoren – ripasso = erneuter Durchgang.

    Gerade im Herbst, wo viel Wildes landesweit unsere Speiskarten ziert, können solche Weine als passende Essensbegleiter, ein kulinarisches Feuerwerk entfachen - ähnlich einem musikalischen Meisterwerk in der Opera von Verona.

    Gerne laden wir Sie nun dazu ein, einige „wilde“ Lieblings-Rezepte
    von unserem Spitzenkoch und Mitarbeiter Jan Frey zu entdecken
    und allenfalls nachzukochen – Buon appetito!!!

     

    Rehpfeffer mit Apfel / Dörrapfelkompott


    Zutaten:

    Beize:
    6 dl Rotwein
    1,2 dl Rotweinessig
    1 Stk Zwiebel geviertelt
    2 Stk Knoblauchzehen halbiert
    2 Stk Rüebli in Stücke geschnitten
    60 g Sellerie in Stücke geschnitten
    2 Stk Lorbeerblätter
    1 Stk Gewürznelke
    10 Pfefferkörner
    10 Wacholderbeeren
    1 Stk Rosmarinzweig
    1 Stk Thymianzweig
    1,2 kg Rehschulter in Ragout-Stücke geschnitten
    Salz
    Pfeffer aus der Mühle
    Bratbutter
    3 EL Mehl
    2 EL Tomatenpüree
    3 dl Wildfond
    1 dl Vollrahm schaumig schlagen

    Kompott:
    2 dl Apfelsaft
    2½ EL Birnendicksaft
    4 Stk Äpfel, Cox Orange, geschält in Schnitze geschnitten
    40 g Dörrapfelschnitze


    Zubereitung:

    1. Für die Beize alle Zutaten in eine grosse Schüssel geben. Fleisch dazugeben, zugedeckt 5 Tage im Kühlschrank beizen. Täglich umrühren.
    2. Fleisch und Gemüse absieben, Beize auffangen. Beize aufkochen, absieben, beiseite stellen. Kräuter und Gewürze entfernen. Fleisch und Gemüse trennen. Fleisch mit Haushaltpapier trockentupfen.
    3. Fleisch würzen, portionenweise in Bratbutter ringsum kräftig anbraten, gegen Schluss mit je 1 EL Mehl bestäuben, anrösten. Fleisch herausnehmen. Gemüse in derselben Pfanne in Bratbutter anbraten. Tomatenpüree dazugeben, kurz mitrösten. Mit 3 dl Beize ablöschen, auf die Hälfte einkochen. Fond und Fleisch dazugeben, aufkochen. Zugedeckt ca. 1 3/4 bis 2 Stunden schmoren.
    4. Für das Kompott Apfelsaft und Birnendicksaft aufkochen. Äpfel und Dörräpfel beifügen, zugedeckt bei kleiner Hitze 5 Minuten garen.
    5. Rahm zum Fleisch geben, aufkochen, abschmecken.
    6. Fleisch mit Sauce auf vorgewärmten Tellern verteilen, Kompott daneben anrichten, garnieren.

     

     

     

    Wildhackbraten an Pfeffer-Traubensauce

     

    Zutaten:

    Hackbraten:

    200 g gemischte Pilze, Eierschwämmli und Steinpilze, geputzt, klein gewürfelt
    Bratbutter
    1 Stk Zwiebel fein gehackt
    2 Stk Dörrfeigen klein gewürfelt
    1 dl Weisswein
    600 g Wildfleisch, z. B. je 300gr. Hirschlaffe und Rehschulter, gehackt
    1 EL Senf
    2 Scheiben Brot, ca. 80 g, in Wasser eingeweicht, ausgepresst, fein zerrieben
    1 Ei verquirlt
    1 TL Thymianblättchen
    2 EL glattblättrige Petersilie, fein gehackt
    1 ½ TL Salz
    Pfeffer aus der Mühle
    2 Stk Wacholderbeeren fein gehackt
    Butterflocken
    einige Thymianzweige zur Deko

    Trauben-Pfeffer-Sauce:
    1 Stk Schalotte fein gehackt
    Butter zum Dämpfen
    1 dl Rotwein
    1 dl Wildfond
    2 dl Saucenrahm
    200 g blaue Trauben, halbiert oder geviertelt, entkernt
    Salz
    1 EL eingelegte grüne Pfefferkörner (abspühlen)

    Zubereitung:

    1. Pilze in der Bratbutter anbraten. Zwiebel und Dörrfeigen mitdämpfen. Mit Wein ablöschen, einkochen und auskühlen lassen.
    2. Gehacktes mit den Pilzen und den restlichen Zutaten bis und mit Wacholder mischen, von Hand gut kneten, in die ausgebutterte Cake-Form geben, gut hineindrücken. Butterflocken und Thymian darübergeben. Wildhackbraten 45–50 Minuten in der Mitte des auf 200 °C vorgeheizten Ofens backen.
    3. Für die Sauce Schalotte und Pfeffer in der Butter andünsten. Mit Wein und Fond ablöschen, etwas einkochen. Saucenrahm dazugeben, sämig einkochen. Trauben beifügen, heiss werden lassen, würzen.
    4. Hackbraten aus der Form lösen, in Tranchen schneiden, mit der Sauce servieren


    Faszination Burgund 2015



    Immer im Herbst, wenn die Weinbauern im Burgund die Ernte des aktuellen Jahrgangs abgeschlossen haben, verlassen ein paar Kühl-Camions die wunderschöne Region und machen sich auf den Weg in die Schweiz. Geladen sind viele Paletten mit grossartigem Wein, auf den wir und unsere Kunden schon sehnsüchtig warten. Nun ist es also wieder soweit. Der Burgunder-Jahrgang 2015 wird in Kürze bei uns eintreffen und so viel vorweg: Ob Jancis Robinson, der Decanter, Neal Martin oder Stephen Tanzer - die Fachpresse ist sich einig! Die 15er Burgunder sind schlichtweg sensationell. Auch unser Burgunder-Team rund um Simon Hess und Pat Mayer bestätigen den Hype rund um diesen Jahrgang. Wir dürfen grossartige, exzellente, meisterhafte Rote und ausgewogene, harmonische Weisse erwarten.

    Der einzige Wermutstropfen sind die zum Teil wiederum äusserst geringen Mengen und die teilweise spekulativ hohen Preise, welche die stetig steigende Nachfrage mit sich bringt. Dabei spielt auch der zwar qualitativ ebenfalls hochstehende Jahrgang 2016 eine entscheidende Rolle, bei dem aber Frost und Hagel je nach Appellation bis zu 90% der Erntemenge vernichtet haben. Einige Burgund-Winzer haben daher entschieden, die 2015er in zwei Tranchen auf den Markt zu bringen. Ein Aspekt, der die „gerechte“ Verteilung nicht vereinfachen wird...

    Damit Sie sich persönlich von der grossartigen Qualität der Weine überzeugen können, laden wir Sie recht herzlich ein unsere Burgund-Arrivage vom 22. und 23. September in Basel und Bern zu besuchen. Neben einer Auswahl an Spitzenweinen des aktuellen Jahrgangs werden wir Ihnen auch noch einige verfügbare Provenienzen aus den letzten Jahren präsentieren. Weitere Infos zu diesem Anlass finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik Anlässe.

    Um Ihnen die Wartezeit zu verkürzen machen wir diesen Monat unsere Schatzkammer auf und präsentieren vier noch verfügbare Burgunder-Weine zum „Probierpreis“. Es hett solang s’hett!
    Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen!

    Fass  

     

     


    Wie immer stellt Ihnen unser Mitarbeiter und Spitzenkoch Jan Frey
    in der Folge 2 Rezepte zum Nachkochen vor.
    Das Thema dieses Monats ist natürlich das Burgund.


     

    Poulet „Gaston Gerard“


    Zutaten: (4 Personen)

    1 Stk Freilaufhuhn von etwa 1,5 kg, in klassisch 8 Stücke zerlegt oder 8 Hühnerschenkel
    60 gr Butter        
    1 El Sonnenblumen Öl
    4 dl weisser Burgunder
    1 EL Maisstärke mit einem Schluck Weisswein angerührt
    4 EL Vollrahm
    2 EL Dijon-Senf
    150 gr Comté, gerieben
    Salz
    Pfeffer

    Zubereitung:

    1. Die gewürzten Hühnerstücke/Schenkel in Butter und Öl in einer feuerfesten Form anbräunen. 30 Minuten bei 180°C im Backofen garen.
    2. Die Hühnerstücke/Schenkel aus der Form nehmen und warm stellen.
    3. Die Form mit dem Wein ablöschen. Angerührte Stärke, Vollrahm, Senf und Käse dazu rühren und würzen.
    4. Über die Hühnerstücke giessen und unter dem vor geheizten Salamander oder bei Oberhitze im Backofen( 250°C)  gratinieren.

     

     

     

    Pochiertes Ei „Oeufs en meurette“

     

    Zutaten: (4 Personen)

    8 Scheiben Speck, gewürfelt
    150 gr Champignons, in Scheiben
    50 gr Butter
    2 EL Olivenöl
    4 Stk. mittlere Zwiebeln, grobgehackt
    2 Stk. Knoblauchzehen (1 beiseitelegen, 1 hacken)
    2 EL Weissmehl
    1 Flasche roter Burgunder
    1 Stk. Gewürz Bouquet (frischer Thymian, Petersilie und Lorbeerblatt)
    8 Scheiben Baguette
    8  Stk. Eier
    Salz Pfeffer
    2 dl Weisswein-Essig
    1.8 L Wasser

    Zubereitung:

    1. Den Speck und die Champignons in der zerlassenen Butter und dem Öl anbraten, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und beiseite stellen.
    2. Im selben Öl die Zwiebeln und den gehackten Knoblauch andünsten.
    3. Das Mehl über die Zwiebeln streuen und zu einem Roux verrühren. Den Wein dazu rühren und aufkochen lassen. Das Gewürz-Bouquet hinzufügen und zugedeckt drei Stunden köcheln lassen.
    4. Kurz vor dem Servieren das Brot rösten und mit der beiseitegelegten Knoblauchzehe einreiben.
    5. Drei Minuten vor dem Servieren die Eier im Wasser/Essig Sud pochieren.
    6. Sauce würzen (wenig Salz, wegen der Speckwürfel).
    7. Die Eier auf eine heisse Anrichteplatte geben und mit den gebratenen Speck Würfeln, den Champignons und dem Knoblauchbrot umlegen und mit der Sauce übergiessen.

    Wichtig: Sofort servieren da das Eigelb noch flüssig sein soll.

    Die Renaissance des Gins

    Von Tobias Deesapa, Ladenleiter Liestal und Dipl. Spirituosen-Sommelier

    Gin ist in! In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach Gin einen unvergleichlichen Schub erhalten und der Zenit ist noch lange nicht erreicht. Aber woher kommt dieser plötzliche Trend?

    Die Geburt des heutigen Gin Hypes begann vermutlich 1988 in England als die Firma Bombay Distillers anfing einen Gin zu produzieren, welcher weniger dominant nach Wacholder schmeckte und diesen in eine für damalige Verhältnisse äusserst modernen Flasche abfüllte. Der Bombay Sapphire war geboren und mit ihm startete der Siegeszug einer äusserst spannenden Spirituose.

    Um die Jahrtausendwende erfolgte der nächste Schritt, als der schottische Whisky-Produzent W. M. Grand den Hendrick’s Gin auf den Markt brachte. Manch einer glaubt seither, dass ein Gin Tonic unbedingt mit einer Gurkenscheibe garniert werden müsse. Neue Geschmacksnoten, modernere Cocktails und viele Nachahmer folgten auf dem Fusse.
    Auch auf dem europäischen Festland begann der Hype um Gin. Schon bald fand man in Spanien Bars, welche hundert und mehr Gins aus aller Welt ausschenkten und dazu bis zu 20 verschiedene Tonics reichten. Was man einst in den von Malaria geplagten Ländern als Medizin trank, ist zur absoluten Mode geworden. Auch im deutschsprachigen Raum sorgten vor allem Klein-Destillerien wie die „Black ForestDistillers“ mit „Monkey 47“oder Breil Pur mit ihren Gin-Kompositionen für Furore und ebneten den Weg für eine gepflegte und beliebte Gin-Kultur.

    Nach all den Jahren stetigen Wachstums werden wir heute mit einer schier astronomischen Anzahl Gins aus allen Herren Länder konfrontiert. Hier die Übersicht zu behalten ist auch für einen Profi schier unmöglich. Nicht jeder weiss jedoch, was Gin ist und welche Arten es davon gibt. Das wollen wir im Folgenden kurz erklären.

    Grundsätzlich wird Gin aus Ethylalkohol gewonnen und mit Wacholderbeeren und weiteren sogenannten „Botanicals“ verfeinert. Botanicals sind nichts anderes als pflanzliche Zutaten wie Kräuter, Wurzeln, Blüten, Rinden, Blätter oder Gewürze. Wichtig ist, dass Wacholder im Vordergrund steht. Bei sogenannten „Modern Gins“ wo der Wacholder nicht mehr dominant ist, dürfte man grundsätzlich nicht mehr von Gin im ursprünglichen Sinn sprechen.

    Wir unterscheiden Grundsätzlich folgende Qualitäten bei Gin:
    “Gin“
    Zum Ethylalkohol dürfen natürliche oder künstliche Aromastoffe beigefügt werden. Es erfolgt keine Destillation.
    “Dry (oder destillierter) Gin“
    Der Ethylalkohol wird erneut unter Zugabe von zugelassenen natürlichen oder künstlichen Aromastoffen oder Extrakten destilliert.
    “London Gin / London Dry Gin“
    Ebenfalls durch die erneute Destillation von Ethylalkohol, aber unter ausschliesslichem zusetzen von pflanzlichen Stoffen gewonnen. Nach der Destillation darf Ethylalkohol zugesetzt werden, sonst aber nichts. Dies ist die reinste und höchste Qualität von Gin.
    Daneben gibt es den „Sloe-Gin“, der eigentlich kein „Gin“ sondern ein Likör ist, welcher aus den Früchten des Schlehdorns gewonnen, mit Gin versetzt und je nach dem zusätzlich gezuckert wurde.

    Das Tonic:
    Gin wird normalerweise nicht pur getrunken (obwohl dies bei Premiumprodukten wie dem „Breil Pur London Dry Gin“ absolut Sinn machen würde), sondern „on the rocks“ oder mit einem guten Tonic vermischt. Der Tonic Markt ist in den letzten Jahren analog des Gin-Angebotes gewachsen und heute gibt es beinahe so viele verschiedene klassische und aromatisierte Tonics wie Gins. Dabei entscheidet natürlich der persönliche Geschmack was gefällt. Beachten sollte man hier höchstens das ein stark gesüsstes Tonic den Gin eher in den Hintergrund drängt und ein eher trockenes Tonic die Aromen des Gins nach vorne bringt.

    Wöchentlich kommen neue Gins und Tonics auf den Markt und eine Konsolidierung ist noch nicht in Sicht. Damit einher geht auch der Trend zu neuen und spannenden Cocktails. Heute möchte man seinen Gästen etwas Spezielles anbieten. Dies nicht nur bei der Menüwahl, sondern auch bei den Getränken. In diesem Sinne können wir uns noch auf viel Neues freuen und unsere Gäste damit immer wieder überraschen.

    Besuchen Sie uns am 25. & 26. August 2017 in der Siebe Dupf Kellerei in Liestal und lassen Sie sich bei einer grossen Gin-Degustation inspirieren. Über 30 Gins aus verschiedensten Ländern stehen zur Degustation für Sie bereit. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Anlässe“.
    Gerne habe ich Ihnen in der Folge auch noch ein paar meiner Lieblings-Gin-Cocktails zusammengestellt. Zum Wohl und viel Spass beim Ausprobieren!





    Cocktails

     

     

     

    BreilsBee’sKnees


    Zutaten:
    6cl Breil Old Tom Honey
    2 TL Honig
    2cl Zitronensaft

    Zubereitung:

    1. Honig und Breil Old Tom in den Shaker geben und rühren bis sich der Honig auflöst.
    2. Eis und Zitronensaft dazugeben und kräftig shaken.
    3. In eine gekühlte Cocktailschale abseihen und mit einer Zitronenzeste garnieren.



     

     

     

    French 75


    Zutaten:

    3cl Gin
    2cl Zitronensaft
    1cl Zuckersirup
    10cl Champagner (z.B. Mandois Brut Origine)

    Zubereitung:

    1. Champagnerglas gut kühlen. Gin, Zitronensaft und Zuckersirup mit Eis in einen Shaker geben und gut schütteln.
    2. In das gut gekühlte Champagnerglas ohne Eis abseihen.
    3. Mit Champagner auffüllen und einer Cocktailkirsche garnieren.

     

     

     

     

    Vesper Martini (geschüttelt, nicht gerührt)


    Zutaten:

    6cl Gin
    1.5cl Vodka
    0.75 Lillet Blanc
    Eiswürfel

    Zubereitung:

    1. Gin, Vodka und Lilletblanc mit dem Eis in den Shaker geben.
    2. In ein gut gekühltes Martiniglas abseihen.
    3. Mit einer Zitronenzeste garnieren.
    4. James Bond like die Welt retten…

    Sommer gleich Grillen

    Wer vom Grillen spricht, denkt als erstes natürlich an ein paar gute Würste und ordentlich saftige Stücke Fleisch, die auf dem Rost brutzeln. Aber auch Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse aller Art sind tolle Alternativen für einen wunderbaren Grillabend.

    Der Start in die Grillsaison macht alle, die für ihr Leben gern BBQ`s geben, zu ungeduldigen Menschen. Wann kommt die Sonne, wann geht es endlich los, wann kann ich Fleisch und Fisch holen, den Grill anheizen und loslegen? An den ersten Grillabenden des Jahres sind alle Teilnehmer voller Elan mit dabei, egal ob am Grill oder als hungrige Gäste.

    Gewisse Abwechslung muss sein

    Doch den selbsternannten Grillmeistern geht irgendwann im Lauf des Sommers die Euphorie verloren, wenn keine Abwechslung auf dem Rost herrscht, wenn dort wirklich jedes Mal nur Steaks und Würste vor sich hin brutzeln.

    Dabei gibt es tolle Alternativen, die nicht nur aus Tofu oder Gemüsesorten bestehen, sondern aus den Seen, Flüssen und Meeren dieser Welt kommen. Ob die Wasserbewohner, die auf dem Grill landen, aus Salz- oder Süsswasser stammen, ist dabei völlig egal – allein der persönliche Geschmack des Grilleurs trifft diese Entscheidung.

    Erlaubt ist alles was schmeckt und man gerne isst. Es kommt auch nicht drauf an ob man mit Gas-,Holzkohle- oder Elektrogrill grilliert.
    Zahlreiche Blindverkostungen haben dieses Gerücht widerlegt. Zwischen Grillgut von Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill gibt es keine nachweisbaren geschmacklichen Unterschiede. Die Wahl des Grills ist also schlichtweg eine persönliche Vorliebe.

    Wie beim Wein gibt es auch beim Grillen Mythen:
    •    Vom Holzkohlegrill schmeckt es am besten
    •    Grillfleisch darf nicht vorher gesalzen werden
    •    Auf den Grill gehört nur Fleisch
    •    Grillfleisch muss mariniert sein
    •    Flammen beim Grillen müssen mit Bier gelöscht werden
    •    Es darf überall gegrillt werden
    •    Nur Männer grillen richtig
    •    Etc.

    Ob in diesen Urban Legends und Ammenmärchen auch eine Spur Wahrheit steckt, wollen wir hier nicht näher beurteilen. Hauptsache ist doch, dass das Grillen Spass macht und die Grillsaison jedes Jahr aufs Neue mit viel Ungeduld erwartet wird und definitiv zu den Highlights des Jahres gehört.
    Nun wünscht das ganze Siebe Dupf Team einen tollen Grillsommer



    Unsere Monatsrezepte

    Hier finden Sie ein paar Grill Rezepte von unserem Spitzenkoch,
    Jan Frey... „En Guete“.

    Rezept Jan Frey

     

     

     

     

     

    Feta mit Tomatensalsa vom Grill


    Zutaten: (für 4 Personen)

    2 Stk. Feta  je ca. 200 g, halbiert

    Marinade:
    1 Stk. Knoblauchzehe, gepresst
    2-4 Stk. Lorbeerblätter, fein geschnitten
    3 EL Rapsöl

    Tomaten-Salsa:
    4 Stk. Tomaten, geschält, entkernt, klein gewürfelt
    ½ rote Zwiebel, fein gehackt
    einige Tropfen Zitronensaft
    2 EL Rapsöl
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung:

    1. Marinade: alle Zutaten verrühren, Feta damit übergiessen und über Nacht zugedeckt im Kühlschrank marinieren.
    2. Käse bei nicht zu starker Hitze in einer Aluschale oder auf der Grillplatte 2-3 Minuten grillieren.
    3. Für die Salsa alle Zutaten mischen, würzen und zum Käse servieren

    Tipp:    Wenn sich die Kruste abgelöst hat, lässt sie sich mit einem Spachtel gut wieder auf den Feta legen.

     

     

     

    Egli-Kräuerschnecken vom Grill


    Zutaten:

    4 Stk. Metallspiesse oder Holzspiesse(1Stunde vor Gebrauch in kaltem Wasser einlegen)
    12 Stk. Eglifilets, ca. 400 g
    Salz und Pfeffer aus der Mühle
    je 4 Blättchen Basilikum, glattblättrige Petersilie und Zitronenmelisse
    250 g Cherrytomaten, mind. 20 Stück
    Olvenöl
    glattblättrige Petersilie zum Garnieren

    Mayonnaise:
    1 Stk. Eigelb
    ½ EL Senf
    1 TL Zitronensaft
    1-2 dl Rapsöl
    2 EL Sauermilch
    Salz und Pfeffer aus der Mühle

    Zubereitung:

    1. Die Eglifilets flach auslegen, würzen. Mit je 1 Kräuterblättchen belegen, zu Schnecken aufrollen. Mit einem spitzen Messer vorlochen und die Röllchen mit den Tomaten an Spiesse stecken. Mit Öl beträufeln.
    2. Für die Mayonnaise Eigelb, Senf und Zitronensaft in einer kleinen Schüssel mit dem Schwingbesen verrühren. Öl anfangs tropfenweise, dann in feinem Strahl unter ständigem Rühren darunter rühren. Sauermilch beigeben, würzen.
    3. Eglifilets 3-5 Minuten auf mit Öl bestrichener Alufolie grillieren.
    4. Heiss mit der Mayonnaise auf Teller geben, garnieren.
    Tipp:    Dazu passen Kartoffeln, Brot, Gemüse oder Salat.

     

     

     

    Marinierte Pouletstücke vom Grill


    Zutaten:

    2 Stk. Pouletbrüstchen, ca. 300 g
    12 Stk. Pouletflügeli, ca. 1 kg
    2-3 Stk. Pouletschenkel, je ca. 200 g,
    wenig Salz

    Zitronenmarinade:
    ½ Zitrone, abgeriebene Schale und Saft
    1 EL Senf
    3 EL Sonnenblumenöl
    2-3 EL gehackte Zitronenmelisse
    wenig Zitronenpfeffer;es kann auch weisser Pfeffer verwendet werden

    Paprikamarinade:
    3 EL Weissweinessig
    4 EL Sonnenblumenöl
    1 EL milder Paprika
    ½ Knoblauchzehe, in Scheiben geschnitten

    Rosmarin-Honig-Marinade:
    2 EL Balsamico-Essig
    1 EL Senf, nach Belieben grobkörnig
    4 EL Sonnenblumenöl
    1 EL Honig
    2 Stk. Rosmarinzweige
    wenig Pfeffer

    Zubereitung:

    Marinieren: über Nacht
    1. Marinaden: Jeweils alle Zutaten in je einer Schüssel mit dem Schwingbesen verrühren.
    2. Pouletstücke in drei separate Formen geben, mit der gewünschten Marinade bepinseln.
    3. Mit Frischhaltefolie bedecken, über Nacht im Kühlschrank marinieren.
    4. Pouletstücke 30 Minuten vor dem Grillieren aus dem Kühlschrank nehmen.
    5. Marinade abstreifen, salzen.
    6. Pouletstücke bei mittelstarker Glut grillieren,
    7. Brüstli 10-15 Minuten, Flügeli 10-12 Minuten und Schenkel 15-25 Minuten.

    Roséweine im Trend

    Das zelebrieren von Wein in passenden Gläsern, an schön gedeckten Tischen, zu einem erlesenen Menü gehört für viele Weinliebhaber zum Alltag. Doch Wein kann auch ein ungezwungener und unkomplizierter Genuss sein, was uns die Rosé-Weltmeister aus dem Süden Frankreichs immer wieder beweisen. Dieser „vin de copains“ wird, wie es der Name sagt, mit Freunden genossen - und er ist so herrlich unkompliziert, denn er passt zu allem, worauf man gerade Lust hat. Und im Gegensatz zu Rotwein braucht niemand zu fürchten, mitleidig belächelt zu werden, wenn er ihn mit Eiswürfeln im Glas trinkt. Ob pur, gespritzt oder auf Eis ist er an sonnigen Tagen das Trendgetränk schlechthin.

    Roséwein wird am Anfang des 21. Jh. auf der ganzen Welt in unterschiedlichsten Mengen produziert, konsumiert und exportiert. Im Jahr 2014 belief sich der weltweite Roséwein-Konsum auf 22.7 Mio. hl. Dies bedeutet, dass fast jede zehnte Flasche Wein, die rund um den Globus getrunken wird, Rosafarben ist. Auch ist der Rosé-Konsum seit dem Jahre 2002 um 20% gestiegen. Die wichtigsten Produktionsländer in Europa sind Frankreich (welches mit 7.6 Mio Hektoliter fast 30% der weltweiten Rosé-Produktion inne hat), Spanien, Italien und Portugal; in der Neuen Welt sind es vor allem die USA, gefolgt von Australien und Chile.

    Bei der Produktion eines Rosé-Weines werden die blauen Traubenbeeren nur einige Stunden auf der Maische (Das Gemisch aus Most, Beerenschalen und Traubenkernen) belassen. Je nach Länge des Schalenkontaktes ist der Wein unterschiedlich stark gefärbt. Sobald die gewünschte Farbe und Extraktion erreicht ist, wird der Saft von den Beerenschalen getrennt und zu einem Roséwein fertig vergoren.

    Einst war der Rosé als lieblich und minderwertig verschrien, mittlerweile kann er eine hervorragende Alternative zum Weiss- und Rotwein sein. Vor allem die eher trocken ausgebauten Beispiele, erfreuen sich einer grossen Beliebtheit. Insbesondere in den Sommermonaten wird der Roséwein auf Schweizer Tischen mannigfaltig getrunken und genossen: ob als erfrischender Apérowein, zu Vorspeisen, zur Grillade, asiatischen Gerichten oder gar zu sommerlichen Desserts – der Roséwein ist der önologische „Passepartout“, schlechthin.

    Auf dem hiesigen Markt sind Schweizer Roséprodukte, erfreulicherweise, die eindeutigen Marktleader, gefolgt von Importen aus Frankreich, Spanien und Italien. Unabhängig von Herkunftsland und Stil hat sich die Qualität von Rosé in den letzten Jahren grundsätzlich verbessert. Früher dachte man wohl tendenziell, Roséwein wäre zusammengepanscht bzw. ein Abfallprodukt oder eine Restverwertung unausgereifter Trauben. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass Roséweine genauso anspruchsvoll hergestellt werden wie Weiss- und Rotweine. Dabei hat vor Allem die Entwicklung der Kellertechnik dazu beigetragen, dass wir heute so saubere, fruchtbetonte und süffige Sommerweine geniessen können.

    Bei der Siebe Dupf Kellerei in Liestal gibt es in begrenzten Mengen, die sehr beliebten Roséweine aus Eigenproduktion
    •    Cuvée d’Or rosé 2016 – Pinot Noir & Cabernet Dorsa
    •    Baselbieter Pinot Noir rosé 2016

    oder den viel gerühmten Rosé aus der Provence
    •    Rosé Vin de pays du Var 2015 – Cinsault, Syrah & Merlot
    dessen Domaine de Triennes Ende 80er Jahre von den weltbekannten Burgunderdomänen Dujac und Romanée-Conti gegründet wurde

    oder
    •    Rosat VdT 2015 – Manto Negro & Merlot
    von der weltbekannten Finca Binigrau auf Mallorca

    oder – last but not least – die erstklassigen Schaumweine
    •    Prosecco rosé Brut von DALDIN
    •    Champagner rose Brut von Mandois

    Wann immer wir Roséwein ausschenken und trinken ist dies sehr erfreulich, denn dann ist der Sommer (endlich) da und wir freuen uns auf die lauen Sommernächte mit einem Glas Roséwein…


    Unsere Monatsrezepte

    Wie immer inspiriert Sie unser Spitzenkoch, Jan Frey,
    mit einigen sommerlichen Rezeptspezialitäten.

    Bon appétit!!!

    Rezept Jan Frey

     

     

     

     

     

    Auberginen-Grill-Gratin


    Zutaten:

    2 Aubergine
    2 EL Olivenöl
    150 gr. Ziegen Käserolle
    150 gr. Mozzarella
    1 Dose gehackte Pelati
    2 Knoblauchzehe, gehackt
    1/2 Zitronenabrieb
    Salz & Pfeffer
    1 Prise Zucker
    1 Handvoll gemischte Kräuter (Thymian, Rosmarin, Basilikum, Blattpetersilie) hacken.

    Zubereitung:

    1. Aubergine in 5 mm dicke Scheiben schneiden, mit Olivenöl bepinseln und mit Salz und Pfeffer würzen
    2. Mozzarella und Ziegenkäserolle in dünne Scheiben schneiden
    3. Pelati in einer Schüssel mit Zitronenabrieb und Knoblauch mischen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken
    4. Kräuter waschen und trockenschütteln, fein hacken und zu den Tomaten geben
    5. Grill vorheizen
    6. Aubergine auf dem heissen Grill auf jeder Seite ca. 2 Min. grillen
    7. Gratinform mit wenig Olivenöl einfetten, Aubergine, Mozzarella, Ziegenkäse und Tomaten abwechselnd einfüllen und im vorgeheizten Grill ca. 15 Minuten gratinieren


    Dazu Kräuter-Baguette vom Grill servieren

     

     

     

    Zucchetti-Kabeljau-Lasagne


    Zutaten:

    8 mittel grosse Zucchetti  in Streifen geschnitten (0.5cm)
    600 gr. Kabeljau
    4 fein gehackte Sardellen
    250 gr. geriebener Parmesan
    1 Knoblauchzehe
    Salz, Pfeffer, Rosmarin, Zitronenthymian
    0.5 lt. Fischfond
    30 gr. Butter
    25 gr. Mehl
    0.25 lt. Milch
    Olivenöl

    Zubereitung:

    1. Kabeljau in eine Pfanne legen und mit dem Fischfond übergiessen
    2. 1-mal aufkochen und anschliessend auf niedrigster Stufe 8 Minuten ziehen lassen
    3. Fisch auskühlen lassen und den Fischfond durch ein Sieb passieren
    4. Fisch enthäuten, entgräten und in kleine Tranchen zerlegen
    5. Butter zerlaufen lassen mit Mehl abbinden und Fischfond und Milch dazu giessen
    6. Gehackte Sardellen und Kräuter dazu geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken
    7. Gratinform mit Olivenöl ausstreichen
    8. Erste Schicht Zucchettistreifen dann Kabeljau anschliessend Béchamel darüber giessen
    9. Nach dem letzten Béchamel-Überguss mit Parmesan bestreuen und im vorgeheizten Backofen (220 Grad) 12-15 Minuten backen.

    Dazu Rosmarinkartoffeln servieren

     

     

     

    Rinds-Gemüse Ragout Provence-Art


    Zutaten:

    600 gr. Rindsragout
    1 Knoblauchzehe, gehackt
    1 EL Provence-Kräutermischung (Thymian, Rosmarin, Basilikum und Blattpetersilie)
    1 TL Zitronensaft
    2 EL Senf
    Salz, Pfeffer
    2 EL Olivenöl
    800 gr. gemischtes Gemüse, z.B. Zwiebeln, Lauch, Stangensellerie, Rüebli  gerüstet, in mundgerechte Stücke geschnitten
    1 dl Gemüsebouillon
    600 gr. Frühlings-Kartoffeln, evtl. halbiert
    Butterflocken


    Zubereitung:

    1. Römer-Topf 2 Stunden in kaltes Wasser legen
    2. Das Fleisch mit Knoblauch, Kräutern, Zitronensaft, Senf, Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen
    3. Lagenweise mit Gemüse und Kartoffeln in den Römertopf schichten
    4. Butterflocken darüber verteilen
    5. Den Deckel verschliessen und den Topf in den kalten Ofen schieben
    6. Bei 200°C während 1 ¾-2 Stunden garen.

    Sardinien -
    Weininsel & Ferienparadies


    Die vielseitig beliebte Ferieninsel Sardinien liegt ca. 200 km vor dem italienischen Festland im westlichen Mittelmeer.

    Deren Weinanbau wird auf gut 40'000 ha gehegt und gepflegt; einst vor allem genossenschaftlich organisiert und auf Mengen fokussiert, wird dem heutigen Weinbau die längst verdiente Beachtung geschenkt. Lange Zeit wurden die alkoholstarken Weine von Sardinien zum verstärken anderer Weine aus nördlichen Regionen mit kühlerem Klima verwendet. Dieser Nutzung hat der Klimawandel in den letzten Jahren bekanntlich einen deutlichen Strich durch die Rechnung gemacht.

    Ein einziges Mal sei dem Klimawandel gedankt, denn somit fand ein rahmenbedingtes Umdenken statt, ansonsten wäre die Weinwirtschaft Sardiniens vermutlich obsolet geworden. Viele familiäre Weinbetriebe haben sich heute der Qualität verschrieben und produzieren qualitativ sehr erfreuliche Weiss- und Rotweine.

    Bekannteste Weissweine werden aus der Vermentino-Traube gekeltert und besitzen meistens DOC- oder gar DOCG-Status wie der im Norden angebaute erfrischende Vermentino di Gallura (s. Weingut des Monats). Wer auf Sardinien in den Ferien weilt, dem sei geraten, sich nach dem raren und süssen Malvasia di Bosa umzusehen – ein Fund lohnt sich allemal.

    Rund 20% der gesamten Rotweinproduktion wird vom bekannten Cannonau, vermutlich ein Klon von Grenache, abgedeckt. Ob reinsortig oder im Verschnitt mit anderen Rebsorten vinifiziert, besitzen diese DOC-Weine stets ein sehr gutes Qualitätspotenzial. Besondere Beachtung verdient auch der Carignano del Sulcis, ein DOC-Rotwein, der mitunter zu den erfolgreichsten Rotweinen von ganz Sardinien gehört. Lohnenswert zu entdecken sind die Rotweine aus den autochthonen Rebsorten Nuragus, Torbato, Muristellu, Bovale sardo etc.

    Unsere Monatsrezepte

    Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Entdeckung
    unserer neuen Weine aus Sardinien und wie immer inspiriert Sie
    unser Spitzenkoch, Jan Frey, mit einigen Rezeptspezialitäten.

    Salute & Buon appetito!

     

    Fainè aus Porto Torres


    Zutaten:

    300 gr Kichererbsen Mehl
    1 lt lauwarmes Wasser
    1 Tl Rosmarin gemahlen oder frisch gehackt
    Olivenöl
    Salz
    schwarzer Pfeffer aus der Mühle

    Zubereitung:

    1. Unter ständigem Rühren wird das Kichererbsen Mehl  zusammen mit dem Rosmarin in das gesalzene Wasser eingerührt, bis ein glatter Teig entsteht.
    2. Minimum 4 Stunden ruhen lassen. Von Zeit zu Zeit umrühren, falls noch nötig nachsalzen.
    3. Ein Kuchenblech mit genügend Olivenöl bestreichen. Der Teig muss fast auf dem Olivenöl schwimmen.
    4. Den Teig 1 cm auswallen und auf das geölte Kuchenblech legen.
    5. Im Backofen, in der Mitte bei maximaler Hitze 250 -300 Grad ca. 15-20 Minuten ausbacken bis eine goldbraune Färbung entsteht.
    6. Mit schwarzem Pfeffer würzen, in grosse Quadrate schneiden und vom Blech lösen. Hier zeigt es sich, ob genügend Olivenöl verwendet wurde!

      Dazu Käse und Prosciutto servieren.

     

     

     

    Fregola Sarda Tostada mit Mangold, Speck, Salcicca und getrockneten Tomaten


    Zutaten:

    250 gr Fregola Sarda Tostada (Hartweizengriess Kügelchen)
    ½ Stk Mangold frisch
    6 Stk Tomaten getrocknet in Öl
    100 gr Speck gewürfelt
    3 Stk Salsicce (italienische Bratwürste, à 150 g)
    100 gr Pecorino gerieben
    4 Stk Frühlingszwiebel frisch, geschnitten
    3 Stk Knoblauchzehen gehackt
    8 El Olivenöl extra vergine
    4 Stiele Minzeblätter gehackt
    0,1 gr Safranfäden
    ½ lt Gemüse-Bouillon heiss
    ½ lt trockener Weisswein (Vermentino)
    Pfeffer aus der Mühle
    Salz
    Chili aus der Mühle


    Zubereitung

    1. Die Salsicce (ohne Haut) und Speck in Olivenöl bei mittlerer Hitze braten.
    2. Zwiebeln und Knoblauch kräftig andünsten.
    3. Die Fregola Sarda und das kleingeschnittene Gemüse (Mangold, getrocknete Tomaten) hinzugeben.
    4. Nach und nach die Gemüsebouillon und den Wein dazu geben und etwa 30 Minuten köcheln lassen.
    5. Safran in die Pfanne geben.
    6. Wenn nötig immer wieder etwas Wasser nachgiessen und rühren – wie beim Risotto. Zum Ende der Garzeit die gehackte Minze und den  geriebenen Pecorino unterheben und noch ca. 1 Minute weiterköcheln.
    7. Mit Pfeffer, Salz und Chili abschmecken.

     

     

     

    Gattou Sardo


    Rezept Jan Frey

    Zutaten:

    400 gr Mandeln
    400 gr Zucker
    1 Stk Zitrone unbehandelt
    Zitronenblätter
    Olivenöl


    Zubereitung

    1. Die Mandeln in leicht gesalzenem Wasser kurz zum Kochen bringen.
    2. Mandeln schälen und im warmen Backofen leicht rösten. (200 Grad Ober- und Unterhitze)
    3. Den Zucker in einer Pfanne bei geringer Hitze mit etwas Wasser auflösen.
    4. Sobald der Zucker Farbe annimmt, die Mandeln zugeben und mit einem Holzkelle rühren bis der Zucker komplett karamellisiert.
    5. Nun vorsichtig den Saft einer halben Zitrone durch ein Sieb hinzugeben.
    6. Zügig von der Herdplatte nehmen und auf eine kalte mit Olivenöl eingeölte Fläche schütten. z. B. ein Backblech oder eine Marmorplatte
    7. Es soll eine Schicht von ungefähr 1 cm dicke entstehen.
    8. Die noch heisse/warme Masse mit dem Saft der zweiten Zitronenhälfte übergiessen.
    9. Die erkaltende Masse in etwa 3x3cm grosse Stücke schneiden und auf abgewaschenen Zitronen- oder Limettenblättern auskühlen lassen.

    Siebe Dupf Weinfestival 2017

    Der Sommer naht, die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite und in den Weinkellern wird der neue Jahrgang fleissig in die Flaschen gefüllt. Es herrscht Aufbruchsstimmung – so auch in der Siebe Dupf Kellerei. Denn das alljährliche Jahres-Highlight steht vor der Türe.

    Das Siebe Dupf Weinfestival findet dieses Jahr vom Donnerstag, 20. April bis Samstag 22. April auf unserem Areal in Liestal statt.

       Weinfestival   Weinfestival

    Auch dieses Jahr erwarten Sie viele Attraktionen rund um den Wein. Mehr als 30 Weingüter aus Europa haben uns Ihre Teilnahme zugesichert. Es wird internationale Frühlings-Stimmung aufkommen, wenn Produzenten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und der neuen Welt ihre Weine persönlich kredenzen.

    Besonders freuen wir uns dieses Jahr auf Weingüter, welche ihre Weine erstmals am Weinfestival präsentieren. So zeigen Ihnen die Domaine Mas de Boislauzon aus der Rhône ihre prächtigen Châteauneuf-du-Papes, die Domaine Jean-Baptiste Ponsot ihre grossartigen Weissweine aus dem Burgund oder Bruno Rocca seine wunderbaren Rotweine aus dem Piemont. Daneben dürfen wir Ihnen zwei weitere Neuentdeckungen aus Italien darbieten. Die Weine sind soeben eingetroffen und schon haben Sie die Möglichkeit, diese erstmals zu degustieren.

    Einerseits wird Alessandro Gobbetti sein junges Weingut Poggio Cagnano aus der Maremma-Toscana präsentieren. Das Weingut liegt in den höchsten Lagen der Maremma auf ca. 450 Meter über Meer und produziert zurzeit nur gerade 8500 Flaschen Wein im Jahr. Mit dem Jahrgang 2013 hat er seine ersten Weine gekeltert und so viel vorweg – die Weine sind schlicht atemberaubend. Es gilt: „Es hett solang s’hett“…
    Andererseits wird ihnen Gioacchino Sini von Unmaredivino sein wunderschönes Weingut aus Sardinien näher bringen. Neben einem umwerfend erfrischenden und mineralischen Vermentino zeigt er zwei Rotweine mit Gaumenfeuer und süditalienischem Charme.

    Interessante Begegnungen, überraschende Weinerlebnisse, fröhliches Fachsimpeln und natürlich genussvolle Degustationen sind Programm. Als weitere Highlights bieten wir während den Festivalzeiten eine kostenlose Kinderbetreuung an. So können die Erwachsenen in Ruhe Weine probieren während die Jungmannschaft im Kinderzelt mit Gleichgesinnten spielen oder basteln darf.
    Auch für das kulinarische Erlebnis ist gesorgt. Am Siebe Dupf Grill-Stand bewirten wir Sie mit Wurst und Brot, das Team von Gastro Baselland verwöhnt Sie mit kleinen Köstlichkeiten und last but not least stellt Ihnen das Milchhüsli Liestal an einem Stand ihre Käsespezialitäten vor.

    Für diejenigen die am Samstagabend nach dem Weinfestival immer noch durstig sind folgt der fulminante Abschluss mit der Winemakers Party im Kulturhotel Guggenheim in Liestal. Geniessen Sie mit den anwesenden Winzern einen unkomplizierten Abend mit Apéro, einem 3-Gänge-Menü, einem tollen Weinbüffet und Live-Musik mit dem Trio MEO. Weitere Informationen zu diesem Anlass sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.guggenheimliestal.ch .

    Lassen Sie sich diesen Event nicht entgehen und besuchen Sie uns am Siebe Dupf Weinfestival 2017. Wir freuen uns auf Sie!

    Weitere Informationen finden Sie im angehängten Flyer.

    FLYER

    Weinfestival

    Unsere Monatsrezepte

    Gerne laden wir Sie dazu ein, einige Lieblings-Rezepte von unserem
    Spitzenkoch und Mitarbeiter, Jan Frey - nachzukochen.
    Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und „bon appétit“!

     

    Käsenocken


    Zutaten:

    Nocken:
    30g Zwiebel
    20g Butter
    100g Bergkäse
    150g Weissbrot, kleine Würfel schneiden
    2 Eier
    100ml Milch
    1 EL Mehl

    Weiteres:
    2 EL Schnittlauch, fein geschnitten
    Pfeffer aus der Mühle
    Salz
    20 g Parmesan, gerieben
    30 g Butter, gebräunt
    2 EL Schnittlauch, fein geschnitten

    Zubereitung

    1. Die Zwiebel schälen, fein schneiden und in der Butter dünsten.
    2. Den Käse in kleine Würfel schneiden und mit der gedünsteten Zwiebel zum Weissbrot geben.
    3. Die Eier mit der Milch verrühren und zusammen mit dem Schnittlauch zum Weissbrot geben.
    4. Mit Salz und Pfeffer würzen und gründlich vermengen. Das Mehl dazugeben und die Masse kneten, bis der Teig zusammenhält.
    5. Mit nassen Händen Nocken formen.
    6. Reichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, die Nocken in das siedende Wasser geben und kochen lassen.
    7. Herausnehmen, abtropfen lassen und auf Tellern oder einer Pfanne anrichten und mit dem Parmesan bestreuen.
    8. Die gebräunte Butter darübergiessen und mit dem Schnittlauch servieren.
    9. Garzeit: ca. 15 Minuten.

    Ein besonderer Tipp:
    Man kann in die Käsenockenmasse auch noch Quark dazu geben, dadurch wird der Teig geschmackvoller. Servieren Sie dazu Krautsalat mit Speck.

     

     

    Schlutzkrapfen


    Rezept Jan Frey

    Zutaten:

    Teig:
    150g Roggenmehl
    100g Weizenmehl
    1 Ei
    50-60ml lauwarmes Wasser
    1EL Öl
    Salz

    Füllung:
    300g Frischer Blattspinat
    50g Zwiebel
    1/2 Knoblauchzehe
    1EL Butter
    100g Quark
    1EL Parmesan, gerieben
    1EL Schnittlauch
    1Msp. Muskatnuss
    Pfeffer aus der Mühle,
    Salz

    Weiteres:
    Parmesan, gerieben
    braune Butter
    Schnittlauch, fein geschnitten

    Zubereitung

    1. Die beiden Mehlsorten vermischen, ringförmig auf ein Nudelbrett geben und salzen.
    2. Das Ei mit lauwarmem Wasser und dem Öl verquirlen, in die Mitte des Mehlkranzes giessen und von innen nach außen zu einem glatten Teig verkneten.
    3. Den Teig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
    4. Den Spinat fein hacken, Zwiebel und Knoblauch in der Butter dünsten, Spinat hinzugeben und etwas auskühlen lassen.
    5. Den Quark, Parmesan und Schnittlauch dazugeben und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen und gut verrühren.
    6. Den Teig mit der Nudelmaschine dünn auswallen.
    7. Den Teig möglichst schnell verarbeiten, damit er nicht austrocknet.
    8. Mit einem runden Ausstecher Kreise von ca. 7 cm Durchmesser ausstechen.
    9. Die Füllung mit einem kleinen Löffel in die Mitte geben.
    10. Den Rand mit Wasser anfeuchten und den Teig halbmondförmig zusammenfalten.
    11. Sofort mit den Fingern die Ränder andrücken.
    12. Die Schlutzkrapfen in Salzwasser kochen und anrichten.
    13. Mit Parmesan bestreuen und mit brauner Butter und Schnittlauch servieren.

    Riesling forever

    von Björn Knuchel – Verkaufsleiter Siebe Dupf Kellerei

    Es ist noch gar nicht so lange her, da waren mir die Rieslingweine äusserst unangenehm. Heute sind sie für mich das pure Gegenteil – ein Hochgenuss!!!

    Alles was mit Riesling zu tun hatte, war geprägt von meinen vernichtenden Vorurteilen: einerseits klebrig, pampig und süss oder aber sauer wie frischer Zitronensaft. Farblose Weine die zu nichts taugen und selten wirklich reif würden. Weinland Deutschland existierte somit nur in meinen Alpträumen…

    Gottseidank hat sich dies komplett verändert: die Riesling-Traube mit ihrer einzigartigen Aromatik wurde mitunter zu meiner Lieblings-Rebsorte. Wenn man bedenkt, dass deren Weine bis vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges in allen europäischen Königshäusern als teuerste und kostbarste (Süss)weine kredenzt wurden. Schaut man sich alte und verstaubte Weinkarten der renommierten Gasthäuser anno dazumal etwas genauer an, so ist man erstaunt über die Tatsache, dass die deutschen Rieslingweine stets teurer feilgeboten wurden als ALLE prestigeträchtigen Burgunder- und Bordeauxweine.

    Was ist passiert?

    Zwei schreckliche und zerstörerische Weltkriege liessen die einst so prosperierende deutsche Weinkultur buchstäblich „verrecken“. Erst Jahrzehnte später kam es zur dankbaren Wiederbelebung der einst so tollen Weingeschichte Deutschlands. Viele bedeutende und einzigartige Winzer haben sich erneut einem kompromisslosen Qualitätsdenken verschrieben – nur das Beste scheint ihnen gut genug.

    Heute steht der deutsche Riesling weit oben auf der weltweiten Nachfrage. Amerika, beispielsweise, spricht weiterhin vom „rhine-riesling“ und ordert die Riesling-Weine rekordverdächtig für die landesweite Spitzengastronomie.

    Es kommt nicht von ungefähr, dass der einst verpönte Riesling auf der ganzen Welt zunehmend erfolgreich angepflanzt wird.

    Zahlreich werden heute auf der ganzen Welt ambitionierte Speisenkombinationen mit den einzigartigen Rieslingweinen von beflissenen Sommeliers in der gehobenen Gastronomie zelebriert. Selbst die schwierige Kombination mit asiatischer Küche wird vom Riesling meisterhaft und mit Bravour gelöst.

    Der variantenreiche Riesling bietet alles, was man(n)/frau sich wünscht für einen vielseitigen Weingenuss: trocken, feinherb, halbtrocken, süss und edelsüss finden sich endlos viele Gelegenheiten dem Rieslingwein die wohlverdiente Ehre zu erweisen…

    Unsere Monatsrezepte

    Gerne laden wir Sie dazu ein, einige Lieblings-Rezepte von unserem
    Spitzenkoch und Mitarbeiter, Jan Frey -
    natürlich passend zu den Riesling-Weinen - nachzukochen.
    Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und „bon appétit“!

     

    Grüner Papayasalat


    Koch-Material:
    Grosser Mörser
    Papaya Slicer (Asia Shop)

    Zutaten für 4 Personen:

    400g grüne Papaya im Asia Shop kaufen( mitSlicer feine Streifen schälen)
    10 Stk. Cherrytomaten
    5-7 Stk. kleine rote Chilischoten je nach gewünschter Schärfe
    1 El getrocknete Crevetten
    4 El Fischsauce
    4 Knoblauchzehen
    100 gr Schlangenbohnen
    2 El Limettensaft
    2 El Palmzucker
    4 El geröstete Erdnüsse

    Zubereitung

    1. Knoblauchzehe und die Thai Chilischoten in den Mörser geben, mit dem Stössel zerdrücken
    2. Die Chilischoten Menge kann man je nach gewünschtem Schärfegrad wählen
    3. Die kleingeschnittenen Schlangenbohnen und die Hälfte der gerösteten Erdnüsse hinzugeben
    4. leicht mit dem Holzstössel quetschen – nicht zermanschen
    5. Halbierte Cherry Tomaten dazugeben und  zerquetschen bis der Tomatensaft herauskommt
    6. Die getrockneten Garnelen zugeben und mit dem Holzstößel in grössere Stücke zerkleinern
    7. Fischsauce, Limettensaft und Palmzucker hinzufügen
    8. Mit dem Holzstössel nun die Gemüsemasse leicht zerdrücken und mit dem Löffel vorsichtig mischen
    9. Dann die Papaya Schnitzer in den Mörser geben und erneut mit dem Holzstössel und dem Löffel vorsichtig mischen
    10. Erneut mit Fischsauce, Palmzucker oder Limettensaft verfeinern und abschmecken
    11. Zum Schluss die restlichen Erdnüsse zugeben

     

     

     

    Kokosmilchsuppe „Tom KhaGai“ Suppe


    Rezept Jan Frey

    Zutaten für 4 Personen:

    400 gr Pouletbrust
    4 dl Wasser
    8 dl Kokosmilch ( 2 Dosen )
    1 Dose Reisstrohpilze
    2 Stk. Galanga Wurzeln
    2 Stk. Limetten
    2 Stk. Tomaten
    4 Stk. Limettenblätter
    10-15 Thaikorianderblätter  je nach Geschmack
    2 Stk. Frühlingszwiebel
    2-4 Stk. kleine rote Chilischoten
    2 El Thai-Bouillon (Asia Shop)
    2 Tl Fischsauce

    Zubereitung

    1. Pouletfleisch in Stücke schneiden (Streifen)
    2. Galanga-Wurzel in feine Scheiben schneiden
    3. Frühlingszwiebeln in ca. 1 cm lange Stücke schneiden
    4. Chili diagonal in feine schneiden
    5. Limettenblätter von Hand vierteln Tomate in Stücke schneiden ( achteln)
    6. Koriander entblättern
    7. 4 dl Wasser erhitzen (nicht kochen)
    8. 4dl Kokosmilch zugeben (vom konzentrierten Teil, der Dosen. Obere Hälfte)
    9. kurz aufkochen und dann Galanga-Scheiben und Bouillon beifügen
    10. Poulet und Fisch-Sauce zugeben
    11. Den Rest der Kokosmilch, die Pilze und Tomatenstücke zugeben
    12. kurz aufkochen, dann Zitronenblätter, Chili, Koriander, Frühlingszwiebeln
    13. Zum Schluss Limettensaftdazugeben

    Genussvolle Lesestunden in der kalten Jahreszeit

    Wenn es draussen kalt und frostig ist, machen wir es uns drinnen vor dem Kamin gemütlich. Ein gefülltes Glas Wein auf dem Beistelltischchen und in Händen ein Buch von Martin Walker, „Reiner Wein“, der sechste Fall für Bruno – Chef de Police. Martin Walker, geboren in Schottland, ist Schriftsteller und war während Jahrzehnten politischer Journalist bei der britischen Tageszeitung „The Guardian“. Heute lebt er in Washington und im Périgord, einer zauberhaft-reizenden Gegend im Südwesten von Frankreich. Für viele Franzosen hat die Küche des Périgord einen besonderen Stand: sie gilt als ursprünglich, köstlich und wird gerne in möglichst grosser Runde genossen.

    Somit liegt es auf der Hand, dass der liebenswerte Protagonist in Walkers Romanen ein vorzüglicher Koch und Feinschmecker ist. Dieser sympathische Bruno, Dorfpolizist in Saint-Denis, einem der schönsten Fleckchen im Périgord und somit ganz Frankreichs, bekommt immer wieder viel zu tun: komplexe Straftaten, die oft mit wenig rühmlichen Kapiteln der französischen Geschichte im 20. Jahrhundert verstrickt sind, werden letztendlich brillant von ihm gelöst, den sein intuitiver Spürsinn und sein Verstand führen ihn stets auf die richtige Spur…

    Bruno, die Hauptfigur in den spannenden Krimis von Martin Walker ist ein Philanthrop. In einem Waisenhaus elternlos aufgewachsen, glaubt er trotzdem an das Gute im Menschen; selbst seine zahlreichen  Kampfeinsätze im Ex-Jugoslawienkrieg und der damit verbundene Verlust seiner grossen Liebe lassen ihn – zwar leidgeprüft – als Gutmenschen erscheinen.

    Er geniesst vorbehaltlosen Rückhalt bei „seiner“ Dorfbevölkerung, trainiert als ehemaliger Rugbyspieler die Jungmannschaft von Saint-Denis, ist hilfsbereit, allgegenwärtig und wird von Frauen zahlreich und oft verehrt…

    Neben der stets spannenden Lektüre wird in allen Büchern von Walker gekocht und getrunken, was das Zeug hält. Bruno’s Kochkünste werden eingehend beschrieben, man bekommt Hunger, möchte mitkochen, am liebsten mitessen und dazu köstlichen Wein trinken…

    Solche köstlichen Weine finden Sie in unseren Ladengeschäften in Liestal und Basel in Hülle und Fülle.
    Die ebenso beliebten Bestseller von Martin Walker und anderen Krimi-Autoren gibt es vorübergehend in kleiner Auflage bei uns an der Kasse. Zusätzlich informieren wir Sie gerne vor Ort über unsere wiederkehrenden Anlässen zu den Themen „Crime & Wine“ und „Whiskey & Crime“.

    Wir freuen uns auf Sie!


    Unser Monatsrezept

    Gerne laden wir Sie diesen Monat zu einem Rezept ein
    von Bruno – Chef de Police in Saint-Denis.
    Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und „bon appétit“!

     

    Boeuf à la périgourdine

    (für 4 Personen, in einer sehr grossen Kasserolle)

    Ofen auf 150°C vorheizen

    • 20 g Entenschmalz oder 20 ml Olivenöl in der Kasserolle erhitzen
    • 1 kg Rindfleisch, Schulter oder Gulasch, in 2,5 cm grosse Würfel geschnitten, darin anbraten, anschliessend auf einen vorgewärmten Teller legen
    • 1 Zwiebel, grob gehackt in der Kasserolle glasig dünsten, sobald sie Farbe annimmt, den Bratensatz vom Boden lösen und das angebratene Fleisch wiederhinzufügen
    • Mit 20 g Mehl das Fleisch von allen Seiten bestäuben, gut umrühren
    • Nach und nach eine ½ Flasche fruchtigen Rotwein (am besten aus Südfrankreich) zugiessen, weiter gut umrühren um Klümpchenbildung zu vermeiden
    • 3 Knoblauchzehen, grob gehackt, 1 Lorbeerblatt, 1 – 2 Thymianzweige, Salz und Pfeffer zugeben
    • 1 mittelgrosse Karotte in dünne Scheiben geschnitten hinzufügen


    Kasserolle mit geschlossenem Deckel für 2 Std. in den Ofen schieben

    • In einer Pfanne 250 g Speckwürfel anbraten, bis sich das Fett fast vollständig verflüssigt hat
    • 250 gr Silberzwiebeln und 150 gr frische kleine Champignons zugeben und im Fett schwenken
    • Sobald diese Farbe annehmen, die Mischung mit einem Schaumlöffel in die Kasserolle geben
    • 150 ml Madeira oder Portwein dazugiessen


    Kassarollendeckel aufsetzen und für weitere 40 Min. in den Ofen stellen

    • Nach 10 Min. 8 mittlere ungeschälte Kartoffeln beifügen und mitgaren
    • Kasserolle aus dem Ofen nehmen, Lorbeerblatt entfernen, mit Salz und Pfeffer abschmecken

     

     

    Bandol

    Ganz Gallien, äh pardon, die ganze Côte d’Azur scheint von der Immobilienbranche besetzt… Die ganze Côte d’Azur? Nein! Ein von unbeugsamen Idealisten bevölkertes Gebiet namens Bandol im südlichsten Zipfel der Provence gelegen, hört nicht auf, der um sich greifenden Baubranche Paroli zu bieten, mit Erfolg. Den mutigen Comic-Helden, Asterix und Obelix gleich, verteidigen diese verwegenen Winzer „ihre“ einzigartig-schöne Küstenregion gegen geplante Betonwüsten unserer Zeit.

    Die zwergenhafte Appellation liegt zwischen Marseille und Toulon, trägt den Namen des gleichnamigen Hafen- und Urlaubsstädtchens und ist die bedeutendste Region der mächtigen Côtes de Provence. Die steil abfallenden Rebberge bieten oft grenzenlose und traumhafte Sicht auf das mediterrane Mittelmeer – welch unvergessliches Erlebnis.

    Einst wurden die beliebten Weine von hier in die weite Welt verschifft. Die hiesigen Rotweine werden als reinsortige Mourvèdre-Weine oder mit Grenache, Cinsault, Carignan und Syrah verschnitten. Roséweine enthalten oft bis zu 95% Mourvèdre und für die erstaunlich frischen Weissweine sind Bourboulenc, Clairette blanche und Ugni blanc zugelassen.  

    Diese aussergewöhnlich sonnige (3‘000 Sonnenstunden/Jahr) und von kühlen Nordwinden geschützte Ecke Südostfrankreichs ist die (einzige) wahre Heimat der widerspenstigen Mourvèdre-Traube, denn hier gelangt diese meistens zur Reife. Dickschalig, kleinbeerig und launenhaft ist die Mourvèdre, dessen Weine sind in der Jugend unnahbar, die Gerbstoffstruktur garantiert ein langes Leben und wer die Weine ausreifen lässt, wird mit einmaligen Trinkerlebnissen belohnt.

    Alain Pascal von der Domaine Gros Noré – ein Naturbursche par exellence, dessen kräftige Statur uns respektvoll an seine Boxerkarriere erinnert, Plattnase inklusive, spricht mit näselndem „Provence-Dialekt“ von seinen jahrzehntealten Erfahrungen im Umgang mit der Mourvèdre.
    Demütig und voller Ehrfurcht erzählt er uns, dass er nun endlich begreift wie diese monströsen Gerbstoffe der Mourvèdre gezähmt werden wollen; er lässt uns mit (fast) zärtlicher Stimme wissen, dass er mit „seinen Kindern“ sowohl im Rebberg als auch im Keller spricht. Er schaue halt auf die Natur, düngt und erntet nach den Mondphasen; seine Arbeit sei reine Unterstützung meint er selbstlos, denn die Natur brauche keine Bevormundung.
    Wir sind stolz, dass wir mit der Domaine Gros Noré, eines der renommiertesten Weingüter des Bandols in der Schweiz vertreten dürfen. Gerne stellen wir Ihnen die Domaine unter der Rubrik „Winzer des Monats“ etwas näher vor.



    Unsere Monatsrezepte

    Gerne laden wir Sie dazu ein, einige Lieblings-Rezepte von unserem
    Spitzenkoch und Mitarbeiter, Jan Frey -
    natürlich passend zu den Bandol-Weinen - nachzukochen.
    Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und „bon appétit“!

     

    Wildschwein mit Brombeer-Chutney

    Zutaten:

    Fleisch:
    600 g Wildschweinfilets
    2-3 Knoblauchzehen, in Scheibchen geschnitten
    3 Zweige Zitronenthymian
    Salz, Pfeffer aus der Mühle
    Bratbutter zum Anbraten
    Olivenöl

    Chutney:
    3 EL Zucker
    0,5 dl Rotwein
    200 g Brombeeren
    0,2 dl Rotweinessig

    Sauerkraut:
    300 g gekochtes Sauerkraut, abgetropft
    1,5 dl Vollrahm
    Salz, Pfeffer

    Zubereitung

    1. Fleisch mit Knoblauch, Zitronenthymian, Salz, Pfeffer und Olivenöl 1-2 Stunden marinieren.
    2. Backofen auf 80 °C vorheizen, eine Gratinform zuunterst reinschieben.
    3. Wildschweinfilets ohne Knoblauch, in der heissen Bratbutter rundum kurz braun braten.
    4. In den vorgewärmten Ofen auf ein Gitter legen, Knoblauch auf das Fleisch geben.
    5. 40-60 Minuten niedergaren (Kerntemperatur 60 °C.), je nach Filetdicke.
    6. Für das Kompott den Zucker bräunen bis er schäumt. Mit Rotwein und Essig ablöschen, auf die Hälfte einkochen.
    7. Beeren beigeben, 10 Minuten ziehen lassen.
    8. Sauerkraut mit dem Rahm aufkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    9. Auf warmen Tellern das Sauerkraut anrichten. Wildschweinfilets in Tranchen von 1 cm schneiden, auf das Sauerkraut legen
    10. einen Esslöffel Brombeerkompott darauf geben. Mit Zitronenthymian garnieren. 

     

     

    Käsekrapfen mit Tomatencoulis (Vegetarisch)

    Zutaten:

    Teig:
    2 dl Wasser
    50 g Butter
    1 Msp. Salz
    Muskatnuss, Paprika
    120 g Weissmehl
    2 Eier
    150 g Hobelkäse, gerieben
    Öl zum Frittieren (Erdnussöl)

    Tomatencoulis:
    1 Schalotte, fein gehackt
    1 Knoblauchzehe, fein gehackt
    Olivenöl
    1 Dose Pelati (400 g), gehackt
    ½ TL getrockneter Oregano
    Salz, Pfeffer


    Zubereitung

    1. Für den Teig Wasser, Butter und Gewürze aufkochen. Hitze reduzieren
    2. Mehl im Sturz beifügen und rühren, bis sich ein weicher Teigkloss gebildet hat. Leicht auskühlen lassen
    3. Eier portionenweise darunter rühren, bis der Teig weich ist, aber nicht zerfliesst.
    4. Käse dazu mischen. Teig auskühlen lassen.
    5. Mit zwei Teelöffeln baumnussgrosse Kugeln formen, auf das Backpapier legen, kühl stellen.
    6. Für die Tomatensauce Schalotten und Knoblauch in Butter andünsten.
    7. Pelati und Kräuter beigeben. Zugedeckt ca. 15 Minuten leicht kochen, würzen.
    8. In einer kleineren Gusseisen- oder Chromstahlpfanne ca. 4 cm hoch Öl einfüllen, auf 160 °C erhitzen.
    9. Teigkugeln portionenweise mit der Schaumkelle ins Öl legen
    10. goldbraun frittieren, dabei die Teigkugeln leicht bewegen.
    11. Herausnehmen, abtropfen lassen. Auf einer mit Haushaltspapier belegten Platte warm stellen.



    Rezept Jan Frey
    Rezept Jan Frey

    Festlicher Genuss

    Wenn der Adventskalender Türchen für Türchen seine Geheimnisse preisgibt, die Tannen langsam geschmückt werden, die wunderschönen glitzernden Beleuchtungen die Städte verzieren, dann ist schon bald wieder Zeit für Weihnachten. Die Kinderaugen strahlen und die Erwachsenen erfreuen sich an den genussvollen Momenten die vor ihnen liegen. Der Besuch eines Weihnachtsmarktes steht auf dem Programm und überall duftet es fein nach Zimtsternen, Lebkuchen oder Glühwein.

    Über die Festtage wird viel gekocht, gegessen und natürlich gefeiert. Ob die traditionelle Weihnachtsgans, ein Karpfen, ein Fondue oder ein liebevoll zubereitetes Mehrgangmenü – die Kochlöffel werden geschwungen und da darf der passende Wein natürlich nicht fehlen.

    Gemeinsam mit unseren europäischen Winzerpartnern haben wir Ihnen daher eine tolle Festtags-Promotion zusammengestellt. Edle Weine, welche die kommenden Feiertage ideal begleiten und bestimmt auch Ihre Gäste begeistern werden. Ob ein Champagner zum Anstossen, ein eleganter Regio-Wein oder ein gehaltvoller Rotwein aus dem Süden – die in unserer Aktion angebotenen Weine gehören zu den beliebtesten Tropfen im Siebe Dupf Sortiment.

    Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen für Ihr Vertrauen im vergangenen Jahr bedanken
    Wir schätzen Ihre Treue sehr und freuen uns, auch im kommenden Jahr wieder für Sie da sein zu dürfen. Von Herzen wünschen wir Ihnen und Ihren Nächsten wunderschöne Festtage und einen guten Start ins Neue Jahr.






    Unsere Monatsrezepte

    Und falls Sie noch nicht wissen, was Sie über die Weihnachtstage für kulinarische
    Leckerbissen zubereiten möchten, gibt Ihnen unser Spitzenkoch und Mitarbeiter
    Jan Frey hier gerne ein paar Ideen weiter.
    Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Nachkochen und natürlich
    BON APPETIT, ZUM WOHL und FROHE FESTTAGE!!!

     

     

    Eglifilet an Orangenschaumsauce


    Rezept Jan Frey

    Zutaten:

    Sud:
    1 dl helle Gemüsebouillon
    1 dl Weisswein
    ½ Orange, Schale dünn abgeschält, in feine Streifen geschnitten
    2 dl Orangensaft, frisch gepresst
    600 g Eglifilets 20-30gr. pro Filet

    Sauce:
    4 dl Sud
    0,5 dl Noilly Prat
    2 Eier
    1 Eigelb
    Salz, weisser Pfeffer, abgeriebene Orangenschale
    1 dl Vollrahm, steif geschlagen
    Orangenstreifen zum Garnieren

    Zubereitung

    1. Für den Sud alle Zutaten aufkochen. (ausser Fisch)
    2. Eglifilets portionenweise beigeben, 5 Minuten knapp unter dem Siedepunkt ziehen lassen, herausnehmen, warm stellen. (Bei ca.60 Grad in der Wärme Schublade oder im Backofen)
    3. Sud absieben für die Sauce beiseite stellen
    4. Für die Sauce Sud und Wermut auf 1,5 dl einkochen
    5. Eier und Eigelb in einer Chromstahlschüssel verrühren
    6. Eingekochte Flüssigkeit unter Rühren zugeben
    7. Im warmen Wasserbad unter ständigem Rühren mit dem Schwingbesen zu einer schaumigen gebundenen Crème rühren, abschmecken
    8. Rahm darunter ziehen
    9. Sauce in vorgewärmten tiefen Tellern verteilen
    10. Fisch in die Sauce legen, garnieren

     

     

     

    Rindsfilet an einer roten Glühwein Pfeffer-Sauce

     

    Zutaten:

    Filet:
    800-900 g Rindsfilet am Stück
    1 TL Salz
    Pfeffer
    Bratbutter

    Sauce:
    1 Schalotte, gehackt
    wenig Staubzucker
    3 dl Rotwein
    5 dl Rinds-Bouillon
    2 EL Glühwein-Gewürzmischung
    10 schwarze Pfefferkörner, zerstossen
    50 g Butter, kalt, in kleinen Stücken
    Salz

    Zubereitung

    1. Filet 30 Minuten vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank nehmen
    2.  Ofen auf 80 °C vorheizen
    3. Fleisch würzen, in der heissen Bratbutter rundum 5 Minuten anbraten, erst wenden, wenn sich eine Kruste gebildet hat
    4. Auf vorgewärmte Gitter  legen, Thermometer an der dicksten Stelle einstecken.
    5. In der Mitte des vorgeheizten Ofens 1¼-1¾ Stunden niedergaren (Backblech als Saft Auffangschale nützen)
    6. Die Kerntemperatur soll 55-60 °C (medium) erreichen.
    7. Filet kann anschliessend bis zu einer Stunde bei 60 °C warmgestellt werden (z. B. in Wärmeschublade).

      Sauce:
    8. Schalotte und Staubzucker im Bratsatzandünsten.
    9. Mit Rotwein und Rindsbouillon ablöschen, Gewürze beifügen, bis knapp vor den Siedepunkt bringen.
    10. 10 Minuten köcheln, absieben.
    11. Zur gewünschten Konsistenz einkochen
    12. Butter in kleinen Portionen darunterrühren, nicht mehr kochen,  bei Bedarf mit Fleur de sel abschmecken.

    Syrah – Shiraz

    Mit oder ohne z? Das ist hier die Frage, ob’s edler im Gemüt ist, frei nach Shakespeare, der Rebsorte Syrah oder Shiraz zu frönen, bleibt dem Geniesser überlassen.

    Fest steht nicht, ob der Name von der persischen Stadt Shiraz abstamme. Fest steht nur, dass es sich um eine der edelsten Rotweinsorte der Welt handelt, die es bei uns im Wallis, in Australien und  in der nördlichen Rhone Frankreichs zu wahrer Meisterschaft bringen kann.

    In allen drei Regionen trifft man sowohl auf den tiefgründigen aber gleichsam filigranen, würzigen, pfefferigen und nach Johannisbeeren duftenden Spitzenwein als auch auf den „moderner“ auftretenden Shiraz der Neuen Welt, welcher mit Kirschen- und Pflaumenaromen beeindruckt und von den barrique-typischen Röst- und Kaffeearomen begleitet wird.

    Dass die Syrah-Traube bei uns im Wallis zu beeindrucken vermag, weiss jeder Weinliebhaber. Auf den wasserdurchlässigen Schiefer-, Kalk- und Granitböden gedeiht die spätreifende Sorte auf 440 bis 600 Meter hohen Terrassenlagen optimal. „Die Côte du Rhone fängt im Wallis an“, heisst denn auch das sicherlich nicht falsche Bonmot der stolzen Bewohner des Schweizer Rhonetals...

    Dass im australischen Barossa Valley, rund 60 km nördlich von Adelaide die Shiraz-Traube grossartige Weine hervorbringt, ist längst erwiesen.

    Nicht zufällig bleiben aber die grossen Lagen wie Côte-Rotie, Hermitage und St. Joseph in der nördlichen Rhone, südlich von Lyon, die Vorbilder eines grossen Syrah-Weines. Auf den Schiefer- und Gneisböden wachsen die nachhaltigsten Syrahs, die sich in der Reife zu einem wahrlich beeindruckenden Geruchsbrodem von roten Beeren, Pfeffer und Veilchen entwickeln.  

    Die Syrah-Traube, wahrlich eine der Grossen unserer Weinkultur!

    Einer der wohl bekanntesten Syrah-Produzenten der Welt ist die Domaine Georges Vernay aus Condrieu. Unter der Rubrik Winzer des Monats stellen wir Ihnen diese gerne etwas näher vor.



    Unsere Monatsrezepte

    Und wie immer hat Ihnen unser Spitzenkoch und Mitarbeiter, Jan Frey,
    zwei wunderbare Rezepte vorbereitet, welche den Syrah oder eben den
    Shiraz optimal begleiten.
    Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Nachkochen.

     

     

    Grüner Linseneintopf


    Rezept Jan Frey

    Zutaten für 4 Personen
    100 g Salsiz
    100 g Rüebli
    100 g Sellerie
    1 Lauchstängel
    1 Schalotte, fein gehackt
    7 dl Gemüse-Bouillon
    1 Knoblauchzehe, fein hacken
    250 g grüne Linsen
    Salz, Pfeffer
    4 EL saurer Halbrahm

    Zubereitung

    1. Salsiz in Scheiben schneiden. Rüebli rüsten und schräg in Scheiben schneiden
    2. Sellerie rüsten und in ca. 2 cm grosse Stücke schneiden. Hellgrüner Teil des Lauchs in Ringe schneiden
    3. Salsiz ohne Fett dünsten. Schalotten, Rüebli und Sellerie beifügen, kurz dämpfen
    4. Mit einem Teil der Bouillon ablöschen. Knoblauch dazu. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln
    5. Linsen und Lauch dazugeben. Restliche Bouillon dazu giessen. Linsentopf zugedeckt bei mittlerer Hitze 25-30 Minuten nicht allzu weich garen, würzen
    6. Den Linsentopf in tiefen Tellern anrichten. Je 1 EL sauren Halbrahm darauf geben

     

    Lammragout


    Zutaten
    600 g Lammragout
    Bratbutter
    1 TL Salz
    Pfeffer aus der Mühle
    Einige Zweige Petersilienstängel
    einige Zweiglein Thymian und Rosmarin
    1 kleine Kartoffel, ca. 100 g, geschält, an der Röstiraffel gerieben
    3 Knoblauchzehen fein gehackt
    1,5 dl Rotwein
    1 dl Fleischbouillon
    4-5 EL gemischte Kräuter, z. B. Petersilie, Rosmarin und Thymian, fein gehackt
    10-15 grüne Oliven halbiert
    Thymian als Deko

    Zubereitung

    1. Das Fleisch in heisser Bratbutter portionenweise anbraten, würzen
    2. Kräuter, Kartoffeln und Knoblauch zugeben, mit dem Wein ablöschen, etwas einkochen lassen
    3. Bouillon dazu giessen, zugedeckt auf kleinem Feuer 1½-2 Stunden schmoren lassen
    4. Kräuterzweige entfernen, gehackte Kräuter und Oliven darunter mischen
    5. aufkochen und abschmecken, garnieren
    6. Dazu passt Kartoffelstock, Pilaw-Reis

     

     

    Rindswürfel mit Nudeln nach spanischer Art

     

    Zutaten
    600 g gut gelagerte Rindshuft, in 3 cm grosse Würfel geschnitten
    Bratbutter
    Salz, Pfeffer
    2 Fenchel, gerüstet, gehobelt
    250 g Champignons, geputzt, geviertelt
    1 EL Tomatenpüree
    200 g Cherrytomaten, halbiert
    2 dl Bouillon
    1 dl Rahm
    100 g Frischkäse mit Kräutern und Knoblauch
    Salz, Pfeffer
    Schnittlauch, Basilikum, fein geschnitten
    400 g Nudeln
    abgezupfte Thymianblättchen als Teller Deko

    Zubereitung

    1. Ofen auf 80°C vorheizen, 1 Platte und 4 Teller darin vorwärmen
    2. Rindshuft in zwei Portionen in Bratbutter 2 Minuten anbraten, würzen
    3. Auf die vorgewärmte Platte geben, im vorgeheizten Ofen 15 Minuten ziehen lassen
    4. Fenchel, Champignons und Tomatenpüree in derselben Pfanne dünsten
    5. Tomaten beifügen, mitdämpfen, mit Bouillon und Rahm ablöschen, aufkochen
    6. Bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln, Frischkäse beifügen, würzen
    7. Fleisch samt Saft dazugeben, mischen
    8. Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen, abgiessen
    9. Rindshuftwürfel und Nudeln auf den vorgewärmten Tellern anrichten und mit Thymian dekorieren

    Eine Geschichte über den Alba-Trüffel

    von Björn Knuchel – Verkaufsleiter Siebe Dupf Kellerei 

    Rezept Jan Frey

     

     


    Jedes Jahr und zur selben Zeit fahren meine Frau und ich ins Piemont. Diese schöne Region, die von Bergen gekrönt wird und reich an lieblichen Hügeln ist, verzaubert uns stets von neuem.
    Wie immer, wissen wir bereits im Voraus, wo wir schlafen, genussvoll essen und welche Winzer wir besuchen werden.  

    Aber etwas ist anders, wie nie zuvor: eine sehr gute Freundin, die den lukullischen Genüssen ebenso verfallen ist wie wir, hat uns die Adresse ihres persönlichen Trüffelsuchers, genannt trifulau*, geheimnisvoll anvertraut – eine grosse Ehre für uns.

    Am frühen Vormittag erreichen wir Alba, schlendern durch die Hauptgassen, trinken einen kräftigen Espresso und werden gleichzeitig von einem Trüffelduft umgeben, der alle anderen herbstlichen Düfte konkurrenzlos verdrängt. Unsere Vorfreude steigt ins Unermessliche, denn heute Nachmittag werden wir „unserem“ trifulau begegnen.

    In Italien gibt es ca. zehn verschiedene Trüffelarten. Im Übrigen sprechen wir hier von der weissen Trüffel, dem tuber magnatum PICO, der Königin der Trüffel. Dieser Diamant der Tafel, so wird die weisse Trüffel von vielen genannt, besteht zu 85% aus Wasser und nur zu 15% aus Mineralsalzen. Ihre Form hängt von der Art des Bodens ab, in dem sie wächst: je härter dieser ist, desto knorriger ist die Trüffel, da sie sich anstrengen muss, um den nötigen Raum zum Wachsen zu finden. Der Boden muss kalkhaltig, durchlässig und gut durchlüftet sein. Die Jahreszeit muss nicht verregnet und nicht zu trocken sein. Ebenso dürfen die Bäume nicht zu dicht stehen, damit sie nicht die benötigte Bodenerwärmung verhindern.

    Kurz nach 14.00 Uhr nähern wir uns Monforte d’Alba, doch anstelle der vertrauten Dorfkulisse sehen wir nichts als dichtesten Nebel. Als hätte sich die Natur gegen unsere Begegnung mit Francesco G., dem trifulau verschworen, suchen wir vergeblich nach besagtem Haus – einem Weiler, der bei guter Fernsicht sofort erkennbar wäre. Das GPS streikt und die mobilen Telefone haben keinen Empfang. Kurzerhand entscheiden wir uns auszusteigen und zu Fuss auf diesem mittlerweile unwegsamen Pfad ein nächstes Haus aufzusuchen.

    Plötzlich rennt uns aus dem nebligen Nichts ein neugierig-fröhlicher Hund mit langen Ohren entgegen, dicht gefolgt von einem Mann, gekleidet in bäuerlichem Armani-Chic und kniehohen Lederstiefeln. Ob wir die zwei Schweizer seien, stellt sich dieser hagere, drahtige Mann mit krausen Haaren als Francesco G. vor und dies sei Pino, weist er liebevoll kraulend auf seinen tabui** – Trüffelhund hin. Es gäbe keine spezielle Rasse zum Trüffelsuchen, aber besonders geeignet seien Mischlinge, die aus der Verbindung zwischen Setter und Spinone Italiano hervorgingen. Kleinere Hunde sind besonders geeignet um in Wäldern und Abhängen zu suchen. Ein guter tabui ist eine teure Kapitalanlage und muss vor allem drei Eigenschaften besitzen: guter Geruchssinn, Folgsamkeit und Widerstandsfähigkeit. Pino wedelt eifrig mit dem Schwanz und geniesst es im Mittelpunkt zu stehen.

    Wir würden bereits erwartet, weist unser trifulau lebhaft gestikulierend offensichtlich in die Richtung seines Hauses. Er ist tief beeindruckt ob unserem Orientierungssinn, dass wir bei solchem Nebel sein Haus gefunden hätten, sei ausserordentlich –  wir lassen ihn mit falschem Stolz in diesem Glauben.

    Als wir das Haus betreten werden wir von der ehrenwerten Gesellschaft mehrerer Trüffelsucher und deren tabui freundlich begrüsst und neugierig gemustert. Ich fühle mich an eine Filmsequenz im „Der Pate“ von Francis F. Coppola erinnert, der erfolgreichen und einzigartigen Verfilmung des Mafia-Epos von Mario Puzo.

    Schon steht ein Glas gereifter Barolo vor uns, schliesslich kann das unseren Kaufabsichten nur förderlich sein. Aber wo ist denn nun diese heiss begehrte weisse Trüffel, diese Königin der Tafel? Als könnten sie meine Gedanken lesen, beginnen die trifulaui ihre wohlbehüteten und kostbaren Schätze auszupacken und im Nu ist der ganze Raum erfüllt vom einzigartigen, unvergleichlichen und betörenden Duft der weissen Trüffel. Einzelne Trüffel werden herumgereicht, fachmännisch begutachtet und geprüft: kompakt und griffig müssen sie sein, keine wurmstichigen Löcher dürfen sie haben und im Querschnitt besitzen die besten oft einen rötlich-rosa Schimmer. Es sind sehr gute Qualitäten, wie es in diesem Jahr zu erwarten ist. Man bespricht den Preis, wird sich handelseinig, Geld gegen Ware, bar bezahlt, denn Kreditkarten sind hier nicht erwünscht.

    Wir verabschieden uns herzlich von der Schar der trifulaui, Francesco G. begleitet uns zur Tür und wir fragen ihn, ob wir beim nächsten Besuch mit auf die Suche gehen dürfen. Dies sei leider nicht möglich verneint er unsere Frage aber er freue sich sehr auf unseren nächsten Besuch und wir sollen seine Freundin in der Schweiz herzlich grüssen lassen.

    Draussen erwartet uns eine untergehende Sonne, der dichte Nebel hat sich aufgelöst und wir fahren hungrig und glücklich einen „privaten“ trifulau zu kennen ins Hotel – heute Abend gibt’s ein Trüffelmenu…

    *Ein Ausdruck aus der Langhe, mit dem der Mann bezeichnet wird, der, von seinem Hund begleitet, sich auf die Suche nach Trüffeln begibt.
    ** tabui ist ein Wort aus dem piemontesischen Dialekt und bedeutet Mischling.

    Unsere Monatsrezepte

    Passend zu meiner Story, präsentiert Ihnen unser Spitzenkoch
    und Mitarbeiter, Jan Frey, zwei Trüffel-Rezepte zum Nachkochen.
    Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und natürlich "Buon Appetito"

     

     

    Pasta mit weissem „Alba Trüffel“

    Rezept Jan Frey

    Zutaten
    125 gr Butter
    250 gr feine Nudeln


    Salzwasser
    Salz u. Pfeffer
    10 – 15 gr Weisser Trüffel

    Zubereitung

    1. Die Butter in einer hohen Pfanne bei niedriger Hitze zergehen lassen und aufpassen, dass sie nicht anbrennt.
    2. Die Nudeln in einen Topf mit Salzwasser geben und al dente kochen, dann abgiessen, aber das Wasser nicht wegschütten! Etwas Nudelwasser zur Butter geben. (10 Esslöffel)
    3. Das Ganze aufkochen, bis es sämig ist.
    4. Den Herd ausschalten und den Trüffel mit dem Trüffelhobel ein hobeln, umrühren und darauf achten, dass es nicht mehr kocht.
    5. Verrühren, dann die Nudeln darunterziehen und anrichten.

     

     

    Trüffelrisotto

    Zutaten
    150 gr Risottoreis
    40 gr Zwiebeln (gehackt)
    1/2 Knoblauchzehe (gehackt)
    30 gr Butter
    1 Lorbeerblatt
    1 Zweig Thymian
    Pfeffer, Salz
    2 dl Weisswein
    3-4.5 dl Bouillon
    25 gr Mascarpone
    20 gr Weisser Trüffel
    geriebener Parmesan

    Zubereitung

    1. Zwiebel und Knoblauch in Butter andünsten.
    2. Risotto, Lorbeerblatt und Thymian hinzufügen, mit etwas Salz und dem Pfeffer würzen und bei mittlerer Hitze für 2 Minuten andünsten.
    3. Mit Weisswein ablöschen. Die Bouillon nach und nach hinzugeben.
    4. Wenn der Reis gar ist (nach ca. 15 Minuten Kochzeit), Mascarpone und Parmesan darunterziehen.
    5. Alles noch mal abschmecken, Trüffel darüber hobeln und sofort servieren

     

     

    Forelle mit Baumnüssen und weissen Trüffeln

    Zutaten
    8 Forellenfilet
    80 gr weisser Trüffel
    60 gr Baumnüsse gehackt
    400gr
    Mehl
    80 g Butter
    Salz
    Pfeffer
    5cl Rum

    Zubereitung

    1. Die Forellenfilet mit Salz und Pfeffer würzen und in Mehl wenden und gut abklopfen.
    2. Die Hälfte der Butter in die Pfanne geben und die Forellen bei mittlerer Hitze unter vorsichtigem Wenden braten.
    3. In der Zwischenzeit die Kartoffeln mit der Schale in Salzwasser kochen.
    4. Die Forellen aus der Pfanne nehmen auf einer Platte anrichten und warm stellen.
    5. Die gekochten Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden. Die Kartoffelscheiben um die Forellen legen und warm halten.
    6. Nun in der Pfanne, in der die Forellen gebraten wurden, die restliche Butter schmelzen und die gehackten Nüsse hinzufügen und mit Rum ablöschen.
    7. Sobald der Rum verdampft ist, die Sauce über die Forellen und die Kartoffeln giessen.
    8. Trüffel darüber hobeln und sofort servieren.

    Die Burgunder sind da!

    Die Siebe-Dupf Burgund-Experten Pat Mayer und Simon Hess sind sich einig. Der soeben erschienene Burgunder-Jahrgang 2014 ist brilliant gelungen.
    Die Weissweine sind grossartig, ausgewogen, sie haben eine wunderbare Aromatik, gepaart mit einer reifen, perfekt integrierten Säure. Die Rotweine sind konzentriert, haben eine wunderbare reife Frucht, eine beeindruckende Tiefe und reife, perfekt integrierte Tannine.

    Wir freuen uns, dass wir Ihnen diese tollen Weine anbieten dürfen. Leider lag die Erntemenge im 2014 wiederum deutlich unter einer Normalernte und damit ist die Verfügbarkeit abermals sehr limitiert. Dank langjähriger Zusammenarbeit haben uns einige Domainen nochmals ein kleines Kontingent der letzten Jahrgänge zugeteilt so dass wir doch eine tolle Kollektion anbieten können.

    Weitere Informationen zu unserem Burgunder-Angebot finden Sie unter der Rubrik Burgunderweine auf unserer Homepage. Die Weine werden gegen Ende September verfügbar sein.

    Um Ihnen die Wartezeit zu verkürzen haben wir unsere Schatzkammer aufgemacht und präsentieren Ihnen diesen Monat vier Weine von einem unserer Lieblingswinzer aus dem Burgund zum „Probierpreis“. Die Weine von Olivier Bernstein werden nicht nur von der Fachpresse mit Höchstnoten bedacht, sondern gehören definitiv zu den spannendsten Gewächsen aus dem Burgund.

    Probieren Sie selbst – sie werden verzaubert sein!

    Wein und Architektur

    Gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen Wein und Architektur?

    Ja, unbedingt!

    Beides ist menschliches Handwerk, seit Jahrhunderten, Jahrtausenden gar seit Urzeiten.
    Auf der ganzen Welt werden Reben angebaut und auf der ganzen Welt werden Gebäude gebaut.
    Sowohl Wein als auch ästhetisch-gestalterische Umsetzungen von Weinkellereien besitzen in der heutigen Zeit Kultstatus und bedeuten Lifestyle. Vielerorts erhalten einmalig-eindrückliche Weine nicht minder symbolträchtige Prachtbauten, entworfen von Stararchitekten unserer Zeit:

    Mario Botta’s „Kathedrale des Weins“,
    Faugeres
    Château Faugères in St.Emilion, Bordeaux;

    das Meisterwerk architektonischen Understatements vom Florentiner Architekturbüro Archea Associati für die avantgardistische Weinkellerei der Familie Antinori
    Antinori
    im Chianti Classico in der Toskana

    oder das spektakuläre Weinmuseum Loisium in Langenlois im Kamptal
    loisium
    von Steven Holl, dem Stararchitekten aus New York, die Aufzählung liesse sich endlos fortsetzen…

    Das Baukonzept einer Kellerei ist grundsätzlich immer gleich: von der Traubenanlieferung, zu den Gärtanks, in den Fasskeller und zur Abfüllanlage wird systematisch in gleicher Reihenfolge gearbeitet. Inzwischen gibt es geradezu geniale Konzepte, um die Funktionen einer Weinkellerei baulich zu unterstützen.

    Gerade im „Weinwunderland“ Österreich, das nach dem Weinskandal 1985 nur noch positive Schlagzeilen schreibt ist für die Weinkeller-Architektur die Avantgarde schlechthin: Burgenländer Top-Winzer à la Schlosskellerei Esterhazy, Beck, Hillinger, Reeh etc. haben in den letzten Jahren architektonische Juwelen in deren Landschaft gebaut. Und so gibt es neben den tradtionellen Weintouren heute auch Anbieter für Wein- & Architektur-Reisen. Hier werden zwei wunderbare Handwerke verbunden. Also falls Sie Ihren nächsten Urlaub noch nicht geplant haben… Link: www.weinarchitektur-reisen.at.

    esterhazy
    Schloss Esterházy

    esterhazy      reeh
    Kellerei Esterházy                Hannes Reeh

    Im Zusammenhang mit der Schlosskellerei Esterhazy bei Eisenstadt, prallt schönstes Barockschloss auf modernstes Kellerdesign und begeistert durch den optischen Widerspruch, erzeugt visuelle Spannung…

    Ein Ende dieses Booms ist nicht in Sicht – im Gegenteil:

    Der ambitionierte und wilde Jungwinzer in Deutschkreutz, Mittelburgenland, Bernhard Ernst, baut soeben eine neue Kellerei, die ca. 2017 fertiggestellt wird. Den Betrieb hat er vor einigen Jahren in 4. Generation übernommen. Seine herausragenden Weine setzen auf Frische, Eleganz und Tiefgründigkeit. Seit Anfang Jahr können wir Ihnen seine Produktepalette voller Freude und Stolz exklusiv in der Schweiz anbieten. Grund genug, Ihnen das Weingut Ernst unter der Rubrik Weingut des Monats etwas näher zu bringen.  

     

    Unsere Monatsrezepte

    Gerne laden wir Sie nun auch dazu ein, passend zum Weingut des Monats, einige österreichische Spezialitäten-Rezepte nachzukochen. Für einmal stammen die Rezepte nicht von unserem Spitzenkoch und Mitarbeiter, Jan Frey, sondern von Mama Ernst, der Mutter von Bernhard Ernst, unserem Winzer des Monats. (Übrigens: dag steht für 10g; Pkg für Packung, Germ für Hefe)
    „An Guadn“!

     

     

    Burgenländer-Kipferl

    Zutaten:
    Teig:
    40 dag glattes Mehl
    3 Dotter
    25 dag Butter
    1 Prise Salz
    1 Pkg. Germ (frisch)
    1/16 l Milch
    1 EL Zucker

    Füllung:
    3 Eiklar
    25 dag Staubzucker
    25 dag ger. Nüsse
    Staubzucker zum Bestreuen


    Zubereitung:

    1. Germteig bereiten (Zutaten zu einem mittelfesten Teig kneten und abgedeckt für 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen)
    2. Teig dünn auswalken, Eiklar steif schlagen
    3. Zucker löffelweise einschlagen, auf den Teig streichen und die Nüsse darüberstreuen
    4. Teig längseitig einrollen, mit einem Krapfenausstecher Halbmonde ausstechen
    5. nach dem Backen mit Zucker bestreuen

     

     

     
    Blunzen mit Sauerkraut und Rösterdäpfel

    Zutaten:
    2 Stück Blutwürste
    2 Stück Zwiebeln ( fein gehackt )
    3 EL Olivenöl ( kaltgepresst )
    500 g Sauerkraut
    Salz, Pfeffer, Kümmel
    1/8 l Suppe
    400 g Erdäpfel


    Zubereitung:

    1. Stück Zwiebel in Öl andünsten, das Sauerkraut zugeben und kräftig durchkochen lassen
    2. mit Kümmel, Pfeffer und Salz würzen
    3. die Suppe nach und nach zufügen, auf mittlerer Hitze ca. 30 Minuten weiterkochen, bis die Flüssigkeit fast verkocht ist
    4. Die Erdäpfel kochen, schälen
    5. in einer Pfanne das Öl erhitzen
    6. 1 Zwiebel anschwitzen, die Kartoffeln in Scheiben schneiden, salzen, pfeffern und knusprig anbraten
    7. Die Blutwürste mit einer Gabel einstechen, damit sie nicht beim Braten platzen
    8. bei mittlerer Temperatur ca. 7 - 10 Minuten langsam braten.

    Der Sommer kommt – Zeit für erfrischende Cocktails

    Cocktail

    Der Sommer kommt. Zwar auf leisen Sohlen, aber er kommt. Jetzt wo es wärmer wird, freuen sich die Menschen wieder auf der Terrasse zu sitzen und ein Glas Wein zu geniessen. Wer es mal ausgefallener mag, geht mit dem wieder aufflammenden Trend aus England und mischt sich und seinen Freunden gerne auch einen Cocktail. Doch Hugo und Aperol Spritz war gestern. Heute möchte man seinen Gästen wieder etwas Spezielleres bieten.

    Old Fashioned, QinceFizz, eine schnell gemachte Margerita oder wer es süss und exotisch mag ein Planters Punch. Für einen guten Cocktail benötigt man auch nicht verschiedenste Zutaten. Ein guter Cocktail besteht meistens nur aus wenigen Ingredienzen. Den für diverse Drinks nötigen Boston Shaker erhalten Sie in jedem gut sortierten Haushaltswarengeschäft. Woher der Name Cocktail kommt, darüber ranken sich viele Legenden. Der Name legt nahe, dass es mit den Hahnenkämpfen in den Südstaaten Amerikas zu tun hat. Wo der Gewinner, vom Verlierer eine Hahnenschwanzfeder erhielt und an seinen Drink steckte.

    Es gibt aber auch die Legende, in der ein glücklicher Kneipenwirt seinen Lotteriegewinn feierte und seinen Gästen, unter anderem dem Premierminister William Pitt der Jüngere, die Schulden erliess. Auf der Abrechung des Premierministers fand man für ein Mixgetränk mit Ginger (Ingwer) die Bezeichnung Cock-Tail.

    Sicher ist nur, dass der Name Cocktail im angelsächsischen Raum um das Jahr 1800 entstand und die Definition war für ein Mixgetränk mit Alkohol, Wasser, Zucker und Bitters.
    Anfänglich als belebendes Getränk schon am Morgen eingenommen, wandelte sich der Cocktail im Verlauf der Geschichte zu einem Getränk, das in Gesellschaft in Bars und Kneipen zu sich genommen wurde.

    Das goldene Zeitalter für Cocktails war dann auch eine Phase bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Damals wurde Essen und Trinken vor allem in den USA in der Gastronomie üblicherweise getrennt. Das Essen gab es in Restaurants und zu Trinken in Bars und Kneipen. In dieser Zeit entstanden auch immer mehr Bars und der Job als Barkeeper professionalisierte sich. Später dann wurde vor allem in der Oberschicht und noch etwas später in der Mittelschicht Zuhause Cocktails gemixt. Ein Trend, der bis Ende 70er, anfangs 80er Jahre anhielt.  Ein Trend, der dann mit Aufkommen der Fertig-Mixgetränken und dem Glas Weisswein oder Champagner als Aperogetränk langsam abflachte.

    Erst in den letzten 10 Jahren erlebte der Cocktail in den Bars wieder eine Renaissance und ein guter Barkeeper wird heute fast wie ein Sternekoch gefeiert. Seit einiger Zeit ist nun zu beobachten, dass auch wieder vermehrt Cocktails Zuhause selbst gemixt werden. Eine Entwicklung, die nun vor allem von England aufs europäische Festland herüber schwappt.
    Man möchte seine Gäste nicht nur mit Selbstbekochtem beeindrucken, sondern auch mit dem passenden Apero Cocktail.

    Dazu bieten auch wir in der Siebe-Dupf gerne Hand. Zum einen mit einem erlesenen Spirituosensortiment, zum anderen mit einer immer wieder wechselnden Monatsspirituose.
    Aktuell zum Beispiel mit Whisky aus dem Haus Ole SmokyTennessyMoonshine.

    Coktail 




    Cocktail - Ideen

    Aufgrund unseres Monats-Thema finden Sie hier
    statt unseren üblichen Rezepten von raffinierten Gerichten
    ein paar tolle Cocktail-Ideen von Tobias Brönnimann
    Leiter Weinfachgeschäft Liestal, Dipl. Spirituosen Sommelier

     

     

     

    Mafaufau

     

    Zutaten:
    6cl Limoncello
    1cl Mancino oder Campari
    Daldin Rosé Spumante
    Minzblätter

    Zubereitung:

    1. 6-8 Eiswürfel in ein Weissweinglas geben
    2. Limoncello und Mancino oder Campari hinzugeben
    3. mit Daldin Rosé Spumante auffüllen und mit Minzblätter dekorieren

     


     

     

    Old Fashioned Moonshine

    Zutaten:
    5cl Ole Smoky Harley Davidson
    1 Zuckerwürfel
    3 Spritzer Bitter
    Schalenzeste einer Orange
    mit Eis im Tumbler serviert

    Zubereitung:

    1. Zucker und Bitter in einen Tumbler geben zerstossen und vermengen
    2. Whisky und 3 Eiswürfel dazugeben und rühren bis der Zucker sich aufgelöst hat
    3. danach eine Orangenzeste über dem Drink auswringen und ins Glas geben
    4. mit Eis auffüllen und nochmals kurz umrühren.

     

     

    Butler’smeets Tonic

    Zutaten:
    5cl Butler’s White Port
    1cl frischer Limettensaft
    1 Minzzweig
    Tonic Water ( Wie empfehlen Tom’s oder Dr.Polidoris Dry Tonic)

    Zubereitung:

    1. Portwein gemeinsam mit dem Limettensaft in ein mit wenigen Eiswürfeln gefülltes Weinglas geben
    2. vorsichtig verrühren
    3. dann wird in die Hände geklatscht – wichtig dabei, dass der Minzzweig zwischen den Handflächen liegt. So entfalten sich die Aromen
    4. den „aufgeklatschten“ Minzzweig ins Glas geben und mit Tonic auffüllen
    5. mit 1- 2 Limettenscheiben garnieren. Zum Wohl!

    Die kulinarische Hochburg Mallorca – Eine Insel zwischen Massentourismus und einsamen Stränden

    Das Wort Massentourismus wird in den kommenden Monaten wieder das Thema Nummer 1 sein, wenn man mit den Einheimischen auf Mallorca redet.
    Knapp 900'000 Einwohnern weist die grösste balearische Insel aus. Dem gegenüber stehen die fast 14 Mio Touristen, welche hauptsächlich in den 3 Sommermonaten Juni – August die Insel aufsuchen.

    Ein riesen Segen für die Insel aber auch eine Herausforderung für die Bewohner
    Doch wer kann es den Reisenden verübeln. Die wunderschöne Landschaft ist einfach zu verführerisch, mit den Serra de Tramuntana im Norden und den Serres de LLevant im Süden, welche die Insel vor den heftigen Winden schützen und so ein einzigartiges Mittelmeerklima schaffen. Pittoreske Buchten und ihre angeschmiegten Dörfchen mit klassischem mediterranem Charme und weisse Sandstrände zieren die Küste Mallorcas und laden zum Flanieren, Baden und Verweilen ein.
    Der Sportbegeisterte wird auf der Insel ebenso glücklich wie der Partytiger, das verliebte Pärchen oder die ganze Familie.

    Kulinarisch muss man auf Mallorca auch keine Angst haben. Wie auf dem Festland isst und trinkt man auch auf der Insel hervorragend. Vom frischen Fisch und kräftige Weine über aromatisches Olivenöl und Flor de Sel bis hin zum verführerischen Turrón (Mandelnougat), kommt alles von der Insel. Während die Mandeln und Flor de Sel schon seit langem weit über die Insel bekannt sind, ist der mallorquinische Wein erst in den letzten 30 Jahren international zu Anerkennung gelangt.
    Dazu muss man wissen das eigentlich schon seit dem 13. Jahrhundert auf Mallorca Weinbau betrieben wird. Als die Reblaus Katastrophe Mitte des 19. Jahrhunderts in ganz Europa riesige Rebbauflächen vernichtete, waren die mallorquinischen Weine gefragt und begehrt wie noch nie.
    Leider hielt dieser Höhenflug nur bis ins Jahr 1891, da erreichte die Reblaus auch Mallorca und zerstörte beinahe die gesamte Rebfläche. Die Bauern pflanzten danach die ertragssichereren Mandel- und Olivenbäume welche noch heute für eine wunderbare Frühlingsatmosphäre auf Mallorca sorgen. Erst um 1960 begannen, mit dem neu einsetzenden Massentoursimus, die Bauern wieder mit dem bepflanzen alter Rebbauflächen. Um die Jahrtausendwende wurde dann endlich auch das Augenmerk auf die Qualität statt auf Masse gelegt. So haben die mallorquinischen Weine in den letzten knapp 20 Jahren einen riesigen Qualitätsschub erhalten und sind heute so populär wie nie zuvor.  

    Heute wird wieder ca. 2500ha Rebfläche bewirtschaftet. Davon sind ungefähr 80% mit roten Traubensorten bestockt. Hauptrebsorten sind die autochthonen roten Sorten Mantonegro und Callet sowie die weisse Prensalblanco. Seit 1991 ist die geschützte Ursprungsbezeichnung DO Binissalem, welche um die 620ha Rebfläche umfasst, zulässig. Die zweite bekannte DO ist die Plà i LLevant im Nordosten bei Manacor. Die Rebfläche ist etwa halb so gross wie die von DO Binissalem, sie erstreckt sich aber über ein viel grösseres Gebiet.

    Unser Weingut des Monats, die Bodega Biniagual, befindet sich im DO Binissalem. Zu der Bodega gehören eine Kapelle, 14 Wohnhäuser, ein Landwirtschaftsbetrieb mit 4000 Zitrusbäumen, 500 Schafen, Mandel- Oliven- Feigen- und Granatapfelbäumen sowie Korkeichen. Die Weine von Biniagual schmecken nach Sonne, Meer und Strand und bringen ein Stück Ferien ins Glas… Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen, wenn Sie sich bei einem Glas Mallorquiner auf die Ferienzeit einstimmen…

     

    Unsere Monatsrezepte

    Gerne laden wir Sie nun dazu ein, einige Lieblings-Rezepte von
    unserem Mitarbeiter, Jan Frey, nach Lust und Laune nachzukochen
    BON APPETIT!!!

     

     

     

    Aioli

    Rezept Jan Frey

    Zutaten:
    1 Ei (roh)
    1 EL Weissweinessig
    1 TL Zucker
    1/2 TL Salz
    1 TL Senf
    1 Knoblauchzeh
    Olivenöl

    Zubereitung:

    1. Alles außer dem Olivenöl mit dem Pürierstab mixen
    2. das Öl langsam dazu giessen bis es die gewünschte Konsistenz erreicht hat, je mehr Öl desto fester

    Dazu passt frisches Weissbrot

     

     

    Pimientos de padrón

    Zutaten:
    200 g pimientos de padrón (Kleine grüne Paprikas)
    2 dl Olivenöl
    1 EL grobes Meersalz
    1 frisches Baguette

    Zubereitung:

    1. Die pimientos de padrón unter fliessendem Wasser waschen und auf einem Tuch trocknen lassen
    2. Reichlich Olivenöl in einer Pfanne erhitzen
    3. Bevor man die Schoten ins Öl gibt, sollte die Flamme auf die kleinste Stufe gestellt werden
    4. Sind die Schoten im Öl, kann wieder auf grosser Flamme gekocht werden
    5. Die pimientos so lange im heissen Olivenöl frittieren, bis die ersten Blasen werfen und ein paar dunkle Stellen haben.
    6. Dann die Schoten aus dem Öl nehmen über ein Sieb abtropfen lassen und auf Küchenpapier legen.
    7. Mit grobem Meersalz würzen und warm gemeinsam mit anderen Tapas oder mit frischem Baguette servieren.

     

     

    Tumbet - die mallorquinische Gemüsepfanne

    Zutaten:
    1 kg reife Tomaten
    6 Knoblauchzehen
    4 reife Auberginen
    2 feste, grüne Zucchini
    4 grüne Paprikaschoten
    8 mittelgrosse, festkochende Kartoffeln,
    Salz,Pfeffer
    Olivenöl zum frittieren

    Zubereitung:

    1. Tomaten klein schneiden, drei Knoblauchzehen anbraten, die Tomaten zugeben und bei kleiner Hitze kochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken
    2. Auberginen, Zucchini und die Kartoffeln in Scheiben, die Paprika in Würfel schneiden.
    3. Die Auberginen salzen.
    4. In einer Bratpfanne Öl erhitzen, die abgetrockneten Kartoffelscheiben und den restlichen Knoblauch im Öl frittieren.
    5. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und in eine Tonschüssel (z.B. Römertopf)geben.
    6. Auberginen, Zucchini und Paprika im selben Öl frittieren
    7. Öl immer gut abtropfen lassen, würzen und in der Schüssel schichten.
    8. Mit der Tomatensauce das Gemüse zudecken und bei 170 Grad im Backofen 10 Minuten garen.

     

     

    Kaktusfeigen-Sorbet

    Zutaten:
    500 g Kaktusfeigen (geschält)
    250 g Zucker
    2,5 dl Wasser
    1 EL Grand Marnier

    Zubereitung:

    1. Die Kaktusfeigen schälen
    2. Das Fruchtfleisch pürieren und dann durch ein Sieb in eine Schüssel passieren
    3. Zucker und Wasser in einem kleinen Topf so lange kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat, Sirup kalt stellen (Eisbad oder Kühlschrank)
    4. Zuckersirup und GrandMarnier unter das Kaktusfeigenpüree rühren und in eine flache Schale füllen und ins Gefrierfach stellen, bis sie fest zu werden beginnt
    5. Dann das Sorbet in der Schale umrühren und wieder ins Gefrierfach stellen
    6. Dies einige Male wiederholen, dann das Sorbet bis zum Servieren im Tiefkühler aufbewahren

    Donald M. Hess – Weinpionier aus Bern und seine Bodega Colomé  

    Donald Hess

    Donald M. Hess, Bürger von Bern, entstammt einer Brauerei-Dynastie.

    Der Familientradition folgend begann er ein Brauereistudium in München und übernahm nach dem plötzlichen Tod seines Vaters mit nur zwanzig Jahren das Familienunternehmen. Nach einem halben Jahr tätigte Hess seinen ersten Deal: Er verkaufte ein Weingut im Waadtland. Am Abend legte er sich zufrieden ins Bett. „Plötzlich wurde mir heiss und kalt“ – erzählte Hess. „Ich hatte eine eiserne Regel meines Vaters missachtet: Man darf alles verkaufen, nur Grundbesitz nicht.“

    1961 kaufte Donald Hess die Nutzrechte der Valser St. Petersquelle, knackte den gesättigten Getränkemarkt in der Schweiz und etablierte das Valserwasser. 1986 verkaufte er die Steinhölzli-Brauerei und 2002 schliesslich Valserwasser an Coca-Cola.

    In den 70iger Jahren bereiste er wochenlang das Hinterland der amerikanischen Westküste. Er suchte und pendelte nach Mineralwasser – fand jedoch keine geeignete Wasserquelle. Dafür hervorragenden Wein, was Hess bewogen hat, einen Rebberg am Mount Veeder im Napa Valley zu erwerben und mit Rebbau zu starten.Sein Pioniergeist wurde belohnt – mit vorzüglichem Wein und der mehrmaligen Auszeichnung zum «Best American Producer».

    Echten Pioniergeist bewies Donald Hess im Jahr 2001 mit dem Erwerb des Weingutes Colomé – am Fusse der Anden – im Calchaqui-Valley in der Provinz Salta.

    Die Bodega Colomé – gegründet 1831 – ist das älteste bestehende Weingut Argentiniens und verfügt über bis zu 160 Jahre alte Rebstöcke.
    Diese Weinoase liegt auf einem Hochplateau von 2‘300 m.ü.M. Die Rebberge „La Brava“ – „Colomé“ – „ElArenal“ und „Altura Maxima“ liegen auf einer Höhe zwischen 1‘700 und 3‘111 m.ü.M. und sind somit die höchstgelegenen Reblagen der Welt.

    Produziert werden nach Biodynamischem Prinzip vorwiegend die typisch argentinischen Traubensorten Malbec und Torrontés. Geniessen Sie diese speziellen Tropfen aus „luftiger Höhe“ und lassen sich von deren Eigenschaften überraschen.

    Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik Winzer des Monats oder auf www.bodegacolome.com.

    Donald Hess    Donald Hess

     
     

    Unsere Monatsrezepte

    Diesen Monat haben wir für Sie 2 original argentinische Rezepte zum nachkochen.
    Zusammengestellt und übersetzt von Debora Gaugler-Caviedes, gebürdige Argentinierin.
    Buen provecho!!!

     

     

     

    Empanada Argentina (Argentinische Teigtaschen)

    Zutaten für ca. 15 Teigtaschen:

    Die Füllung

    250g Rindshackfleisch (grob gehackt)
    100g gehackte Zwiebeln
    1dl kräftige Bouillon (Gemüse oder Rind)
    2 gekochte und grob gehackte Eier
    2 Esslöffel grob gehackte grüne Oliven
    ½ Teelöffel Kümmel
    ½ Teelöffel Zucker
    30g Rosinen
    Salz, Pfeffer, Paprika
    1 Eigelb zum anstreichen

    Zubereitung:

    1. Erhitze Öl in einer Bratpfanne und ziehe die Zwiebeln kurz an.
    2. Gebe das Hackfleisch hinzu und brate es an. Lösche das Ganze mit der Bouillon ab.
    3. Koche es ein bis die Bouillon weggekocht ist. Gebe die Kümmel und Zucker hinzu und schmecke es mit Salz, Pfeffer und Paprika ab.
    4. Die Füllung sollte nicht zu feucht sein damit die Teigtaschen sich gut produzieren lassen. Idealerweise Füllung am Vortag machen.

    Der Teig
    500g Weissmehl
    60g Butter
    1 Eigelb
    1/2 Teelöffel Zucker
    125ml Milch
    1 Esslöffel Sonnenblumenöl
    1 MS Salz

    Zubereitung:

    1. Mische alle Zutaten zu einem homogenen Teig lasse ihn kurz ruhen.
    2. Rolle den Teig aus (ca 2mm dick) und steche Kreise von ca 10-12 cm Durchmesser aus.
    3. Fülle einen gehäuften Esslöffel der Füllung auf die ausgestochenen Kreise.
    4. Gebe ein bisschen gehacktes Ei, Oliven und  Rosinen darüber
    5. Nässe die Ränder mit Öl an und klappe die eine Hälfte auf die andere damit sich einen Halbkreis formt.
    6. Drücke die Ränder fest. Bestreiche die Empanadas mit dem Eigelb.

    Backe sie für 15 Minuten bei 180 Grad.
    Die ungebackenen Empanadas lassen sich auch hervorragend einfrieren und a la Minute aufbacken
     
    In Argentinien werden Empanadas als „Zvieri“ oder als komplette Mahlzeit gegessen
     

     

     

    Locro (Argentinischer Eintopf)

    Zutaten:
    250g Weisser Mais trocken
    250g rote Bohnen trocken
    250g Kichererbsen trocken
    250g grosse Speckwürfel (ca 1cmx1cm)
    1kg Rindsragout in grosse Würfel geschnitten ca 2x2cm
    250g Schweinshals in grosse Stücke geschnitten
    2 Chorizos in Scheiben geschnitten
    350g Kürbis in grosse Würfel geschnitten
    250g Festkochende Kartoffeln geviertelt
    250g Süsskartoffeln in grosse Stücke geschnitten
    1 Würfel Rindsbouillon

    Zubereitung:

    1. Mais, rote Bohnen und Kirchererbsen über Nacht in Wasser einlegen
    2. Am nächsten Tag werden alle Zutaten ausser Kürbis, die Kartoffeln und Süsskartoffeln in demselben Wasser mit der Bouillon aufgekocht
    3. 3 Stunden auf niedriger Stufe kochen lassen
    4. Kürbis, Kartoffeln und Süsskartoffeln hinzugeben nochmal 30 Minuten kochen
    5. mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiss servieren

     

     

    Siebe Dupf Weinfestival 2016

    Weinfestival  Weinfestival  Weinfestival


    „Wann ist schon wieder das Weinfestival?“ „Kommt das Weingut Sastre dieses Jahr auch?“ „Müssen wir uns anmelden?“ „Oh, wir freuen uns riesig und werden sicher kommen“! „Gibt es wieder eine Kinderbetreuung?“ etc. Die Vorfreude auf das Siebe Dupf Weinfestival ist riesig und kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht von Kunden und Partnern auf unsere alljährliche Weinveranstaltung angesprochen werden. Das Warten hat schon bald ein Ende, denn unser Festival steht unmittelbar bevor. Vom 22. -24. April 2016 heissen wir Sie herzlich auf unserem Areal in Liestal willkommen.

    Auch dieses Jahr erwarten Sie viele Attraktionen rund um den Wein. 20 Weingüter aus Europa haben uns Ihre Teilnahme zugesichert. Es wird internationale Frühlings-Stimmung aufkommen, wenn Produzenten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und der neuen Welt ihre Weine persönlich kredenzen. Einige neue Domainen, wie das Weingut Ernst aus dem Burgenland, Cavallotto aus dem Piemont, Schola Sarmenti aus Apulien oder Valtuille aus dem spanischen Bierzo werden ihre Weine erstmals bei uns in Liestal präsentieren. Zudem erwarten Sie spannende Neuheiten von unseren langjährigen Partnern. Interessante Begegnungen, überraschende Weinerlebnisse, fröhliches Fachsimpeln und natürlich genussvolle Degustationen sind Programm.

    Als weitere Highlights bieten wir am Samstag und am Sonntag während den Festivalzeiten eine kostenlose Kinderbetreuung an. So können die Erwachsenen in Ruhe Weine probieren während die Jungmannschaft im Kinderzelt mit Gleichgesinnten spielen oder basteln darf.
    Auch für das kulinarische Erlebnis ist gesorgt. Am Siebe Dupf Grill-Stand bewirten wir Sie mit Wurst und Brot, Fazari Delizie & Emozioni wird Sie mit italienischen Köstlichkeiten verwöhnen und last but not least stellt Ihnen das Milchhüsli Liestal an einem Stand ihre Käsespezialitäten vor.

    Lassen Sie sich diesen Event nicht entgehen und besuchen Sie uns am Weinfestival. Wir freuen uns auf Sie! Die Degustation ist kostenlos. Weitere Informationen finden Sie im angehängten Flyer.

    ZUM FLYER

    Weinfestival   Weinfestival

     
     

    Unsere Monatsrezepte

    Gerne laden wir Sie nun dazu ein, einige Lieblings-Rezepte von
    unserem Mitarbeiter, Jan Frey, nach Lust und Laune nachzukochen
    BON APPETIT!!!

     

     

     

    Tom KhaGai

    Zutaten für 4 Personen:
    6dl Kokosmilch
    2dl Wasser
    20g Galgant, in Scheiben
    1 Stange Zitronengras, längs halbiert
    3 Kaffirlimetten-Blätter
    1EL Limettensaft
    1⁄2EL Zucker
    Salz und Pfeffer
    200g Pouletbrust in Würfel
    1 Chilischote
    einige Thai-Basilikumblätter und Koriander

    Zubereitung:

    1. Kokosmilch, Wasser, Galgant, Zitronengras und Kaffirlimetten-Blätter in einer Pfanne aufkochen
    2. Zugedeckt unter gelegentlichem Rühren ca. 5 Min. bei niedriger Hitze kochen lassen.
    3. Mit Limettensaft, Zucker und Salz würzen.
    4. Galgant, Kaffirlimetten-Blätter und Zitronengras entfernen, Hitze reduzieren.
    5. Chilischote klein schneiden und beifügen
    6. Pouletwürfel würzen beidseitig kurz anbraten und ca. 5 Min. in der Suppe ziehen lassen,
    7. Suppe in Schalen verteilen, mit Thai-Basilikum und Koriander garnieren, servieren

    Passend zu Alt Scheidt von Florian Lauer.

     

     

    Kalbsfilet mit Spargel-Morchel Ragout


    Zutaten für 4 Personen
    Fleisch:

    1 Kalbsfilet, 600 - 800 g
    1TL Salz
    1TL Koriander, im Mörser zerstossen
    Pfeffer aus der Mühle
    Bratbutter oder Bratcrème

    Ragout:
    150g Frische Morcheln, gut gereinigt, nach Belieben halbiert
    Bratbutter
    ½ Schalotte, fein geschnitten
    500g dünne weisse Spargeln, gut geschält, schräg in 3-4 cm Stücke schneiden
    1dl Weisswein
    2dl Kalbsfond
    2dl Saucenhalbrahm
    Salz
    Pfeffer aus der Mühle

    Zubereitung:

    1. Fleisch: Filet würzen, in der heisse Butter rundum 5-6 Minuten anbraten, herausnehmen.
    2. Ragout: In derselben Pfanne Morcheln in Bratbutter anbraten. Schalotte beifügen, mitdämpfen. Spargeln dazugeben, mit Wein ablöschen.
    3. Kalbsfond dazu giessen, aufkochen, 10 Minuten zugedeckt kochen.
    4. Saucenrahm dazu giessen, aufkochen. Filet hineinlegen, unter gelegentlichem Wenden 15-20 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen. Das Fleisch soll noch rosa sein.
    5. Kurz vor dem Servieren Morchel-Spargel-Ragout abschmecken, auf vorgewärmte Teller verteilen. Filet in Stücke schneiden, darauf verteilen, mit Schnittlauch bestreuen.
    6. Das Filet Fleisch 5-6 Minuten anbraten, im auf 160 °C vorgeheizten Ofen 25-30Minuten fertige braten bis Kerntemperatur ca. 60 °C.


    Passend zu Zion von Bernie Ernst .


     

    Rezept Jan Frey

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