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    Die Renaissance des Gins

    Von Tobias Deesapa, Ladenleiter Liestal und Dipl. Spirituosen-Sommelier

    Gin ist in! In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach Gin einen unvergleichlichen Schub erhalten und der Zenit ist noch lange nicht erreicht. Aber woher kommt dieser plötzliche Trend?

    Die Geburt des heutigen Gin Hypes begann vermutlich 1988 in England als die Firma Bombay Distillers anfing einen Gin zu produzieren, welcher weniger dominant nach Wacholder schmeckte und diesen in eine für damalige Verhältnisse äusserst modernen Flasche abfüllte. Der Bombay Sapphire war geboren und mit ihm startete der Siegeszug einer äusserst spannenden Spirituose.

    Um die Jahrtausendwende erfolgte der nächste Schritt, als der schottische Whisky-Produzent W. M. Grand den Hendrick’s Gin auf den Markt brachte. Manch einer glaubt seither, dass ein Gin Tonic unbedingt mit einer Gurkenscheibe garniert werden müsse. Neue Geschmacksnoten, modernere Cocktails und viele Nachahmer folgten auf dem Fusse.
    Auch auf dem europäischen Festland begann der Hype um Gin. Schon bald fand man in Spanien Bars, welche hundert und mehr Gins aus aller Welt ausschenkten und dazu bis zu 20 verschiedene Tonics reichten. Was man einst in den von Malaria geplagten Ländern als Medizin trank, ist zur absoluten Mode geworden. Auch im deutschsprachigen Raum sorgten vor allem Klein-Destillerien wie die „Black ForestDistillers“ mit „Monkey 47“oder Breil Pur mit ihren Gin-Kompositionen für Furore und ebneten den Weg für eine gepflegte und beliebte Gin-Kultur.

    Nach all den Jahren stetigen Wachstums werden wir heute mit einer schier astronomischen Anzahl Gins aus allen Herren Länder konfrontiert. Hier die Übersicht zu behalten ist auch für einen Profi schier unmöglich. Nicht jeder weiss jedoch, was Gin ist und welche Arten es davon gibt. Das wollen wir im Folgenden kurz erklären.

    Grundsätzlich wird Gin aus Ethylalkohol gewonnen und mit Wacholderbeeren und weiteren sogenannten „Botanicals“ verfeinert. Botanicals sind nichts anderes als pflanzliche Zutaten wie Kräuter, Wurzeln, Blüten, Rinden, Blätter oder Gewürze. Wichtig ist, dass Wacholder im Vordergrund steht. Bei sogenannten „Modern Gins“ wo der Wacholder nicht mehr dominant ist, dürfte man grundsätzlich nicht mehr von Gin im ursprünglichen Sinn sprechen.

    Wir unterscheiden Grundsätzlich folgende Qualitäten bei Gin:
    “Gin“
    Zum Ethylalkohol dürfen natürliche oder künstliche Aromastoffe beigefügt werden. Es erfolgt keine Destillation.
    “Dry (oder destillierter) Gin“
    Der Ethylalkohol wird erneut unter Zugabe von zugelassenen natürlichen oder künstlichen Aromastoffen oder Extrakten destilliert.
    “London Gin / London Dry Gin“
    Ebenfalls durch die erneute Destillation von Ethylalkohol, aber unter ausschliesslichem zusetzen von pflanzlichen Stoffen gewonnen. Nach der Destillation darf Ethylalkohol zugesetzt werden, sonst aber nichts. Dies ist die reinste und höchste Qualität von Gin.
    Daneben gibt es den „Sloe-Gin“, der eigentlich kein „Gin“ sondern ein Likör ist, welcher aus den Früchten des Schlehdorns gewonnen, mit Gin versetzt und je nach dem zusätzlich gezuckert wurde.

    Das Tonic:
    Gin wird normalerweise nicht pur getrunken (obwohl dies bei Premiumprodukten wie dem „Breil Pur London Dry Gin“ absolut Sinn machen würde), sondern „on the rocks“ oder mit einem guten Tonic vermischt. Der Tonic Markt ist in den letzten Jahren analog des Gin-Angebotes gewachsen und heute gibt es beinahe so viele verschiedene klassische und aromatisierte Tonics wie Gins. Dabei entscheidet natürlich der persönliche Geschmack was gefällt. Beachten sollte man hier höchstens das ein stark gesüsstes Tonic den Gin eher in den Hintergrund drängt und ein eher trockenes Tonic die Aromen des Gins nach vorne bringt.

    Wöchentlich kommen neue Gins und Tonics auf den Markt und eine Konsolidierung ist noch nicht in Sicht. Damit einher geht auch der Trend zu neuen und spannenden Cocktails. Heute möchte man seinen Gästen etwas Spezielles anbieten. Dies nicht nur bei der Menüwahl, sondern auch bei den Getränken. In diesem Sinne können wir uns noch auf viel Neues freuen und unsere Gäste damit immer wieder überraschen.

    Besuchen Sie uns am 25. & 26. August 2017 in der Siebe Dupf Kellerei in Liestal und lassen Sie sich bei einer grossen Gin-Degustation inspirieren. Über 30 Gins aus verschiedensten Ländern stehen zur Degustation für Sie bereit. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Anlässe“.
    Gerne habe ich Ihnen in der Folge auch noch ein paar meiner Lieblings-Gin-Cocktails zusammengestellt. Zum Wohl und viel Spass beim Ausprobieren!





    Cocktails

     

     

     

    BreilsBee’sKnees


    Zutaten:
    6cl Breil Old Tom Honey
    2 TL Honig
    2cl Zitronensaft

    Zubereitung:

    1. Honig und Breil Old Tom in den Shaker geben und rühren bis sich der Honig auflöst.
    2. Eis und Zitronensaft dazugeben und kräftig shaken.
    3. In eine gekühlte Cocktailschale abseihen und mit einer Zitronenzeste garnieren.



     

     

     

    French 75


    Zutaten:

    3cl Gin
    2cl Zitronensaft
    1cl Zuckersirup
    10cl Champagner (z.B. Mandois Brut Origine)

    Zubereitung:

    1. Champagnerglas gut kühlen. Gin, Zitronensaft und Zuckersirup mit Eis in einen Shaker geben und gut schütteln.
    2. In das gut gekühlte Champagnerglas ohne Eis abseihen.
    3. Mit Champagner auffüllen und einer Cocktailkirsche garnieren.

     

     

     

     

    Vesper Martini (geschüttelt, nicht gerührt)


    Zutaten:

    6cl Gin
    1.5cl Vodka
    0.75 Lillet Blanc
    Eiswürfel

    Zubereitung:

    1. Gin, Vodka und Lilletblanc mit dem Eis in den Shaker geben.
    2. In ein gut gekühltes Martiniglas abseihen.
    3. Mit einer Zitronenzeste garnieren.
    4. James Bond like die Welt retten…

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