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    Im tiefen Keller                                                                     

    Ich kann mich daran erinnern, dass mein Grossvater seinen „Haustrunk“ in einem Holzfass im Keller lagerte. Eine steile, hölzerne Treppe führte nach unten und es gab keinen gefliesten Boden. Das Fass stand auf Holzpflöcken auf purem Lehm. An der Decke hingen riesige Spinnweben mit achtbeinigen schwarzen Tierchen darin, (bestimmt kommt daher meine anhaltende Spinnen-Phobie), das Licht war schummrig und zudem war es recht kühl und feucht dort unten. Ich machte mir als Kind fast in die Hosen, wenn ich an der Reihe war, die abendliche Ration Fasswein zu holen. Ich fand den Keller immer extrem unheimlich und ich war der festen Überzeugung, dass dort böse Hexen und grässliche Geister hausten. Meine kleine, fiese Schwester hat mich einmal so furchtbar erschreckt, dass ich den Krug mit dem Wein habe fallen lassen und kreischend das Weite suchte. Meine Mutter hat Stunden damit zugebracht, mich zu beruhigen und mich davon zu überzeugen, dass das „Ungeheuer“ meine garstige Schwester gewesen war. Gott sei Dank habe ich keine bleibenden psychischen Schäden davongetragen…

    Zugegeben sind dunkle, feuchte Räume nicht meine Lieblingsorte aber heute würde ich viel dafür geben, den Keller von damals mein Eigen nennen zu können. Denn Wein lagert am liebsten bei konstanten Temperaturen um die 12 Grad Celsius und bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 75%. Er mag es dunkel und ruhig, so wie wir, wenn wir erholsamen Schlaf suchen und Erschütterungen kann er schon gar nicht leiden. Hätten Sie Freude an einem täglichen Erdbeben?

    Nun müssen Sie aber nicht Lotto spielen oder eine Bank ausrauben, um ein bescheidenes Heim mit Keller bauen zu können. Auch in einer kleineren Wohnung, kann man korrekt Wein lagern. Der Kühlschrank ist die einfachste Variante um frische spritzige Weiss- oder Schaumweine zu lagern. Eine Wochenration passt da locker rein und der Weinhändler Ihres Vertrauens freut sich, wenn Sie regelmässig bei ihm vorbei schauen. Grundsätzlich gilt: lagern Sie Wein immer im kühlsten Raum in Ihrer Wohnung, ohne dass ihre Lieblinge grösseren Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Ihrem Körper würde es ebenfalls nicht gut tun, mehrere Male im Monat von der Wüste in die Arktis, von dort an den Äquator und zurück zum Südpol geschickt zu werden. Lachen Sie mich nun nicht aus, aber ein geeigneter Ort für die Weinlagerung ist das Schlafzimmer. Das ist bei den meisten Leuten das ganze Jahr nicht, bis wenig geheizt. Im Kleiderschrank oder in einer Kiste unter dem Bett, kann das Lieblingsgetränk in Ruhe auf den grossen Moment des Geniessens warten.

    Wenn Sie etwas mehr Geld übrig haben, legen Sie sich einen schicken Weinklimaschrank zu. Da können Sie nicht nur vorbildlich ihre edlen Gewächse lagern, sondern auch noch Eindruck bei Ihren Freunden schinden.
    Fühlt sich Wein denn nun liegend oder stehend am wohlsten? Beides hat seine Berechtigung. Bitte liegend lagern, wenn die Flasche mit einem Korken verschlossen ist, damit dieser immer mit Flüssigkeit umspielt wird und nicht austrocknet. Das Schrumpfen des Naturkorkens wird somit unterbunden und die Durchlässigkeit von Sauerstoff wird minimiert. Sind Ihre Schätzchen mit einem Schraub- oder Glasverschluss versehen, so können die Flaschen getrost stehen.

    Egal welche Art der Weinlagerung Sie in Anspruch nehmen. Viel wichtiger ist die Frage, welche Sorte von Wein man überhaupt lagern sollte. Kurzum: Schaumweine und leichte Weissweine sind für den sofortigen bzw. baldigen Genuss hergestellt worden. Kaufen und geniessen ist hier die Devise. Genauso bei Rosés und leichten fruchtigen Rotweinen. Mein Vater hat mir erst vor kurzem erzählt, dass er den grässlichsten Sekt seines Lebens bei einem Freund getrunken hat. Der Schaumwein war schon deutlich über dem Zenit und floss goldgelb und hochfarbig ins Glas. Das Getränk erinnerte ihn an seinen letzten Arztbesuch… Nur mit einem Schuss Orangensaft, konnte er die Plörre hinunterspülen. KEIN Genussfaktor also. Frisch abgefüllt, hätte der Sekt sicher mehr Spass gemacht.  

    Als Faustregel können Sie sich folgendes merken: Je mehr Gerbstoff, Süsse, Säure oder Alkohol ein Wein hat, desto länger können sie ihn reifen und liegen lassen. Schwere Bordeaux, elegante hochwertige Burgunder, Nebbiolo und Barolo, Eisweine und Sauternes, all das sind gute Beispiele für lagerfähige Tropfen. Auch Portwein oder Sherry.
    Schlussendlich entscheiden Sie selbst, was Ihnen am besten gefällt und in welchem Reifestadium Ihnen ein Wein am meisten Genuss bereitet. Auch die Siebe Dupf hat ein umfangreiches Portfolio an lagerfähigen Gewächsen. Reinschauen lohnt sich!  

    Traumhaften Trinkspass wünscht
    Betty Bottle

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